Dienstag, 30. Mai 2006
Im Berufungsverfahren Apple vs. Blogger stellt das kalifornische Gericht fest, es gebe keinen signifikanten Unterschied zwischen Bloggern und Journalisten:
“We can see no sustainable basis to distinguish petitioners from the reporters, editors, and publishers who provide news to the public through traditional print and broadcast media. It is established without contradiction that they gather, select, and prepare, for purposes of publication to a mass audience, information about current events of interest and concern to that audience. [...] If their activities and social function differ at all from those of traditional print and broadcast journalists, the distinctions are minute, subtle, and constitutionally immaterial.”
Daher gälten auch dieselben Rechte auf Pressefreiheit und Informantenschutz.
Via Industrial Technology & Witchcraft.
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Freitag, 26. Mai 2006
In dem im Nachtrag von mir bereits genannten Artikel in der Financial Times stehen ein paar interessante Zahlen:
UPS Europe Business Monitor vom Dezember 2005: 57 Prozent der deutschen Topmanager kennen den Begriff nicht. 29 Prozent haben zwar davon gehört, lesen oder schreiben aber selber keine. Als Informationsquelle ziehen gerade mal acht Prozent einen Blog heran.
In den Unternehmen gibt es momentan zwei Lager, wie die Studie “Euroblog 2006″ zeigt: überzeugte Nutzer und Skeptiker. 587 PR-Fachleute aus 33 Ländern gaben Auskunft, ob und wie sie Blogs nutzen. zur Nutzung von Weblogs in Public Relations und Kommunikationsmanagement. Ein Drittel betreibt ein Weblog oder verfasst regelmäßig Beiträge.
Ein Viertel ignoriert Weblogs noch komplett. 42 Prozent der Befragten, die derzeit noch keinen Blog betreiben, wollen dies in den nächsten zwölf Monate nachholen. Ein Drittel plant dies eher nicht – weil die Vorteile nicht klar auf der Hand liegen, die Inhalte nicht kontrollierbar sind oder es an Personalkapazitäten mangelt.
Immerhin beobachtet laut Euroblog-Studie knapp ein Drittel der befragten PR-Experten Weblogs. Fast 20 Prozent planen, ein solches Monitoring im Unternehmen einzuführen.
Bei BlogKnowHow wird auf einen weiteren Artikel der Financial Times Deutschland verwiesen:
Im Artikel “Boomlaune bewegt die Top Ten” schreibt Financial Times Deutschland über das Ranking der meistgenannten Businessbegriffe. Nach dem Spitzenreiter “Turnaround” folgt bereits “Blog”. Die reale Häufigkeit von Corporate Weblogs hinkt dieser Platzierung aber noch weit hinterher.
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Freitag, 26. Mai 2006
Johnny Haeusler ist Betreiber von “Spreeblick”, einem der bekanntesten und am besten besuchten Weblogs in Deutschland, das für den Grimme Online Award 2006 nominiert ist.
Gefunden bei golem.de, leider in sechs Teilen. Bei der Netz(z)eitung gibt es das Ganze in drei Stücken (eins, zwei, drei) mit ein paar Bildern.
Donnerstag, 18. Mai 2006
Die PR-Firma Makovsky hat im Februar diesen Jahres unter 150 “Leading Executives” in “Fortune 1000 Companies” (in Wirklichkeit sind offensichtlich US-Firmen gemeint) zusammen mit Harris Interactive eine Telefonumfrage zu Business Weblogs durchgeführt.
Laut Makowsky stimme die Stichprobe theoretisch mit 95% Wahrscheinlichkeit auf ±8% mit der Wirklichkeit überein.
Im Folgenden sind mit “Weblogs” immer “Unternehmens/Business-Weblogs” gemeint. Die Grafiken sind der Makovsky-Website entnommen. Bis auf eine Beschreibung der Stichproben-Zusammensetzung besteht das Umfrage-PDF (s.u.) aus genau diesen Grafiken.
4% haben noch nie etwas von Blogs gehört, 15% haben davon gehört, ohne allzuviel verstanden zu haben, 51% haben eine vage Vorstellung davon, und 30% verstehen genau, was damit gemeint ist (Grafik).
