Sonntag, 28. Juni 2009
Anders als in den Vorjahren scheint es die Gehaltsumfrage der c’t dieses Jahr nicht kostenlos online zu geben, sondern die 5 ½ Seiten müssen als PDF für 0,90 € gekauft werden.
Ich vermute, daß das mit den zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei den Holzmedien zusammenhängt; ín Medienunternehmen und Verlagen sind die Gehälter schwach gesunken (0,2%).
Generell sind die Gehälter um 4,3% im vergangenen Jahr gestiegen, der Durchschnitt liegt bei 51.100 €. Die Gehaltssteigerungen sind dabei nach Berufserfahrung unterschiedlich verteilt, mit mehr als 7% Zuwachs führt die älteste Altersgruppe ab 41 Jahren, die etwa ein Fünftel der Befragten stellt. Der Altersdurchschnitt liegt bei knapp 34 Jahren – die zugehörige Altersgruppe der 31-35jährigen hat den geringsten Gehaltszuwachs von knapp 1%.
Es gibt unter den knapp 4500 Umfrageteilnehmer etwa 2% Frauen – diese verdienen im Schnitt fast 12 Prozent weniger als Männer (in anderen Branchen noch deutlich weniger).
Wahrscheinlich angesichts der schwierigen Zeiten ist die Wochenarbeitszeit leicht gestiegen: 55,8 % arbeiten 45 Wochenstunden (Vorjahr 54,4%); in Geschäftsführung, Beratung und Marketing wird deutlich mehr gearbeitet.
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Sonntag, 10. Mai 2009
Der Anteil von Beschäftigten, die über Schlafstörungen klagen, nimmt mit der Dauer der geleisteten Arbeitszeit zu. Ingesamt steigt das Risiko gesundheitlicher Beeinträchtigungen bei langen Arbeitszeiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Bei der Auswertung vier unabhängiger Befragungen ließ sich ein direkter Zusammenhang zwischen der Dauer der geleisteten Arbeitsstunden und dem Auftreten gesundheitlicher Beschwerden wie Schlafstörungen, Rückenschmerzen und Herzbeschwerden nachweisen. Faktoren wie Schichtarbeit, variable Arbeitszeiten und Arbeitsschwere wirken sich verstärkend aus.
Wer lange arbeitet, schläft schlechter
Die Arbeitszeiten in Deutschland werden immer flexibler. Darüber hinaus verzeichnete das Statistische Bundesamt 2007 einen Höchststand der Anteile für Schicht-, Abend- und Nachtarbeit sowie die für die Arbeit an Wochenenden und Feiertagen seit Beginn der Erhebungen. Seit längerem vermuten Arbeitswissenschaftler einen Zusammenhang zwischen langen Arbeitszeiten und gesundheitlichen Beschwerden. Die BAuA führte deshalb eine systematische Untersuchung durch, die sich auf eine große Stichprobe stützt. Dabei bildeten die dritte und vierte europäische Umfrage über die Arbeitsbedingungen (2000 und 2005), die Befragung “Was ist gute Arbeit?” (2004) und die BIBB/BAuA-Erwerbstätigenbefragung (2006) die Datenbasis. Damit flossen die Daten von insgesamt über 50.000 Befragten in die Untersuchung ein.
In Deutschland wird dies besonders deutlich. Hier klagt nur jeder zehnte Befragte in Teilzeit (weniger als 19 Wochenarbeitsstunden) über Schlafstörungen, bei Beschäftigten in Vollzeit (zwischen 35 und 44 Wochenarbeitsstunden) ist es bereits jeder Fünfte. Im Bereich der Beschäftigten mit deutlich überlangen Arbeitszeiten von mehr als 60 Stunden pro Woche leidet nach eigenen Angaben sogar etwa jeder vierte unter Schlafbeschwerden. Faktoren wie Schichtarbeit, variable Arbeitszeiten, Arbeit an Wochenenden oder schlechte Planbarkeit der Arbeitszeit wirken sich verstärkend auf gesundheitliche Beeinträchtigungen aus.
