Die Demokratie VERTEIDIGEN im digitalen Zeitalter

Fünf­hun­dertsech­zig Schrift­stel­ler aus der gan­zen Welt, dar­un­ter die fünf Lite­ra­tur­no­bel­preis­trä­ger Gün­ter Grass, Elfriede Jelinek, Orhan Pamuk, J. M. Coe­t­zee und Tomas Tran­strö­mer, pro­tes­tie­ren mit einem inter­na­tio­na­len Auf­ruf, der u.a. in 32 Zei­tun­gen zeit­gleich erschie­nen ist, gegen die sys­te­ma­ti­sche Über­wa­chung im Inter­net durch Geheim­dienste wie die ame­ri­ka­ni­sche NSA. Sie rufen dazu auf, die Demo­kra­tie in der digi­ta­len Welt zu verteidigen.

Die Unter­zeich­ner, zu denen Umberto Eco, T.C. Boyle, Mar­ga­ret Atwood, Daniel Kehl­mann, Nawal El Saa­dawi, Arund­hati Roy, Hen­ning Man­kell, Richard Ford, Javier Marias, Björk, David Gross­man, Arnon Grünberg, Ange­les Mastretta, Juan Goy­tisolo, Nurud­din Farah, João Ribeiro, Vic­tor Ero­feyev, Liao Yiwu, David Malouf, Paul Aus­ter, Jona­than Lit­tell, Peter Slo­ter­dijk und viele andere gehö­ren, for­dern, jeder Bür­ger müsse das Recht haben, mit­zu­ent­schei­den, in wel­chem Aus­maß seine Daten gesam­melt, gespei­chert und aus­ge­wer­tet wer­den. Sie erin­nern an die Unschulds­ver­mu­tung als zen­trale Errun­gen­schaft unse­rer Zivi­li­sa­tion und appel­lie­ren an die Ver­ein­ten Natio­nen, eine „Inter­na­tio­nale Kon­ven­tion der digi­ta­len Rechte“ zu verabschieden.

Der Auf­ruf der Autoren-​​Gruppe „Wri­ters Against Mass Sur­veil­lance“ wurde auf Initia­tive von Juli Zeh, Ilija Tro­ja­now, Eva Menasse, Janne Tel­ler, Priya Basil, Isa­bel Fargo Cole und Josef Has­lin­ger am 10. Dezember 2013 in über 30 inter­na­tio­na­len Zei­tun­gen veröffentlicht.

Zwei der Initia­to­ren des Auf­rufs, die Schrift­stel­ler Juli Zeh und Ilija Tro­ja­now, erläu­tern im Gespräch mit der FAZ ihre Beweg­gründe: „Es geht um den Kon­flikt zwi­schen dem Ein­zel­nen und der abso­lu­ten Macht unter den neuen Bedin­gun­gen des Infor­ma­ti­ons­zeit­al­ters.“ Eine Reihe von Auto­ren, wie T.C. Boyle, Javier MaríasMar­tin Amis, Liao Yiwu, Vic­tor Jer­o­fe­jew, Eugen Ruge, Jo Lendle, Tho­mas Hett­che, Alissa Wal­ser, Antje Rávic Stru­belRalf Bönt, Inka Parei, Kurt Dra­wert und Ingo Schulze erklä­ren in per­sön­li­chen Stel­lung­nah­men, warum sie den Appell mittragen.

Der Auf­ruf

In den ver­gan­ge­nen Mona­ten ist ans Licht gekom­men, in welch unge­heu­rem Aus­maß wir alle über­wacht wer­den. Mit ein paar Maus-​​Klicks kön­nen Staa­ten unsere Mobil­te­le­fone, unsere E-​​Mails, unsere sozia­len Netz­werke und die von uns besuch­ten Internet-​​Seiten aus­spä­hen. Sie haben Zugang zu unse­ren poli­ti­schen Über­zeu­gun­gen und Akti­vi­tä­ten, und sie kön­nen, zusam­men mit kom­mer­zi­el­len Internet-​​Anbietern, unser gesam­tes Ver­hal­ten, nicht nur unser Kon­sum­ver­hal­ten, vorhersagen.

Eine der tra­gen­den Säu­len der Demo­kra­tie ist die Unver­letz­lich­keit des Indi­vi­du­ums. Doch die Würde des Men­schen geht über seine Kör­per­grenze hin­aus. Alle Men­schen haben das Recht, in ihren Gedan­ken und Pri­vat­räu­men, in ihren Brie­fen und Gesprä­chen frei und unbe­ob­ach­tet zu bleiben.

Die­ses exis­ten­ti­elle Men­schen­recht ist inzwi­schen null und nich­tig, weil Staa­ten und Kon­zerne die tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lun­gen zum Zwe­cke der Über­wa­chung mas­siv mißbrauchen.

Ein Mensch unter Beob­ach­tung ist nie­mals frei; und eine Gesell­schaft unter stän­di­ger Beob­ach­tung ist keine Demo­kra­tie mehr. Des­halb müs­sen unsere demo­kra­ti­schen Grund­rechte in der vir­tu­el­len Welt ebenso durch­ge­setzt wer­den wie in der realen.