Dabei lesen 40% Business-Blogs nie, 23% ein paarmal im Jahr und immerhin 21% wöchentlich (Grafik).
Interessanterweise ist die Zahl der Nie- und Gelegenheitsnutzer größer als die derer mit wenig oder vager Vorstellung von Blogs. Hmm.
Angesichts dieser Werte ist die Zustimmung zu den verschiedenen Definitionen von Weblogs interessant (s. Grafik): 83% halten es für Bürgerjournalismus, aber nur 76% meinen, daß dort “on a regular basis” publiziert wird; 53% haben die Bedeutung als “promotional online tool” erkannt. Ich erinnere nur an die o.g. 30% derjenigen mit einem genauen Verständnis von Weblogs.
77% verneinen, daß in ihrem Unternehmen ein Blog über das Unternehmen oder seine Aktivitäten geführt wird, 15% bejahen das (Grafik).
80% meinen, ihr Unternehmen sollte eine Policy zum Schreiben in Corporate Blogs haben, aber nur 47% haben auch wirklich eine (Grafik).
12% haben schon einmal rechtliche oder andere Schritte gegen Weblogs unternommen (Grafik), 20% betreiben Web Monitoring.
28% meinen, daß die Glaubwürdigkeit von Weblogs als Mittel, eine Marke aufzubauen und zu entwickeln, überhaupt nicht zugenommen hat. 45% sehen ein wenig, 19% moderat und nur 3% ein größeres Maß an Zunahme (Grafik).
18% meinen, daß die Glaubwürdigkeit von Weblogs als Mittel der Unternehmenskommunikation überhaupt nicht gewonnen hat, 44% sehen ein wenig, 27% moderat und nur 5% ein größeres Maß an Zunahme (Grafik).
40% meinen, daß die Glaubwürdigkeit von Weblogs als Mittel, um Verkäufe oder Kundenbeziehungen zu generieren, überhaupt nicht zugenommen hat. 31% sehen ein wenig, 22% moderat und keine signifikante Zahl ein größeres Maß an Zunahme (Grafik).
PDF-Download der Studie und der Presseerklärung dazu.
Aufgrund eines Berichts auf blogknowhow via ECIN recherchiert beim Blog von Makowsky.
Technorati Tags: Umfrage, Studie, State of Corporate Blogging, corporate blogging, business weblogs, blogging, Blogosphäre.
Nachtrag:
Es gibt einige wenige Artikel zum Thema aus deutscher Sicht. Robert Basic verweist in einem Beitrag “Firmen-Weblogs: Praktische Erfahrungen und Nutzen” auf einen Artikel in der Financial Times Deutschland über Firmenblogs, einen Beitrag im Blog Exciting Commerce über Shopblogger und zwei Interviews (Blogtalks) mit dem Betreiber des Frosta-Blogs hier und hier.
Nachtrag 26.05.:
PR-Blogger Klaus Eck hat die Studie am 23.05. ebenfalls kommentiert.
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Dienstag, 16. Mai 2006
Eigentlich müßte es ja die Rettung der Rettung des Mittagessens heißen. Aber auch das paßt nicht. Ich habe die Rettung des Mittagessens nämlich nur ein bißchen gerettet. Und ein bißchen gerettet geht auch nicht, entweder ganz oder gar nicht.
Was ist also passiert?
Es gibt dieses schöne Münchner Weblog von Sebastian Dickhaut, Autor vieler Kochbücher, von denen ich das eine oder andere auch besitze.
Das Weblog ist lesenswert, nicht nur wegen der kleinen, wenig aufwendigen Mittagessen-Rezepte, sondern auch der Lokalbeschreibungen und der alltäglichen Genüsse, die vielleicht manch anderem sehr schönen Münchner Foodblog ein wenig zu profan sind. Obwohl, die Mozartkugel-Verkostung dort läßt hoffen.
Er hatte einige Probleme mit seinem Weblog: Mails, die über das Kontaktformular versandt wurden, kamen nicht an und Trackbacks gingen nicht.