Damit steht gesichert fest, daß längere Arbeitszeiten das Risiko gesundheitlicher Beeinträchtigung erhöhen. Die negativen Auswirkungen langer täglicher und wöchentlicher Arbeitszeiten auf das Unfallrisiko sind bereits seit einiger Zeit bekannt. In Diskussionen um Arbeitszeitverlängerungen sollte deshalb nicht nur auf die wirtschaftliche Komponente geschaut, sondern auch deren gesundheitlichen und sozialen Effekte berücksichtigt werden, so die Bundesanstalt.
Die Studie kann hier als PDF (6 Seiten, 563 KB) heruntergeladen werden.
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Sonntag, 8. Februar 2009

Bei der Ausschreibung offener Stellen gehört das Internet inzwischen zum Standard. 94 % aller Unternehmen in Deutschland suchen per Internet nach neuen Mitarbeitern. Das hat eine repräsentative Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM unter 809 Firmen aller Branchen ergeben. Besonders beliebt sind bei den Arbeitgebern Online-Jobbörsen wie Stepstone, Jobscout oder Monster, die von 59 % aller Unternehmen genutzt werden. Die Hälfte der Firmen publiziert Stellenanzeigen auf der eigenen Homepage. Ein Viertel annonciert in spezialisierten Online-Stellenbörsen für bestimmte Branchen oder Berufsgruppen. Immerhin ein Fünftel nutzt weitere Online-Dienste, darunter soziale Netzwerke wie Xing oder StudiVZ sowie regionale Internetdienste. „Das Internet ist für die Wirtschaft bei der Personalsuche unverzichtbar geworden“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Jobsuchende sollten in unterschiedlichen Medien recherchieren und auf eine Online-Bewerbung vorbereitet sein. Viele Unternehmen ziehen heute eine Bewerbung per Internet einer Bewerbung auf dem Postweg vor.“
Die Stellenmärkte in den klassischen Printmedien bleiben aber ein wichtiges Instrument zur Rekrutierung neuen Personals. So suchen 85 % der Firmen Mitarbeiter über Stellenanzeigen in Zeitungen oder Fachmagazinen. Zwei Drittel aller Firmen schalten in den Stellenmärkten von Tages- und Wochenzeitungen Anzeigen, um auf Vakanzen aufmerksam zu machen. Ein Viertel greift auf Fachmagazine zurück, 16 % auf sonstige Printmedien. „Auffällig ist, dass die Unternehmen ihre Stellenanzeigen in aller Regel in mehreren Online- oder Printmedien veröffentlichen “, sagte Scheer. 62 % nutzen drei Medien und weitere 20 % sogar vier unterschiedliche Medien, wenn sie Stellenanzeigen schalten.
Eine untergeordnete Rolle bei der Personalsuche spielen laut der BITKOM-Umfrage die Arbeitsagenturen. Nur 39 % der Unternehmen in Deutschland melden freie Stellen der Bundesagentur für Arbeit. In der IT-Branche, die überdurchschnittlich viele hoch qualifizierte Spezialisten nachfragt, melden sogar nur 28 % der Unternehmen offene Stellen an die Arbeitsagentur.
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Sonntag, 8. Februar 2009
Am allgemeinen Informatikermangel hat sich weiterhin nichts geändert, berichtet die c’t. Es gebe nicht nur zu wenige Absolventen, sondern auch zu wenige Studienanfänger. Das sei einer der Gründe, weswegen Informatiker auch in der derzeitig schwierigen konjunkturellen Lage keine großen Kündigungswellen fürchten müßten.
“Sie sind immer noch gesucht – auch wenn die Firmen etwas vorsichtiger sind in ihrer Einstellungspolitik”, so Sörge Drosten, Leiter des ITK-Bereichs bei Kienbaum. Die meisten Firmen seien etwas reservierter.