  • Über­wa­chung ver­letzt die Pri­vat­sphäre sowie die Gedan­ken– und Meinungsfreiheit.
  • Mas­sen­hafte Über­wa­chung behan­delt jeden ein­zel­nen Bür­ger als Ver­däch­ti­gen. Sie zer­stört eine unse­rer his­to­ri­schen Errun­gen­schaf­ten, die Unschuldsvermutung.
  • Über­wa­chung durch­leuch­tet den Ein­zel­nen, wäh­rend die Staa­ten und Kon­zerne im Gehei­men ope­rie­ren. Wie wir gese­hen haben, wird diese Macht sys­te­ma­tisch missbraucht.
  • Über­wa­chung ist Dieb­stahl. Denn diese Daten sind kein öffent­li­ches Eigen­tum: Sie gehö­ren uns. Wenn sie benutzt wer­den, um unser Ver­hal­ten vor­her­zu­sa­gen, wird uns noch etwas ande­res gestoh­len: Der freie Wille, der unab­ding­bar ist für die Frei­heit in der Demokratie.

Wir for­dern daher, daß jeder Bür­ger das Recht haben muß mit­zu­ent­schei­den, in wel­chem Aus­maß seine per­sön­li­chen Daten gesam­melt, gespei­chert und ver­ar­bei­tet wer­den und von wem; daß er das Recht hat, zu erfah­ren, wo und zu wel­chem Zweck seine Daten gesam­melt wer­den; und daß er sie löschen las­sen kann, falls sie ille­gal gesam­melt und gespei­chert wurden.

Wir rufen alle Staa­ten und Kon­zerne auf, diese Rechte zu respektieren.

Wir rufen alle Bür­ger auf, diese Rechte zu verteidigen.

Wir rufen die Ver­ein­ten Natio­nen auf, die zen­trale Bedeu­tung der Bür­ge­rechte im digi­ta­len Zeit­al­ter anzu­er­ken­nen und eine ver­bind­li­che Inter­na­tio­nale Kon­ven­tion der digi­ta­len Rechte zu verabschieden.

Wir rufen alle Regie­run­gen auf, diese Kon­ven­tion anzu­er­ken­nen und einzuhalten.

Die Unter­zeich­ner:

Aus Deutsch­land:

Fried­rich Ani
Michael Augus­tin
Anke Bastrop
Ulrich Beck
Artur Becker
Josef Bier­bich­ler
Marica Bodrožić
Mirko Bonné
Ralf Bönt
Nora Bossong
Jan Chris­to­pher­sen
Daniel Cohn-​​Bendit
Daniela Dahn
Liane Dirks
Doris Dör­rie
Ulrike Dra­es­ner
Kurt Dra­wert
Tanja Dückers
Caro­lin Emcke
Sherko Fatah
David Finck
Julia Franck
Fran­ziska Gers­ten­berg
Chris­toph Giesa
Roman Graf
Gün­ter Grass
Kers­tin Gre­ther
Annett Grö­sch­ner
Gert Hei­den­reich
Chris­toph Hein
Tho­mas Hett­che
Paul Ingendaay
Stef­fen Kopetzky
Mareike Krü­gel
Michael Krü­ger
Michael Kumpf­mül­ler
Antje Kunst­mann
Katja Lange-​​Müller
Ben­ja­min Lau­ter­bach
Jo Lendle
Michael Lentz
Ulli Lust
Ange­lina Mac­ca­rone
Kris­tof Magnus­son
Sten Nadolny
Chris­tiane Neu­de­cker
Nor­bert Nie­mann
Ingo Nier­mann
Mar­kus Orths
Georg M. Oswald
Inka Parei
Annette Pehnt
Antje Rávic Stru­bel
Annika Reich
Moritz Rinke
Michael Roes
Char­lotte Roos
Eugen Ruge
Peter Schnei­der
Eras­mus Schö­fer
Ingo Schulze
Hilal Sez­gin
Peter Slo­ter­dijk
Til­man Speng­ler
Burk­hard Spin­nen
Ulrike Ste­glich
Hans-​​Ulrich Trei­chel
Ilija Tro­ja­now
Regula Venske
Marius von May­en­burg
Tho­mas von Steina­ecker
Gisela von Wyso­cki
Jan Wag­ner
Alissa Wal­ser
The­re­sia Wal­ser
Flo­rian Wer­ner
Roger Wil­lem­sen
Ron Wink­ler
Juli Zeh

Aus Öster­reich:

Olga Flor
Karl-​​Markus Gauß
Tho­mas Gla­vi­nic
Josef Has­lin­ger
Monika Hel­fer
Klaus Hof­fer
Alois Hot­sch­nig
Elfriede Jelinek
Michael Köhl­meier
Eva Menasse
Robert Menasse
Robert Pfal­ler
Doron Rabi­no­vici
Kath­rin Rög­gla
David Schalko
Robert Schin­del
Cle­mens J. Setz
Mar­lene Stre­e­ru­witz
Peter Wei­bel
Josef Wink­ler
Daniel Kehl­mann (Österreich/​Deutschland)

Aus der Schweiz:

Melinda Nadj Abonji
Sybille Berg
Peter Bieri
Irena Brežná
Melitta Brez­nik
Iso Camar­tin
Alex Capus
Mar­tin Dean
Cata­lin Flo­rescu
Chris­tian Hal­ler
Reto Hänny
Eve­line Has­ler
Franz Hoh­ler
Pedro Lenz
Charles Lewinsky
Klaus Merz
Julian Schütt
Peter Stamm
Alain Sul­zer
Urs Widmer