Ein paar kleinere Probleme wurden bei der Gelegenheit auch noch gelöst, unter Anderem kann man nun nach seinen Nachbarn gucken, die Seiten haben nun vernünftige Titel, Keywords und Beschreibungen und so weiter…
Ein verspätetes Mittagessen gabs auch, leider nicht Marke Eigenbau, sondern im l’Angolino.

Sehr gute Pasta, guter Wein.
Mal sehen, vielleicht ergibt sich ja das eine oder andere kleinere Weblog-Projekt daraus!
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Freitag, 12. Mai 2006
Harald Taglinger erklärt an einem anschaulichen, herrlich polemischen Beispiel auf Telepolis (“Die Web 2.0-Maschine“) was Web 2.0 ist und wie es funktioniert.
Wer seit zehn Jahren im Internet unterwegs ist und dort versucht, sein Geld zu verdienen, wird ein merkwürdiges Déja-vu-Erlebnis haben. Zuerst sprachen nur die Freaks von Mash-up, AJAX und der wisdom of masses, dann drehten genau die sich von einem neuen Phänomen ab, das das Buzzword “Web 2.0″ besitzt, und nun beißen sich die Business-Haie an dem Thema fest und fischen im trüben Wasser des nächsten Hypes.
Aber sie tun das mit einer Menge an Fragezeichen, was denn Web 2.0 sein und wie man daraus Geld machen könnte. Wir wollen diesen armen Seelen helfen, es ist eigentlich ganz einfach. Wir stellen uns Web 2.0 als eine Maschine vor.
Weitere (leider ernsthafte) Texte zum Thema:
Nachtrag:
In bewährt polemischer Manier hat Don Alphonso an der Blogbar im November einen Artikel dazu verfaßt.
Auch Robert Basic hat Einiges dazu geschrieben.
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Donnerstag, 11. Mai 2006
Ich sehe mir ja schon seit Jahren immer wieder ‘mal den Google Zeitgeist an. Dabei fand ich den Jahresrückblick immer besonders interessant.
Jetzt gibt es etwas Ähnliches bei Google zum Selbermachen:

Beispiel: Fußball WM 2006.
Somit wird z.B. auch ein Vergleich Merkel gegen “Papa Ratzi” möglich:
Das Ergebnis ist bei der Suche insbesondere international klar: Wer ist Frau Merkel?
Interessant ist hier auch, daß die Nachrichtenproduktion zu Frau Merkel größer ist, als die Suche. Beim Papst verhält es sich umgekehrt.
Eine sehr interessante Sache! Ich werde sie garantiert öfter nutzen!
Via Golem.
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Donnerstag, 11. Mai 2006
Es gibt für Blogger eine ganze Reihe von Psychotests. Manche sind eher witzig, manche versuchen etwas Ernstes auszusagen. Von letzteren gibt es sogar welche, die schön aussehen.
Update: Die Beispiele funktionieren nicht mehr, daher habe ich sie entfernt.
Das Problem dabei ist, daß das Testbildchen nicht nur beim Drübermausen Einiges über die Person aussagt, sondern auch ganz einfach in das komplette Testergebnis gewandelt werden kann. Aus der ursprünglichen URL wie http://personaldna.com/t?k=_CODE_&t=_Bezeichnung_
wird dann schnell und einfach http://www.personaldna.com/report.php?k=_CODE_, und schon ist das Testergebnis in voller Länge zugänglich. Dessen sollte sich jeder bewußt sein.
Im Übrigen enthält der vom Testveranstalter vorgegebene Code zum Nachschlagen des vollen Ergebnis’ eine Benutzernummer! Er lautet nämlich eigentlich http://www.personaldna.com/report.php?k=_CODE_&u=_USER_, ohne Parameter &u geht es aber auch.
Ich habe jetzt den Test ein paarmal gemacht, um die Streubreiten auszuprobieren. Je nach Geschmack bin ich dann advocating inventor oder free-wheeling inventor. Beides Ergebnisse, mit denen ich gut leben kann, und die — wie ich finde — sehr gut zu einem Unternehmensberater passen. Deswegen stehen sie hier. Mehr werden Sie aber über meine Testergebnisse nicht erfahren!
