Spießer 2.0 (Barcamp München 2012)

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Heute habe ich auf dem Barcamp München 2012 eine eigene Session mit dem Titel “Spießer 2.0″ gehalten. Enstanden ist die Idee aus einer Diskussion am Vortag heraus, in der eine inhaltliche Abgrenzung (Post-Privacy-Spackos gegen Aluhüte und Digital Natives gegen Digital Immigrants) immer wieder aufflammte. Bei aller Lust an einer prägnanten Zuspitzung bin ich diese ständige Abgrenzerei (“die Spießer sind immer die Anderen”) leid. Außerdem interessierte mich, wie andere die Möglichkeit nutzen, im Internet solchen Ausgrenzungen aus dem Weg zu gehen.

Aus meiner Sicht war diese Session der Versuch, eine entsprechende Diskussion zu intitiieren und anschließend nur zu moderieren, also im Wesentlichen laufen zu lassen. Nach den Rückmeldungen auf Twitter scheint das auch gelungen zu sein.

Letztlich geht es darum, über Abgrenzung sich selbst eine Identität zu schaffen. Diese Abgrenzung ist aber immer relativ: Abhängig davon, wer das Etikett verteilt, fühlen sich manche Teilnehmer mit dem Etikett “Spießer” ganz wohl. Auch verändern sich die eigenen Maßstäbe, ein Teilnehmer war mit der Entdeckung seines Neo-Spießertums im vergangenen Sommer sehr zufrieden und fand im Garten sitzen und mit dem Kugelgrill grillen ausgesprochen angenehm.
Wir diskutierten über den Unterschied von Respekt und Toleranz und darüber, daß wir ständig bewerten und abgrenzen — dies stellt ganz normales Verhalten dar.
Wie man mit der Ausgrenzung letztlich umgeht, hängt von einem selbst ab. Allerdings ist es offensichtlich im Internet leichter, Konfrontationen aus dem Weg zu gehen.
Interessant fand ich die Aussage, man könne Im Internet leichter spielerisch ‘mal “fremdes” Verhalten ausprobieren und gegebenenfalls auch einüben (z.B. die eigene Position intensiver zu behaupten).

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Barcamp München 2012 – Party im Trachtenvogl

@kojote: voll ist das neue kuschelig

Party Barcamp München im Trachtenvogl

Party Barcamp München im Trachtenvogl

Remember:

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Barcamp München 2012 – Haus der Kommunikation

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Ein paar Impressionen vom Haus der Kommunikation der Agentur serviceplan, in dem das Barcamp München 2012 stattfindet:

Barcamp München - Locationsponsor "serviceplan"

Barcamp München - Location "Haus der Kommunikation" von serviceplan

Barcamp München - Locationsponsor "serviceplan"

Barcamp München - Location "Haus der Kommunikation" von serviceplan

Die Location ist wirklich sehr schön und sehr geräumig, das ist auch immer wieder Gesprächsthema unter den Teilnehmern.

Barcamp München - Locationsponsor "serviceplan"

Barcamp München - "Haus der Kommunikation" von serviceplan bei Nacht

Ansonsten ist der Name “Haus der Kommunikation” natürlich Programm.

Remember:

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Barcamp München 2012

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Am kommenden Wochenende findet wieder das Barcamp München statt, insgesamt das fünfte seit 2007. Eigentlich sollte ein jährlicher Turnus eingehalten werden, der wurde in 2011 knapp verfehlt. Über das in 2008 habe ich , bei dem 2009er war die Zeit dazu zu knapp.

Remember:

 

Update:

Auf der Barcamp-Website gibt es eine Übersicht der Blogartikel zum Barcamp.

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Zweiter Tag der Anhörung Bradley Mannings

Auch am zweiten Tag bloggen Kevin Gosz­tola weiter für firedoglake vom Rande des Verfahrens und Annika Kremer weiter auf Gulli (über den ersten Tag habe ich ja bereits berichtet).


Bildquelle: Stringer/Reuters

Der Antrag von David E. Coombs, Mannings Verteidiger, der vorsitzende Ermittler Lieutenant Colonel Paul Almanza möge zurücktreten, wurde abgelehnt. Almanzas Rolle in der Voruntersuchung entspricht der eines Richters in einem nicht-militärischen Verfahren.

Coombs wirft Almanza aus mehreren Gründen Befangenheit vor, unter Anderem weil dieser alle 20 beantragten Zeugen der Anklage zugelassen hatte und von den 48 Zeugen der Verteidigung außer den 10 gemeinsamen Zeugen mit der Anklage nur zwei weitere, d.h. 36 Zeugen der Verteidigung (=3/4) wurden nicht zugelassen.