Aus Groß­bri­tan­nien:

Akkas Al-​​Ali
Tariq Ali
David Almond
Mar­tin Amis
Julian Bar­nes
Priya Basil
John Ber­ger
Jane Boro­dale
Wil­liam Boyd
John Burn­side
Louis de Ber­niè­res
Isobel Dixon
Joanne Har­ris
Kazuo Ishi­guro
Pico Iyer
Ste­phen Kel­man
Hari Kunzru
Ian McE­wan
David Mit­chell
Stella New­man
Mar­tin Row­son
Manda Scott
Will Self
Owen Sheers
Phi­lip Sing­ton
Tom Stop­pard
Adam Thir­well
David Vann
Nigel War­bu­ton
Irvine Welsh
Jea­nette Win­ter­son
Rana Dasgupta (Großbritannien/​Indien)
Anjali Joseph (Großbritannien/​Indien)
Nikita Lal­wani (Großbritannien/​Indien)
Fadia Faqir (Großbritannien/​Jordanien)
Hanif Kurei­shi (Großbritannien/​Pakistan)
Lio­nel Shri­ver (Großbritannien/​Vereinigte Staaten)

Aus den Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Amerika:

John Ash­bery
Paul Aus­ter
Elise Black­well
T. C. Boyle
Alex­an­der Chee
Isa­bel Fargo Cole
Billy Collins
Don DeLillo
Colin Dickey
Jen­ni­fer Egan
Dave Eggers
Eliza­beth Eslami
Richard Ford
George Dawes Green
Joe Hur­ley
Eliza­beth Kos­tova
Adrian Nicole LeBlanc
Jona­than Lethem
Barry Lopez
Ben Mar­cus
Tyler McMahon
Claire Mes­sud
Josip Nova­ko­vich
George Packer
Tim Par­rish
Richard Powers
James Sal­ter
Sapphire
Richard Sen­nett
Jane Smi­ley
Anne Wald­man
Alice Wal­ker
Eliot Wein­ber­ger
Jef­frey Yang
Aleksan­dar Hemon (Ver­ei­nigte Staaten/​Bosnien)
Dom­nica Radu­lescu (Ver­ei­nigte Staaten/​Rumänien)

Aus Frank­reich:

Jean-​​Jacques Bein­eix
Céline Curiol
Marie Dar­ri­euss­ecq
Phil­ippe Djian
Lio­nel Duroy
Mathias Énard
Jérôme Fer­rari
Anne-​​Marie Garat
Lau­rent Gaudé
Pas­cale Hugues
Alban Lefranc
Roger Lenglet
Vir­gi­nie Lou-​​Nony
Jean Mat­tern
Betty Mialet
Cathe­rine Mil­let
Frédé­ric Mit­ter­rand
Hélène Neveu Krin­gel­bach
Phil­ippe Pozzo di Borgo
Flore Vas­seur
Mar­tin Winck­ler (Frankreich/​Kanada)
Jona­than Lit­tell (Frankreich/​Vereinigte Staaten)

Aus Ägyp­ten:

Alaa al-​​Aswany
Nawal El Saa­dawi
Ahdaf Sou­eif
Mona Elta­hawy (Ägypten/​Vereinigte Staaten)

Aus Alba­nien:

Anila Wilms

Aus Alge­rien:

Boua­lem Sansal

Aus Angola:

José Edu­ardo Agualusa

Aus Argen­tien:

Maria Teresa Andruetto
Edgardo Cozar­insky
María Sonia Cristoff
Mar­celo Figueras
Car­los Gamerro
Alberto Manguel
Guil­lermo Mar­ti­nez
Elsa Oso­rio
Clau­dia Piñeiro
Samanta Schweblin

Aus Aus­tra­lien:

Debra Ade­laide
Chris And­rews
Venero Armanno
Larissa Behe­rendt
James Brad­ley
Brian Cas­tro
Nick Cave
Miriam Cosic
Michelle de Kret­ser
Nick Earls
Delia Fal­co­ner
Anna Fun­der
Helen Gar­ner
Eli­sa­beth Holds­worth
Linda Jai­vin
Gail Jones
Eve­lyn Juers
Tho­mas Kene­ally
Nam Le
James Ley
Angelo Lou­ka­kis
David Malouf
Frank Moor­house
Peter Rose
Rosie Scott
John Tran­ter
Kirs­ten Tran­ter
Arnold Zable
Lily Brett (Australien/​Vereinigte Staa­ten)
Geral­dine Brooks (Australien/​Vereinigte Staaten)

Aus Ban­gla­desch:

Ahmad Mos­tofa Kamal
Tahmima Anam (Bangladesch/​Großbritannien)

Aus Bel­gien:

Gie Boga­ert
Sas­kia De Cos­ter
Patrick De Rynck
Jozef Deleu
Lau­rent Demou­lin
Charles Ducal
Joris Gerits
Jos Gey­sels
Luuk Gru­wez
Tho­mas Gun­zig
Peter Holvoet-​​Hanssen
Eli­sa­beth Marain
Pierre Mer­tens
Bart Moeyaert
Elvis Pee­ters
Erik Spi­noy
Rik Torfs
Koen Van Bock­s­tal
Wal­ter van den Broeck
Miriam Van hee
David van Rey­brouck
Anne­lies Ver­beke
Paul Ver­haeghe
Roel Ver­schue­ren
Erik Vla­minck
Geor­ges Wil­de­meersch
Carl Norac (Belgien/​Frankreich)
Joke van Lee­uwen (Belgien/​Niederlande)