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Mittwoch, 10. Mai 2006
Thomas Knüwer kommentiert in seinem Blog “Indiskretion Ehrensache” einen Essay von Springer-Chef Matthias Döpfner über die Zukunft der Zeitung:
Döpfner hält die Macht der Sprache für den großen Unterschied zwischen Print und Online. Warum? Werden bei den Online-Angeboten Springers lange Texte deutlich seltener gelesen als kurze? Damit stünden Welt.de & Co allein da – die meisten Internet-Plattformen klassischer Medien stellen fest, daß auch lange Texte gelesen werden. Weblogs beweisen, daß selbst einfach schön geschriebene Artikel ohne Nachrichtenwert ihre Leser finden.
Da muß ich Herrn Knüwer beipflichten. Ein ein weiteres für Döpfner wichtiges Argument für die Existenzberechtigung von Zeitungen entgeht ihm allerdings:
Wenn jede Information für jedermann jederzeit überall verfügbar ist, dann wächst das Bedürfnis nach Orientierung, Auswahl oder dem, was den guten Zeitungsjournalisten ausmacht: Führung. [...] Auf Dauer will nicht jeder sein eigener Programmdirektor sein. [...] Leser wollen nicht ständig selbst entscheiden. Man will ja auch nicht immer selbst kochen, wenn man Hunger hat.
Dabei übersieht Döpfner drei Punkte:
- Gerade das jüngere, weniger zeitungsaffine Publikum ist es gewohnt, diejenigen Informationsschnipsel, die es interessieren, aus einem größeren Portfolio zusammenzustellen.
- Programmdirektor möchte zwar nicht jeder sein, aber die Fernbedienung für’s Zappen will jeder haben.
- Das was er Führung, Orientierung, Vorauswahl nennt, leisten viele Medien. Das ist keine spezifische Eigenschaft von Zeitungen.
Ebensowenig ist die erste These von Döpfner
Ich glaube, daß junge Menschen auch in Zukunft morgens eine Zeitung lesen, [...] wenn sie sich mit ihrer Lebenswirklichkeit, mit ihren Themen, mit ihren Problemen und Träumen beschäftigt; kurz: wenn die Neuigkeiten, Gedanken und die Sprache dieser Zeitung sie begeistern.
spezifisch an Zeitungen gebunden. Auch das gilt für viele Medien. Auch darauf geht Knüwer nicht ein.
Trotzdem stimme ich Knüwers Fazit zu:
Man möge mich nicht falsch verstehen: Auch ich glaube, dass Zeitungen eine Zukunft haben können. Eben wenn sie gospelig werden, um im Döpfner-Jargon zu bleiben. Nur sind es oft gerade die Verlagsmanager, die sie daran hindern, weil sie Angst haben vor schrägen Ideen, unkonventioneller Optik und journalistischer Unabhängigkeit.
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Freitag, 5. Mai 2006
Golem Newsticker schreibt:
Menschen vertrauen Medien, nicht der Politik oder Blogs
Die Medien genießen größeres Vertrauen als Regierungen, vor allem in Entwicklungsländern. Dabei liegen landesweite TV-Programme vor anderen Nachrichtenquellen. Weblogs belegen den letzten Platz in der Rangliste, die von der BBC, Reuters und dem Media Center in Auftrag gegeben und beim WeMedia Global Forum in London vorgestellt wurde. Die Mediennutzung in Deutschland fiel dabei im internationalen Vergleich aus dem Rahmen.
[...] Nutzer wurden auch danach gefragt, was ihre wichtigste Nachrichtenquelle ist. Deutschland ist das einzige Land, in dem mehr Befragte die Zeitung als wichtigste Quelle nannten als das Fernsehen (45 zu 30 Prozent).