In dieselbe Kerbe schlägt der Marco Zingler, Vorsitzender der Fachgruppe Agenturen im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW): “Informatiker besitzen nach wie vor eine Schlüsselqualifikation der digitalen Wirtschaft, aber die ‘Party’ ist vorbei. Im Vergleich zu vielen anderen Berufen in der Dienstleistungsbranche haben IT-Spezialisten weiterhin gute Job-Aussichten.”
“Es wird ordentlich bezahlt – aber die verrückten Gehälter aus der New Economy gibt es nicht mehr”, sagt Maurice Shahd vom BITKOM-Verband. Im Gegensatz zu damals bemühten sich die Unternehmen auch, Spezialisten und Experten zu halten, zumal der Markt auf einigen Gebieten leergefegt sei.
“Es gibt noch immer einen hohen Sockel offener Stellen”, sagt Shahd. Und die Informationstechnologie ist inzwischen aus kaum einem Bereich des täglichen Lebens wegzudenken, auch wenn derzeit einige Projekt auf Eis liegen. “Es gibt weiterhin eine Vielzahl an IT-Projekten”, meint auch Marco Zingler. “Allerdings hat sich die Nachfrage aufgrund der Wirtschaftskrise auf ein gesundes Mittelmaß relativiert.”
Die Anforderungen hätten sich verschoben und die IT-Anbieter regieren darauf, erklärt BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Im Jahr 2009 stehen Technologien im Mittelpunkt, die schnell zu Kostensenkungen und Leistungssteigerungen bei den Anwendern führen.” Der BITKOM rechnet im Jahr 2009 mit einem Wachstum des IT-Marktes von 1,5 Prozent auf rund 67 Milliarden Euro.
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Sonntag, 8. Februar 2009
Die Stellenbörse Myjobnextdoor erlaubt die Stellensuche in der Umgebung. Nach bester Web-2.0-Manier werden die Stellenangebote in einer Google-Map angezeigt. Dadurch können auch in unmittelbarer Umgebung Jobs leicht gefunden werden.
Fokus sind derzeit aber ehrer einfache Tätigkeiten, wo die räumliche Nähe eine größere Rolle spielt. Im Bereich höherqualifizierter Positionen sieht es noch sehr dünn aus: IT-Jobs in München gibt es momentan gerade mal fünf.
Zum Vergleich: Stepstone listet über 1500.
Trotzdem finde ich das Konzept sehr interessant.
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Mittwoch, 4. Februar 2009
“Die Realität ist in Wirklichkeit ganz anders!”
Helmut Kohl
Wie jeder Projektmanager aus eigener Erfahrung weiß, kann man eine noch so realitäsnahe Planung machen, in Wirklichkeit ist es dann doch ganz anders.
Dies lehrt auch gerade wieder mein aktuelles Projekt, in dem ich einen großen bundesweiten Rollout durchführe.
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Sonntag, 1. Februar 2009
Nach Untersuchungen des Marktforschungsinstituts comScore hat die Zahl der Internetnutzer die Milliardengrenze überschritten. Das entspricht etwa 15 % der Weltbevölkerung, die auf 6,75 Milliarden geschätzt wird.
Anderen Quellen zufolge, etwa den Internet World Stats, liegt diese Zahl noch höher. Deren Statistik nach waren in der Mitte letzten Jahres bereits 1,464 Millarden Menschen im Internet zugange.
Laut comScore verfügt China mit 180 Millionen über die meisten Internetnutzer. Danach kommen die USA mit 163 Millionen, dann Japan. Deutschland liegt mit 37 Millionen Nutzern auf Rang vier, dicht gefolgt vor dem Vereinigten Königreich und Frankreich. Relativ schwach vertreten sind große Staaten wie Brasilien, Rußland und vor allem Indien, von dessen 1,15 Milliarden Einwohnern gerade mal 32 Millionen Anschluss ans Netz haben sollen.