Aus Bos­nien:

Mil­jenko Jergović

Aus Bra­si­lien:

Mar­çal Aquino
Mar­celo Backes
Rafael Car­d­oso
Ber­nardo Car­valho
João Paulo Cuenca
João Ubaldo Ribeiro
Luiz Ruff­ato
Paulo Scott

Aus Bul­ga­rien:

Georgi Gos­po­di­nov
Kapka Kas­sa­bova (Bulgarien/​Großbritannien)

Aus Chile:

Carla Guel­fen­bein
Arturo Fon­taine Tala­vera
Ariel Dorf­man (Chile/​Argentinien/​Vereinigte Staa­ten)
Lina Meruane (Chile/​Vereinigte Staaten)

Aus China:

Liao Yiwu

Aus Däne­mark:

Niels Bar­foed
Suzanne Brøg­ger
Tom Buk-​​Swienty
Peter H. Fogt­dal
Kat­rine Marie Gul­d­a­ger
Ise­lin C. Her­mann
Peter Høeg
Sven Holm
Hanne Vibeke Holst
Cars­ten Jen­sen
Pia Juul
Peter Øvig Knud­sen
Mor­ten Krin­gel­bach
Jør­gen Leth
Ib Michael
Mor­ten Rams­land
Mor­ten Sab­roe
Pia Taf­drup
Janne Teller

Aus Dji­bouti:

Abdo­u­rah­man Waberi

Aus Ecua­dor:

Fran­cisco Pro­año Arandi

Aus El Salvador:

Hor­a­cio Cas­tel­la­nos Moya

Aus Finn­land:

Monika Fager­holm
Jarkko Tontti
Kjell Westö

Aus Ghana/​Vereinigte Staaten:

Kwame Dawes

Aus Grie­chen­land:

Kostas Akri­vos
Petros Marka­ris
Amanda Micha­lo­pou­los
Michai­lis Modi­nos
Nina Rapi
Tha­nas­sis Valtinos

Aus Haiti/​Vereinigte Staaten:

Edwidge Dan­ti­cat

Aus Hong Kong/​Vereinigte Staaten:

Xu Xi

Aus Island:

Björk
Oddný Eir
Einar Már Guð­munds­son
Hall­grí­mur Hel­ga­son
Bjarni Jóns­son
Andri Snær Magna­son
Stein­nun Sigurðar­dót­tir
Sjón
Jón Kal­man Stefánsson

Aus Indien:

Shahid Amin
Amit Chaud­huri
Tis­hani Doshi
Naresh Fer­n­an­des
Amitav Ghosh
Ram­chan­dra Guha
Anjum Has­san
Ran­jit Hos­koté
Raj Kamal Jha
Ruchir Joshi
Girish Kar­nad
Mukul Kes­a­van
Amitava Kumar
Pan­kaj Mishra
Kiran Nagarkar
Jerry Pinto
Arund­hati Roy
Arund­hati Sub­ra­ma­niam
Jeet Thayil
Altaf Tyre­wala
Salil Tri­pa­thi (Indien/​Großbritannien)
Suketu Mehta (Indien/​Vereinigte Staaten)

Aus dem Irak:

Jab­bar Yas­sin Hus­sin
Has­san Bla­sim (Irak/​Finnland)
Najem Wali (Irak/​Deutschland)

Aus Irland:

Roddy Doyle
Colum McCann
Colm Tói­bín (Irland/​Vereinigte Staaten)

Aus Israel:

Assaf Gav­ron
David Gross­man
Etgar Keret
Yitz­hak Laor
Sami Michael
Amos Oz
Zeruya Shalev

Aus Ita­lien:

Andrea Bajani
Mas­simo Car­lotto
Umberto Eco
Erri de Luca
Paolo Gior­dano
Dacia Maraini
Sabine Gru­ber (Italien/​Österreich)

Aus Japan:

Tosi­hiko Uji

Aus Jor­da­nien:

Elias Fark­ouh

Aus Kame­run:

Patrice Nganang

Aus Kanada:

Mar­ga­ret Atwood
Ken Bab­stock
Cory Doc­to­row
Yann Mar­tel
Colin McA­dam
Michael Ondaatje
John Rals­ton Saul
Made­leine Thien

Aus Kolum­bien:

Anto­nio Ungar
Héc­tor Abad
Oscar Col­la­zos
Oscar Guardiola-​​Rivera
Juan Gabriel Vásquez

Aus Kroa­tien:

Sla­venka Dra­ku­lić
Nenad Popo­vić
Dubravka Ugrešić

Aus Kuba:

Leo­nardo Padura Fuen­tes
Iván de la Nuez (Kuba/​Spanien)

Aus dem Libanon:

Domi­ni­que Eddé
Rawi Hage (Libanon/​Kanada)

Aus Libyen/​Ägypten:

Ahmed Fagih

Aus Luxem­burg:

Ranga Yogeshwar

Aus Maze­do­nien:

Nikola Madzi­rov

Aus Malawi:

Sam­son Kambalu

Aus Malai­sia:

Tan Twan Eng

Aus Malta:

Pierre Mejlak

Aus Mexiko:

Rosa Bel­trán
Sabina Ber­man
Car­men Boul­losa
Ana Cla­vel
Alma Guil­ler­mo­prieto
Ange­les Mastretta

Aus den Niederlanden:

René Appel
Abdel­ka­der Benali
Ronald Bos
Ian Buruma
Ger­rit Bus­sink
Sas­kia de Jong
Job Degenaar
Renate Dor­restein
Rudolf Geel
Arnon Grün­berg
Joke J. Herm­sen
Mar­jo­lin Hof
Tjitske Jan­sen
Lies­beth Lage­maat
Tho­mas Lieske
Geert Mak
Nel­leke Noor­derv­liet
Ester Naomi Per­quin
Aleid Trui­jens
Manon Uphoff
Jan van Mers­ber­gen
Anne Vegter

Aus Neu­see­land:

Pip Adam
Tim Cor­bal­lis
Nicky Hager
Ingrid Hor­rocks
Lloyd Jones
Eliza­beth Knox
Bill Man­hire
Court­ney Sina Meredith
Sarah Quigley
Anna San­der­son
C. K. Stead
Susan Pearce (Neuseeland/​Großbritannien)

Aus Nige­ria:

Helon Habila
Chika Unigwe
Olu­mide Popoola (Nigeria/​Deutschland)

Aus Nor­we­gen:

Jostein Gaar­der
Per Petterson

Aus Pakis­tan:

Moh­sin Hamid
Ahmed Rashid
Kamila Sham­sie (Pakistan/​Großbritannien)

Aus den paläs­ti­nen­si­schen Gebieten:

Suad Amiry
Mou­rid Barg­houti
Najwan Dar­wish
Natha­lie Han­dal
Raja She­ha­deh
Ada­nia Shi­bli
Ghas­san Zaq­tan
Ala Hle­hel (Paläs­ti­nen­si­sche Gebiete/​Israel)

Aus Peru:

San­tiago Roncagliolo

Von den Philippinen/​Kanada:

Miguel Syjuco

Aus Polen:

Ignacy Karp­owicz
Beata Stasińska
Witold Szabłow­ski
Olga Tokarczuk

Aus Por­tu­gal:

Pedro Rosa Mendes

Aus Rumä­nien:

Mir­cea Cărtărescu

Aus Russ­land:

Vla­di­mir Aris­tov
Alan Cher­che­sov
Vic­tor Ero­feyev
Alisa Ganiyeva
Dmitri Golynko
Alex­an­der Ili­chevsky
Ser­gei Lebe­dev
Sta­nis­lav Lvovsky
Mik­hail Shish­kin
Alex­an­der Ski­dan
Alex­an­der Snegiryov

Aus dem Senegal:

Cheikh Hami­dou Kane

Aus Ser­bien:

David Alba­hari
Bora Ćosić (Serbien/​Kroatien)

Aus der Slowakei:

Michal Hvor­ecký

Ausd Slo­we­nien:

Gabriela Bab­nik
Aleš Čar
Aleš Debel­jak
Mojca Kumer­dej
Miha Maz­zini
Dušan Šaro­tar
Aleš Šteger

Aus Somalia/​Südafrika:

Nurud­din Farah

Aus Süd­afrika:

Brey­ten Brey­ten­bach
Ant­jie Krog
Zakes Mda
Mar­gie Orford
Hen­ri­etta Rose-​​Innes
Gil­lian Slovo
Ivan Vla­dis­la­vić
Zukiswa Wan­ner
J. M. Coe­t­zee (Südafrika/​Australien)

Aus Spa­nien:

Ricardo Bada
Javier Cer­cas
Rafael Chir­bes
Juan Goy­tisolo
Julio Llama­za­res
Javier Marías
Anto­nio Muñoz Molina
Rosa Mon­tero
Javier Sali­nas
José F. A. Oli­ver (Spanien/​Deutschland)

Aus dem Sudan:

Jamal Mah­joub

Aus Süd­ko­rea:

Hwang Sok-​​Yong

Aus Schwe­den:

Arne Dahl
Per Olov Enquist
Aris Fio­re­tos
Jan Guillou
Björn Lars­son
Hen­ning Man­kell
Håkan Nes­ser
Tomas Tran­strö­mer
Svante Weyler

Aus Syrien:

Hala Moham­med

Aus Tansania/​Großbritannien:

Abdul­razak Gurnah

Aus Thailand/​Vereingte Staaten:

Rat­ta­wut Lapcharoensap

Aus Tsche­chien:

Jaros­lav Rudiš

Aus Tunesien/​Frankreich:

Tahar Bekri

Aus der Türkei:

Yasar Kemal
Murat­han Mun­gun
Orhan Pamuk
Buket Uzuner

Aus Ungarn:

Tibor Babiczky
Zsó­fia Balla
Zsó­fia Bán
Báthori Csaba
György Dragomán
Peter Ester­hazy
Krisz­tián Grecsó
Noémi Kiss
László Krasz­nahor­kai
Lajos Parti Nagy
Anna T. Szabó

Aus der Ukraine:

Myros­lav Mary­n­o­vych
Oksana Zabuzhko

Aus Weiß­russ­land:

Svet­lana Ale­xie­vich
Valz­hyna Mort (Weißrussland/​Vereinigte Staaten)

Aus Zim­babwe:

Brian Chik­wava

Aus Über­zeu­gung:

Mar­tin Emme­rich (Deutschland)

Und Du?