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Erster Tag der Anhörung von Bradley Manning vorbei

Mittlerweile ist der erste Tag von Bradley Mannings Anhörung vor einem Militärgericht vorbei. Ergebnisse wurden noch nicht erzielt, insbesondere ist weiterhin offen, ob die Beweise gegen Bradley Manning für einen Prozeß ausreichen, der dann in einigen Monaten starten könnte.

Bradley Manning in der Anhörung
Bildquelle: William Hennessy/AP via Guardian

Eine lesenswerte deutsche Zusammenfassung der Ereignisse hat Annika Kremer auf Gulli verfaßt, die dort schon öfters über Manning berichtet hat. In Kremers Zusammenfassung handelt es sich um eine Art Liveblog aus zweiter Hand, in der sie versucht hat, während des Fortgangs der Anhörung aktuelle Quellen, die live berchteten, einzubeziehen.
Ich bin gespannt wie es heute weitergeht, wenn die Verhandlung um 10 Uhr Ortszeit fortgesetzt wird (16 Uhr unsererer Zeit).

Für Firedoglake, ein Polit-Blog, das zu Mannings Unterstützerkreis gehört, berichtet Kevin Gosztola aus Anhörungspausen (oder wenn Zuschauer wegen Geheimhaltung die Anhörung verlassen müssen — Goszola hat es geschafft, sich als offizieller Pressevertreter registrieren zu lassen).

Ed Pilkington twittert und bloggt ebenfalls live für den Guardian aus der Anhörung.

Die Berichterstattung in den deutschen Mainstream-Medien war im Vorfeld eher ärgerlich.
Auf B5 aktuell, dem Nachrichtenkanal des Bayerischen Rundfunks, war vorgestern über die anstehende Anhörung berichtet worden. Dabei wurde die Vorveruteilung Mannings durch Barack Obama zwar erwähnt, aber es wurde nicht darauf hingewiesen, daß Obama deswegen scharf kritisiert worden war, weil er als Präsident auch  Oberbefehlshaber der Armee ist, und man neben der Öffentlichkeitswirkung einer solchen Vorverurteilung auch eine entsprechende dienstliche Anweisung darunter verstehen kann.
Gestern morgen hatte der BR sogar eine Korrespondentin vor Ort, die erwähnte, daß Manning seit Mai letzten Jahres in Militärgefängnissen sitzt, ohne dabei auch nur ansatzweise auf die Umstände einzugehen. Also weder, daß neunzehn Monate Untersuchungshaft an sich sehr fragwürdig sind, noch daß Manning acht Monate davon mußte er in Ein­zel­haft ver­brin­gen — unter zum Teil unmensch­li­chen Bedin­gun­gen (Stich­worte “Sen­so­ri­sche Depri­va­tion” und “Iso­la­ti­ons­fol­ter”), die u.A. vom UN- ​​​​Sonderberichterstatter über Fol­ter und andere grau­same, unmensch­li­che oder her­ab­wür­di­gende Behand­lun­gen oder Bestra­fun­gen, vom einer Gruppe PsySR “Psy­cho­lo­gen für Soziale Ver­ant­wor­tung” Amnesty International  und vom Aus­schuß für Men­schen­rechte und huma­ni­täre Hilfe des Deut­schen Bun­des­ta­ges kri­ti­siert wor­den sind. Oder daß die Kritik an diesen Bedingungen P.J. Crow­ley, den U.S. Depart­ment of State Spo­kes­man and Assis­tant Secretary of Public Affairs, seinen Job gekostet hat. Nichts davon.

Auch im Nachhinein läßt die Berichterstattung immer noch zu wünschen übrig, weil über diese — aus meiner Sicht zentralen — Details immer noch unzureiched berichtet wird. Eine löbliche Ausnahme stellt der Bericht von Andreas Noll in der Deutschen Welle dar, natürlich auch die taz.

Update: Auch die Süddeutsche zeichnet ein differenzierteres Bild.

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Nach 18 Monaten Untersuchungshaft: Erste Anhörung von Bradley Manning

Seit anderthalb Jahren sitzt Bradley Manning mittlerweile in Untersuchungshaft, ohne auch nur einem Richter vorgeführt worden zu sein. Acht Monate davon mußte er in Einzelhaft verbringen — unter zum Teil unmenschlichen Bedingungen (Stichworte “Sensorische Deprivation” und “Isolationsfolter”), die u.A. vom UN-​​Sonderberichterstatter über Fol­ter und andere grau­same, unmensch­li­che oder her­ab­wür­di­gende Behand­lun­gen oder Bestra­fun­gen und vom Aus­schuß für Men­schen­rechte und huma­ni­täre Hilfe des Deut­schen Bun­des­ta­ges kritisiert worden sind.