Der größte Teil der Internetnutzer (41 %) lebt im asiatisch-pazifischen Raum. Europa folgt mit 28 %, Nordamerika mit 18 % auf Rang drei. Aus Lateinamerika stammen 7,4 % und aus Afrika und dem Mittleren Osten nur 4,8 %.
Die Dienste von Google werden von mehr als 77 % aller Internetnutzer besucht. Microsoft (64 %) und Yahoo (56 %) sind relativ deutlich abgeschlagen. Interessanterweise liegen die Wikipedia-Websites mit 27 % auf Rang vier, noch vor Ebay (24 %). Als erstes Social Network liegt Facebook auf Platz sieben mit 22 %.
Via golem.de.
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Sonntag, 18. Januar 2009
China verschärft die Zensur nach den Olympischen Spielen weiter. Nachdem — wie bereits von mir berichtet — westliche Websites, die während der Olympiade kurzfristig zugänglich waren, wieder zensiert werden, wurde nun auch eine liberale Blog-Plattform, bullog.cn, zusammen mit weiteren 90 Websites geschlossen.
Als Grund für die Schließung von bullog.cn wird die Charta 08 vermutet. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hatten
am 9. Dezember [...] zunächst 303 chinesische Journalisten, Schriftsteller und andere Intellektuelle diesen programmatischen Aufruf für Demokratie veröffentlicht. [...] Inzwischen haben mindestens fünf der Stars von bullog.cn die Charta unterzeichnet, darunter der Künstler Ai Weiwei. “Die meisten Chinesen haben über bullog.cn von der Charta erfahren”, sagt An Ti [Medienforscher und Blogger auf bullog].
Die Kommunistische Partei Chinas, deren Entmachtung in der Charta 08 offen gefordert wird, hat einen der Initiatoren des Pamphlets ins Gefängnis werfen lassen. Liu Xiaobo ist kurz nach der Veröffentlichung spurlos verschwunden. Rund 100 weitere Unterzeichner sind verhört worden.
Die Süddeutsche stuft diese Maßnahmen als relativ mild ein, gemessen an den “üblichen” chinesischen Standards.
Offenbar sieht sich China einerseits stark unter Druck und andererseits stark unter Beobachtung. Das Wirtschaftswachstum verlangsamt sich deutlich, die Finanzkrise hat es nicht verschont und die Arbeitslosigkeit nimmt zu. Soziale Unruhen werden daher erwartet. Außerdem stehen der zwanzigste Jahrestag des Massakers auf dem “Platz des Himmlischen Friedens” bevor, sowie das fünfzigste Jubiläum der Machtübernahme Chinas in Tibet und das sechzigste Jubiläum der Partei.
Daher ist offenbar ein diskreteres Vorgehen gefragt, schreibt die Süddeutsche weiter:
“Die kommunistische Führung Chinas hat längst nicht mehr das Ziel, alle Informationen zu 100 Prozent zu kontrollieren. Dieses Ziel hat sie schon lange aufgegeben. Sie wollen die öffentliche Meinung lediglich steuern, beeinflussen. Ihr Ziel ist der Erhalt der eigenen Macht”, sagt Rebecca MacKinnon, Professorin für Neue Medien an der Hongkong-Universität.
Ein ausgeklügeltes System von Zensur, Gegenpropaganda und technischen Filtern auf mehreren Ebenen ist das Resultat dieser strategischen Grundsatzentscheidung. Lokalregierungen in Chinas Provinzen bezahlen sogar Tausende von Studenten dafür, dass sie im Internet regierungsfreundliche Propaganda verbreiten. Als “wumaodang”, die Fünf-Mao-Partei, werden diese Schreiberlinge von den anderen Internetbenutzern belächelt, weil sie angeblich für jeden liebedienerischen Blog-Eintrag fünf Mao bekommen, also einen halben Yuan oder umgerechnet fünf Euro-Cent.
Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, hat die Chinesische Regierung gerade fünf Milliarden Euro für Propaganda bereitgestellt. Damit reagiere die Regierung auf ein Jahr, in dem ihre nationale Imagepflege die Planvorgaben weit verfehlt habe:
Eigentlich wollte China die Olympischen Spiele zur glanzvollen Selbstinszenierung nutzen. Doch das Sportfest wurde überschattet von kritischen Meldungen über die Krawalle in Tibet und die Fackellaufproteste, über Pekings Menschenrechtspolitik und seine Rolle im Darfur-Konflikt, über Chinas Umweltprobleme und den Milchpulverskandal.
Was aus westlicher Sicht als gebotene kritische Berichterstattung galt, sah die Pekinger Führung als antichinesische Verschwörung. Feindliche Mächte hätten Presseberichte benutzt, “um unsere Nation zu verteufeln und zu dämonisieren”, schrieb im November die Volkszeitung, das Leitmedium der Kommunistischen Partei, und kündigte an, die Regierung werde sich künftig verstärkt um die “internationale Vermittlung von Informationen und Ideen” bemühen, um Chinas “ideologische Sicherheit zu schützen, die Großartigkeit des chinesischen Volkes zu verdeutlichen und China zu einer echten Weltmacht zu machen”.
Auch wie dies geschehen soll, berichtet die FR:
Die Regierung will so weit wie möglich beeinflussen, welche Bilder international gesendet, welche Fakten berichtet und welche Meinungen zitiert werden. So soll Xinhua einen 24-stündigen Nachrichtensender einrichten. Auch das Staatsfernsehen CCTV, das international bereits in chinesischer, englischer, französischer und spanischer Sprache sendet, will sein Programm ausweiten und zusätzlich einen russischen und arabischen Kanal einrichten.
Gleichzeitig wird das englischsprachige Internet- und Printangebot ausgeweitet. Gleich mehrere Portale sollen Online-Nachrichten bereitstellen. Die als nationalistisch geltende Zeitung Huanqiu Shibao, ein Ableger der Volkszeitung, plant von Mai an eine englische Ausgabe, die eine Alternative zu anderen englischsprachigen Tagesmedien wie China Daily oder Shanghai Daily darstellen soll.
Auch Magazine wie China Newsweek sollen künftig international erscheinen und vertrieben werden.
Dabei seien die Vorbereitungen offenbar schon recht weit gediehen. Offizielle Presseorgane wie die Nachrichtenagentur Xinhua, der Fernsehsender CCTV und die Volkszeitung erarbeiteten derzeit zusammen mit internationalen Beratern Expansionskonzepte und rekrutierten bereits hunderte ausländische Journalisten. Mit Monatsgehältern von teilweise mehr als 3000 Euro — dem Zehnfachen chinesischer Löhne — wollten sie erfahrene Medienleute gewinnen, die Pekings staatlich sanktionierte Weltsicht für die globale Öffentlichkeit überzeugend aufbereiteten.
Via medienlese.com.
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Dienstag, 6. Januar 2009
Die Firma expeso hat die Ergebnisse des ersten Java-Trendbarometers veröffentlicht. Allerdings ist die Basis dieser Befragung noch ziemlich klein: Knapp über 70 deutsche Freiberufler haben sich beteiligt.
Sie soll zu einem frühen Zeitpunkt aktuelle Trends und Entwicklungen, damit auch wirtschaftliche Potenziale, aufzeigen und wird zukünftig halbjährlich durchgeführt.
Die erstaunlichsten Ergebnisse finden sich laut expeso in der Projektdurchführung (expeso nennt das fälschlich “Projektmanagement”). 58 % der Befragten meinen, der Anforderungsanalyse werde zu wenig Bedeutung zugemessen. Leider entspricht das auch meiner langjährigen Erfahrung: Die meisten größeren Projekte, die ich kenne, sind unterspezifiziert.
In jedem zweiten Projekt seien außerdem die vorhandenen Integrationsmechanismen nicht ausreichend. Für etwa zwei Drittel der Java-Experten werde der Dokumentation zu wenig Bedeutung zugemessen.