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Hat Chelsea Manning das Richtige aus den falschen Gründen getan? Ich denke, nein!

Wäh­rend von Edward Snow­den stän­dig die Rede ist, ja er sogar für das Bun­des­ver­dienst­kreuz vor­ge­schla­gen wird, gerät Chel­sea Man­ning, wie sich Brad­ley Man­ning nun nennt, immer wei­ter in Vergessenheit.

Sicher macht es Snow­den leich­ter, sich mit ihm als Per­son zu iden­ti­fi­zie­ren, er ist der strah­len­dere Held. Ich denke, daß er auch aus den Feh­lern und der Ent­de­ckung sei­nes Vor­gän­gers gelernt hat. Offen­bar hat er Man­ning bewun­dert, jeden­falls beruft er sich auf sie als Vorbild.

Daher gäbe es viel­leicht kei­nen Whist­leb­lo­wer Snow­den ohne Manning.

Mit einem Freund habe ich die­ser Tage eine ent­spre­chende Dis­kus­sion geführt. Dabei meinte die­ser, Chel­sea Man­ning habe zwar das Rich­tige mit ihren Leaks getan, aber eben aus den fal­schen Grün­den: Sie sei mit ihrer Situa­tion unzu­frie­den gewe­sen und habe Auf­merk­sam­keit erre­gen wollen.

Chelsea Manning

Ich sehe das anders. Ich habe mich inten­siv mit dem Thema befaßt und soviel wie mög­lich über Man­nings Moti­va­tion gele­sen. Ich denke, daß sie wirk­lich in einer extre­men emo­tio­na­len Situa­tion war. Ich meine aber auch, daß diese Situa­ta­tion durch die Ent­schei­dung, die Infor­ma­tio­nen zu lea­ken, ver­stärkt wor­den ist. Offen­bar war Man­ning jah­re­lan­ger Dis­kri­mi­nie­rung und Bul­ly­ing aus­ge­setzt, schon zu Schul­zei­ten. Alle Beschrei­bun­gen derer, die sie ken­nen oder kann­ten, sind sich in einem Punkt einig: Man­ning hat ein tief­ge­hen­des Gerech­tig­keits­ge­fühl und schon immer gegen Unge­rech­tig­keit ange­kämpft. Ich denke, daß auf die­ses Gerech­tig­keits­ge­fühl Man­nings Ent­schei­dung zurück­geht, die Kriegs­ver­bre­chen der ame­ri­ka­ni­schen Sol­da­ten nicht wei­ter zu ver­tu­schen, son­dern sie zu veröffentlichen.

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Bradley Manning — endlich Prozeßbeginn nach drei Jahren Haft

Seit über drei Jah­ren ist Brad­ley Man­ning nun von der US-​​​​Militärgerichtsbarkeit inhaf­tiert. Am 26. Mai 2000 war Man­ning fest­ge­nom­men und teil­weise unter men­schen­rechts­wid­ri­gen Umstän­den inhaf­tiert wor­den, Umstände, die auch das Mili­tär­ge­richt in der Vor­un­ter­su­chung nicht igno­rie­ren konnte, und die Man­ning eine Straf­mil­de­rung von 112 Tagen bei einer künf­ti­gen Ver­ur­tei­lung ein­brin­gen sollen.

Einige Akten aus der Vor­un­ter­su­chung sind mitt­ler­weile online abruf­bar, vom Guar­dian auf­be­rei­tet. Auch die Erklä­rung Man­nings vor dem Mili­tär­ge­richt ist online (deut­sche Zusam­men­fas­sung bei der taz).

Ver­mut­lich anläß­lich des unrühm­li­chen Jubi­lä­ums hat Daniel Ells­berg, der Whist­leb­lo­wer hin­ter dem Watergate-​​Skandal, der sich für Brad­ley Man­ning ein­setzt, der taz ein lesens­wer­tes Inter­view gegeben.

Am Mon­tag­mor­gen soll nun end­lich das eigent­li­che Mili­tär­ge­richts­ver­fah­ren begin­nen. Vor Fort Meade haben des­halb ges­tern knapp zwei­tau­send Unter­stüt­zer demons­triert.
Demonstration in Fort Meade (Foto: Nathan Fuller)

Der Pro­zeß soll zwölf Wochen dau­ern, mit Hun­der­ten von Zeu­gen. Zwei Dut­zend sol­len unter Aus­schluss der Öffent­lich­keit ver­nom­men wer­den, um die Sicher­heit der USA nicht zu gefähr­den. Ihre Aus­sa­gen sol­len nur zen­siert ver­öf­fent­licht wer­den, was u.a. Bür­ger­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen scharf kri­ti­sie­ren.

Man­ning dro­hen bis zu 150 Jahre Haft.

Das harte Vor­ge­hen der Obama-​​Regierung gegen Whist­leb­lo­wer — in sei­ner Amts­zeit wur­den mehr von ihnen ver­folgt, als von allen Regie­run­gen zuvor — läßt nichts Gutes hof­fen, zumal Obama selbst mit “Er hat das Gesetz gebro­chen” die Stoß­rich­tung vor­ge­ge­ben hat.

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1000 Tage Haft ohne Prozeß

Seit tau­send Tagen ist Brad­ley Man­ning nun von der US-​​Militärgerichtsbarkeit inhaf­tiert, ohne daß ein Gerichts­ur­teil gefällt wurde.