Die US-Regierung will Manning den Prozeß machen, weil er schwerste Menschenrechtsverletzungen der USA offengelegt hat.

Mahnwache von Veterans For Peace, einer der Bradley Manning unterstützenden Organisationen, vor dem Weißen Haus

Als Mittel sollen verschiedene IT-Delikte, Verstöße gegen Militärvorschriften sowie als schwerstes Geschütz ein Verstoß gegen den “Espionage Act” dienen. Dieser sollte ursprünglich im ersten Weltkrieg eine Schwächung der US-Truppen verhindern — seine Anwendbarkeit in Friedenszeiten ist stark umstritten. Auch gegen Ellsberg und Russo im Falle der Watergate-Skandals hatte man versucht, den “Espionage Act” anzuwenden und in erster Instanz auch Recht bekommen. Erst der Oberste Gerichtshof hob diese Entscheidung auf.
Als Mitglied des Militärs ist Mannings Position vermutlich schlechter. Schlimmstenfalls droht ihm als “Unterstützer des Feindes” die Todesstrafe. Angeblich habe aber die Anklage signalisiert, eine lebenslange Haftstrafe fordern zu wollen.
Schon die übrigen Punkte reichten laut Anklage für eine 52jährige Haftstrafe.

Die nun ab dem 16. Dezember angesetzte überwiegend öffentliche, etwa fünf Tage dauernde Anhörung soll laut Mannings Verteidiger als erster Schritt in Richtung eines Prozesses Stärken und Schwächen der Vorwürfe der Regierung prüfen und der Verteidigung Gelegenheit bieten, den Fall auszuloten. Dafür kann sie eigene Zeugen aufrufen und die der Regierung ins Kreuzverhör nehmen.

Unterstützer Mannings haben für den 16. Dezember eine Mahnwache und für den 17. Dezember, Mannings 24. Geburtstag, eine Demonstration angekündigt.

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Bildstrecke: In der Vorhölle – Arbeiter am AKW Fukushima

… Hiroyuki Watanabe, ein Mitglied des Stadtrats von Iwaki, einer Kleinstadt an der Sperrzone, hat einige der Arbeiter befragt. Er sagt, viele wurden von Zeitarbeitsfirmen geschickt, die ihnen weder Arbeitslosen- noch Krankenversicherung bezahlen. Das sei illegal. …
Laut Watanabe sind Arbeiter völlig auf sich gestellt, sobald sie die maximal zulässige Strahlendosis abbekommen haben und nicht mehr in die Anlage dürfen. Sie bekämen anschließend keinerlei Unterstützung – weder von Tepco noch von der Regierung. …

Die ZEIT Japan: In der Vorhölle zum AKW Fukushima

Ein Fußballtrainingscamp ist seit dem GAU in Japan Unterkunft Tausender Arbeiter, die versuchen, die Reaktorruinen zu sichern. Fotos zeigen ihren Alltag in J-Village.

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“Ijon Tichy: Raumpilot” – fünfte und sechste Folge der zweiten Staffel der Kultserie HEUTE auf ZDFneo

"Ijon Tichy - Raumpilot", zweite Staffel

ZDF­neo verstrahlt heute nächste zwei Verfolgigungen der zweiten Staffelung von Kul­tig­keit nach Sta­nisław Lem Stern­ta­ge­buch.

  21.00 Uhr „Sepulken verboten“
  21.25 Uhr „Das Erinnerungsstück“

Nach den bisherigen Folgen bin ich doch recht skeptisch. Offensichtlich haben das Mehr an Budget und an Sendezeit dem Ganzen nicht gut getan.

Mal wieder ein Beispiel, daß mehr nicht immer besser ist?

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Kultserie “Ijon Tichy: Raumpilot” – dritte und vierte Folge der zweiten Staffel GLEICH auf ZDFneo

Gleich die nächsten zwei Vertei­lun­gen der Fort­set­zi­gung von Kul­tig­keit nach Sta­nisław Lem Stern­ta­ge­bü­cher. Auf ZDF­neo.

  • Freitag, 11. November 2011, 21.05 Uhr „Schön schaumig“
  • Freitag, 11. November 2011, 21.30 Uhr „Biste-Fix Zeitblasen“

Bin mal gespannt, speziell „Shøpping“ von letzter Woche war eher blöde.

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