Expeso folgert daraus, daß in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Unternehmen auf eine gezielte externe Unterstützung durch erfahrene Java-Experten setzen sollten. Hier rechne sich der Einsatz auch betriebswirtschaftlich.
Neue Techniken brauchen laut der Studie sehr lange, bis sie sich durchsetzten. So seien auch heute noch viele ältere Versionen von Java und Java EE häufig in Projekten anzutreffen.
Das Thema “Open Source” spielt eine große Rolle: Für 95% der Entwickler sind solche Projekte wichtig, 85% bewerten die Qualität der eingesetzten Open-Source-Lösungen als hoch. Fast alle Entwickler nutzen Eclipse oder Eclipse-basierende IDEs als Entwicklungsumgebung.
Über ein Formular können die genauen Ergebnisse angefordert werden.
Update: Mittlerweile habe auch ich die Studie per Mail erhalten. Leider geht sie in keiner Weise auf die Methode der Erhebung ein. Hinweise über die dünne Basis der Erhebung fehlen ebenfalls und sind auch auf der expeso-Website nicht zu finden — ich habe sie aus dem Artikel auf heise.de, durch den ich auf die Studie aufmerksam wurde. Mehr als ein Stimmungsbild kann die Studie daher nicht sein.
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Donnerstag, 25. Dezember 2008

Rogier van der Weyden (1399 - 1464)
Columba-Altar, etwa 1455
Mittelteil des Triptychons, Holz, 139,5 x 152,9 cm
Erworben 1827 aus der Sammlung Boisserée
Zu sehen in der Alten Pinakothek, München (Klick auf Bild nach dem Link öffnet eine Großansicht), von dort stammt auch das gezeigte Bild. Gesamtansicht und Geschichte des Altars in der Wikipedia.
Mittwoch, 24. Dezember 2008
Ergebnisse der Studie „The Dark Side of Cyberspace – Inside the Sweatshops of China’s Computer Hardware Production“ vorgestellt
Die beiden Nichtregierungsorganisationen WEED (Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung – Berlin) und SACOM (Students and Scholars against Corporate Misbehaviour - Hongkong) haben diese Studie Mitte diesen Monats in Berlin vorgestellt. Sie zeichnet ein düsteres Bild der Arbeitsbedingungen in der chinesischen Elektronikindustrie.
Dabei ist diese die größte der Welt. Im Jahr 2007 wurden 150 Millionen Quadratmeter Leiterplatten in China hergestellt, dreißig Prozent der gesamten Weltproduktion.
Beide untersuchten Firmen, Excelsior Electronics und Compeq Technology, beliefern internationale Markenunternehmen. So stellt Excelsior beispielsweise Mainboards, Grafikkarten und Chipsets für Intel, AMD, Fujitsu Siemens, Apple und Sony her. Compeq Technology ist ein Hersteller von Leiterplatten für Dell, Lenovo, Motorola, Nokia, Apple und Fujitsu Siemens.
Diese Unternehmen sind mitverantwortlich für die Arbeitsbedingungen, unter denen ihre Komponenten produziert werden. Und diese sind wirklich extrem:
- Arbeiter erhalten bei Excelsior keine Kopie des Arbeitsvertrages ausgehändigt, wie gesetzlich vorgeschrieben.
- Die gesetzliche Krankenversicherung wird bei Excelsior nicht gezahlt.
- Die Löhne liegen z.T. erheblich unter den gesetzlichen Mindestlöhnen, insbesondere bei den Überstundenzuschlägen.
- Überstunden werden in extremem Ausmaß erzwungen (z.T. über 360 Arbeitsstunden im Monat, anstelle der erlaubten 210).
- Bei Compeq gibt es ein ausgetüfteltes System von 109 Regeln und Vorschriften, deren Verletzung mit Kündigung oder Geldstrafen geahndet wird, letztere um die Arbeiter so um ihren Lohn zu bringen. Die Strafen reichen von zwei Tageslöhnen bis über einen Wochenlohn.