Aus die­sem Anlaß fin­den welt­weite Pro­teste statt, auch in Deutsch­land, lei­der nur in Ber­lin und Kai­sers­lau­tern.

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Die Vor­un­ter­su­chun­gen zum eigent­li­chen Pro­zeß dau­ern bereits 14 Monate an und sol­len bald abge­schlos­sen sein. Dabei wur­den die unmensch­li­chen Haft­be­din­gun­gen, denen Man­ning aus­ge­setzt war, zwar aner­kannt, hat­ten aber außer einer Ver­kür­zung einer even­tu­el­len zukün­fi­gen Haft um 112 Tage keine wei­te­ren Kon­se­quen­zen. Mehr zum aktu­el­len Stand der Vor­un­ter­su­chun­gen im Guar­dian, der auch die wei­ter auf­recht erhal­tene Geheim­hal­tung kritisiert.

Mit den dort zitier­ten Wor­ten eines Beru­fungs­rich­ters gegen exzes­sive Geheim­hal­tung von Rechtsprechung:

In einer Demo­kra­tie, in der sich die Macht auf die Zustim­mung der Regier­ten grün­det, muß die Ant­wort in der Trans­pa­renz des Rechts­pro­zes­ses lie­gen. Öffent­li­che Rechts­spre­chung läßt das Licht her­ein und erlaubt so der Öffent­lich­keit, den Rechts­be­trieb genau zu über­prü­fen, mit allen Vor– und Nachteilen.

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Frohe Weihnachten!

Wärst Du, Kind­chen, im Kaschub­en­lande,
Wärst Du, Kind­chen, doch bei uns gebo­ren!
Sieh, Du hät­test nicht auf Heu gele­gen,
Wärst auf Dau­nen weich gebet­tet worden!

Nim­mer wärst Du in den Stall gekom­men,
Dicht am Ofen stünde warm Dein Bett­chen.
Der Herr Pfar­rer käme selbst gelau­fen,
Dich und Deine Mut­ter zu verehren!

Kind­chen, wie wir Dich geklei­det hät­ten!
Müß­test eine Schafs­fell­mütze tra­gen.
Blauen Man­tel von Kaschubi­schem Tuch,
Pelz­ge­füt­tert und mit Bänderschleifen.

Hät­ten Dir den eig­nen Gurt gege­ben,
Rote Schuhe für die klei­nen Füße.
Fest und blank mit Nägel­chen beschla­gen!
Kind­chen, wie wir Dich geklei­det hätten!

Kind­chen, wie wir Dich gefüt­tert hät­ten!
Früh am Mor­gen, wei­ßes Brot mit Honig,
Fri­sche But­ter, wun­der­wei­ches Schmorfleisch,
Mit­tags Gers­ten­grütze, gelbe Tunke.

Gän­se­fleisch und Kut­tel­fleck mit Ing­wer,
Fette Wurst und gold­nen Eier­ku­chen,
Krug um Krug das starke Bier aus Put­zig!
Kind­chen, wie wir Dich gefüt­tert hätten!

Und wie wir das Herz Dir schen­ken woll­ten!
Sieh, wir wären alle fromm gewor­den,
Alle Kniee wür­den sich Dir beu­gen,
Alle Füße Him­mels­wege gehen.

Nie­mals würde eine Scheune bren­nen,
Sonn­tags nie ein trunk­ner Schä­del blu­ten,
Wärst Du, Kind­chen, im Kaschub­en­land,
Wärst Du, Kind­chen, doch bei uns geboren.

Text von Wer­ner von Bergengrün

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Drei Friedensnobelpreisträger bezeigen Bradley Manning die Ehre

Brad­ley Man­ning sei ein muti­ger Whist­leb­lo­wer, schrei­ben die drei Frie­dens­no­bel­preis­trä­ger Des­mond Tutu, Mai­read Maguire und Adolfo Pérez Esqui­vel in einem Brief, der in der Dezem­ber­aus­gabe der Zeit­schrift “The Nation” erscheint. Wir alle müß­ten ihm dan­ken, weil er die Ver­ant­wor­tung sei­ner Regie­rung auf­ge­deckt und sich um eine auf­ge­klärte Demo­kra­tie und den Frie­den ver­dient gemacht habe.

Vor einer Woche hatte Man­ning ange­bo­ten, sich in ver­rin­ger­tem Umfang als schul­dig zu beken­nen. Dabei würde er zuge­ben, Hun­dert­tau­sende gehei­mer Doku­ment an Wiki­leaks über­mit­telt zu haben, aber weder Ver­stöße gegen Spio­nage– und Daten­schutz­ge­setze geste­hen, noch “den Feind unter­stützt” zu haben. Für Unter­stüt­zung des Fein­des könnte ihm dank einer jahr­zehn­te­al­ten Rechts­vor­schrift die Todes­strafe drohen.

Seit sei­ner Ver­haf­tung vor zwei­ein­halb Jah­ren sitzt Man­ning in Unter­su­chungs­haft, zum Teil zu Bedin­gun­gen, die von den Ver­ein­ten Natio­nen als “grau­sam, unmensch­lich und ent­wür­di­gend” bezeich­net wer­den, wor­auf auch die drei Frie­dens­no­bel­preis­trä­ger hin­wei­sen. Auch der Aus­schuß für Men­schen­rechte und huma­ni­täre Hilfe des Deut­schen Bun­des­ta­ges kri­ti­siert hatte diese Haft­be­din­gun­gen kritisiert.

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Presse-​​Organisationen fechten Geheimhaltung im Prozeß gegen Bradley Manning an

Zwei­und­drei­ßig Pres­se­or­ga­ni­sa­tio­nen haben eine offi­zi­elle Beschwerde beim höchs­ten Mili­tär­ge­richt der USA, dem Court of Appeals of the Armed Forces ein­ge­reicht, um gegen die Geheim­hal­tung von Unter­la­gen im Kriegs­ge­richts­pro­zeß gegen Brad­ley Man­ning zu pro­tes­tie­ren, der im Januar nächs­ten Jah­res begin­nen soll. Mit der Beschwerde wird sich das Gericht am zehn­ten Okto­ber befas­sen.

Bradley Manning in UniformDie Pres­se­or­ga­ni­sa­tio­nen wer­fen dem Mili­tär vor, gegen das ver­fas­sungs­mä­ßig garan­tierte Recht der Presse zu ver­sto­ßen, in vol­lem Umfang über das Ver­fah­ren zu berich­ten.
Sie wei­sen auch auf das Miß­ver­hält­nis im Ver­gleich zur Bericht­er­stat­tung über angeb­li­che Al-​​Kaida-​​Mitglieder hin — dort wer­den Infor­ma­tio­nen auf einer vom Mili­tär betrie­be­nen Web­site bereitgestellt.

Zu den Beschwer­de­füh­rern gehö­ren The Repor­ters Com­mit­tee for Free­dom of the Press, Poli­tico, The Asso­cia­ted Press, Atlan­tic Media, Dow Jones, Gan­nett, Hearst, CNN, McClatchy, The New York Times, The New York Daily News, Reu­ters, The Washing­ton Post, The Tri­bune Co. und weitere.

 

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Erklärung der Internetfreiheit

Prä­am­bel

Wir sind über­zeugt, daß ein freies und offe­nes Inter­net zu einer bes­se­ren Welt bei­tra­gen kann. Um das Inter­net frei und offen zu hal­ten, rufen wir Gemein­schaf­ten, Indus­trien und Län­der auf, diese Prin­zi­pien anzu­er­ken­nen. Wir glau­ben, daß sie dazu bei­tra­gen, mehr Krea­ti­vi­tät, mehr Inno­va­tion und offe­nere Gesell­schaf­ten hervorzubringen.

Wir rei­hen uns in eine inter­na­tio­nale Bewe­gung ein, um unsere Frei­hei­ten zu ver­tei­di­gen, weil wir glau­ben, daß sie es wert sind, für sie zu kämpfen.

Laßt uns diese Prin­zi­pien dis­ku­tie­ren — ihnen zustim­men oder sie ableh­nen, sie debat­tie­ren, über­set­zen, sich zu eigen machen und die Dis­kus­sion in unsere Gemein­schaf­ten tra­gen — so wie nur das Inter­net es kann.

Erklä­rung

Wir ste­hen für ein freies und offe­nes Internet.

Wir unter­stüt­zen trans­pa­rente und par­ti­zi­pa­tive Pro­zesse in der Gestal­tung von Netz­po­li­tik und die Eta­blie­rung von fünf grund­le­gen­den Prinzipien:

  • Mei­nungs­frei­heit: Zen­siert das Inter­net nicht.
  • Zugang: För­dert den uni­ver­sel­len Zugang zu schnel­len und bezahl­ba­ren Netzwerken.
  • Offen­heit: Erhal­tet das Inter­net als offe­nes Netz­werk in dem alle sich frei ver­net­zen, kom­mu­ni­zie­ren, schrei­ben, lesen, zuschauen, spre­chen, zuhö­ren, ler­nen sowie schöp­fe­risch und inno­va­tiv tätig sein können.
  • Inno­va­tion: Beschützt die Frei­heit, ohne Geneh­mi­gung inno­va­tiv und schöp­fe­risch tätig sein zu kön­nen. Neue Tech­no­lo­gien dür­fen nicht blo­ckiert und Inno­va­to­ren nicht für die Hand­lun­gen ihrer Nut­zer bestraft werden.
  • Pri­vat­sphäre: Beschützt die Pri­vat­sphäre und ver­tei­digt das Recht jedes Ein­zel­nen, die Nut­zung sei­ner Daten und Geräte zu steuern.

Eng­li­sches Ori­gi­nal hier, eine andere Über­set­zung von der Digi­ta­len Gesell­schaft.

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Zweifelhafte Komplimente

Trackback-​​Spam:

Ich bin beein­druckt, muss ich sagen. Wirk­lich nicht oft begegne ich ein Blog, das jeder Bildungs-​​und unter­halt­sam ist, und las­sen Sie mich Ihnen mit­tei­len, haben Sie den Nagel auf den Kopf getrof­fen. Ihr Kon­zept ist her­vor­ra­gend, die Schwie­rig­keit ist eine Sache, die nicht genü­gend Men­schen spre­chen intel­li­gent zu wer­den. Ich bin sehr selig, dass ich über­all in mei­nem suchen stol­perte nach etwas über diese.

Dann ist es ja gut…

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Metaphysics indo-​​japanese style

OBJECTS IN THE MIRROR ARE SAME
AS THEY APPEAR

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