- Ohne vernünftige Schutzmaßnahmen sind Arbeiter bei Compeq in der Produktion giftigen Chemikalien wie Kupfersulfat, Schwefel- und Salpetersäure sowie Lösungsmitteln ausgesetzt.
- Die Arbeiter werden in Schlafsälen mit bis zu vierzehn Personen eingepfercht. Die hygienischen Bedingungen lassen dort zu wünschen übrig, insbesondere auch in den Kantinen.
- In den Pausen müssen die Arbeiter in Zweierreihen auf dem Fabrikgelände marschieren.
- Generell ist die Ventilation unzureichend.
- Die Arbeiter sitzen bis zu 12 Stunden tief über die Tische gebeugt auf Hockern ohne Rückenstütze. Ensprechend klagen viele der Arbeiter über Rückenschmerzen, Augenprobleme und Streßsymptome, die Arbeiterinnen auch zusätzlich über Menstruationsbeschwerden.
Ein Sprecher von Weed, Florian Butollo, berichtet, daß der deutsche Hersteller Fujitsu Siemens, der einen „Green PC“ im Programm hat und offiziell auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit großen Wert legt, behauptet, regelmäßige Kontrollen durchzuführen, aber von Arbeitsrechtsverletzungen nichts gehört zu haben.
Alle betroffenen Auftraggeber erhielten im Vorfeld der Veröffentlichung die Möglichkeit, sich zu den in der Studie erhobenen Vorwürfen zu positionieren. „Das Verhalten der Markenunternehmen ist beschämend. In der Regel wurde versucht, die wirtschaftlichen Beziehungen zu den untersuchten Unternehmen zu verschleiern und die Probleme kleinzureden. Keines hat bislang konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Bedingungen angekündigt.“, so Sarah Bormann von Weed.
Weed geht davon aus, daß die geschilderten Arbeitsbedingungen keine Einzelfälle sind und daher auch nicht auf die genannten Unternehmen beschränkt sind.
Dies bedeutet wiederum, daß ein Großteil der oben genannten 30% aller Leiterplatten unter vergleichbaren Bedingungen hergestellt wird. Somit sind auch gerade wir als Konsumenten und Käufer von Computern gefragt. Nur wenn wir massiv Druck auf die Markenhersteller ausüben, die sich ihrer sozialen Verantwortung überwiegend nicht stellen, ändern sich die Bedingungen vor Ort.
Weed versucht, gezielt die öffentlichen Auftraggeber (öffentliche Einrichtungen, Behörden, Schulen und Universitäten) in die Pflicht zu nehmen, die etwa ein Fünftel aller PCs in Deutschland beschaffen.
Bei den restlichen vier Fünfteln sind wir alle gefragt.
Die Studie gibt es hier zum Download (PDF, 942 KB).
Via Telepolis und netzpolitik.org.
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Dienstag, 23. Dezember 2008
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| © BBC |
Nach einem Bericht der BBC wird in China wieder schärfer zensiert. Die chinesische Website der BBC, BBCChinese.com, die während der Olympiade zugänglich war, ist nun wieder gesperrt.
Außer der Seite der BBC sind auch Asiaweek, Reporter ohne Grenzen und einige Sites aus Hongkong und Taiwan gesperrt.
In einer Pressekonferenz weigerte sich der Sprecher des Außenministeriums, zu bestätigen, daß die chinesische Regierung hinter der Zensur steckt.
Quentin Sommerville von der BBC in Peking kommentiert:
China steht ein schwieriges Jahr 2009 bevor — es wird erwartet, daß die dramatische Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und zunehmende Arbeitslosigkeit sozialen Unruhen bringen werden.
Außerdem stehen der zwanzigste Jahrestag der brutalen Niederschlagung der Proteste auf dem “Platz des Himmlischen Friedens” bevor, sowie das fünfzigste Jubiläum der Machtübernahme Chinas in Tibet.
Zensur und interne Sicherheitsmaßnahmen werden im nächsten Jahr also wohl noch zunehmen.
Via golem.de.
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