[...] Was das Vertrauen in die verschiedenen Medienformen angeht, liegen die Angaben für die öffentlich-rechtlichen Radiosender, landesweite Fernsehprogramme und Zeitungen (landesweit und überregional) in Deutschland sehr dicht beieinander (83/81/80 Prozent). Blogs folgten abgeschlagen mit 38 Prozent, aber noch weit vor “Freunden und Familie”, die nur 25 Prozent der Befragten als vertrauenswürdige Nachrichtenquelle nannten.
[...] Allerdings ist Deutschland das einzige Land, in dem eine Mehrheit der Befragten (51 Prozent) nicht der Ansicht war, dass die Medien ausreichend über Themen berichten, die die Leser, Zuhörer und Zuschauer interessieren. Außerdem gaben 54 Prozent an, die Medien ließen nicht alle Seiten, die für eine Darstellung eine Rolle spielen, zu Wort kommen. Allerdings waren gleichzeitig 58 Prozent der Befragten der Meinung, daß die Medien korrekt berichten.
Wie Golem aber zu der Aussage “Blogs haben die Medienlandschaft vollständig verändert” (Untertitel des Artikels) kommt, gibt der Artikel nicht wirklich her. Ich vermute, sie beziehen sich auf die schiere Existenz der Blogs und die unerwartet hohe Nutzungs- und Vertrauensquote der Blogs.
Zwar bleiben kritische Aussagen nicht aus: “Es ist noch zu früh, um überhaupt etwas über Blogs zu sagen, denn viele Menschen haben bisher noch nicht einmal das Wort gehört” wird ein Podiumsteilnehmer zitiert. Wie hoch aber der Anteil der Konsumenten, die mit Weblogs etwas anfangen können, ist, bleibt offen, auch wie hoch dabei der Anteil der Blogschreiber unter den Bloglesern ist, und in welcher der beiden Gruppen das Vertrauen höher ist (ich vermute in letzterer).
Ein weiterer Podiumsteilnehmer
fügte an, daß es ohnehin wenig Sinn habe, von Weblogs in einem generellen Sinn zu sprechen, da es viele Millionen gebe. Er erwarte, dass es einen “Shakeout”, eine radikale Verringerung gibt. Die, denen Nutzer nicht trauen, würden nicht überleben.
Diese Aussage halte ich für zu extrem, insbesondere den letzten Satz. Die Überlebensfrage kann man meiner Meinung nach nicht so eng an das Vertrauen knüpfen. Unterhaltungswert und Charakter bestimmen auch entscheidend die Wertschätzung eines Blogs. Insbesondere spielt die Motivation des Bloggers eine Rolle und ist bei “Selbstverwirklichungsblogs” relativ unabhängig vom Vertrauen.
Wenn die Studie im Netz verfügbar ist, werde ich sie nachreichen.
Mobil gebloggt im Tambosi-Biergarten. So macht die Blognutzung Spaß!
Nachtrag: Noch ein Artikel und Quelle der Studie
Die Studie gibt es hier als Download-PDF. Der Telepolis-Artikel, aus dem ich diesen Link habe, wartet mit weiteren interessanten Details auf:
Während international 72 Prozent täglich die Nachrichten verfolgen würden, werden die Deutschen mit 80 Prozent, die sich täglich informieren, und 91 Prozent, die es bevorzugen, mehrere Quellen aufzusuchen, vom Bericht als “außergewöhnlich enthusiastische Nachrichtenkonsumenten” ausgezeichnet. Nur in Deutschland sprach sich eine leichte Mehrheit (51 %) dagegen aus, dass die Medienberichterstattung die Nachrichten abdeckt, die ihr wichtig ist.
[... International gilt: ...] Das Internet wurde von 9% als wichtigste News-Quelle angegeben. Nachrichten-Websites und Blogs liegen in der Vertrauensfrage auf den hintersten Plätzen. Während Online-Nachrichten für einen beträchtlichen Teil der Jungen zwischen 18 bis 24 Jahren erste Wahl sind, trifft dies nur für drei Prozent der Älteren zwischen 55 und 64 Jahren zu.
Das Vertrauen kann jedoch verloren gehen: Mehr als ein Viertel der Befragten haben aufgrund mangelnder Glaubwürdigkeit auf die weitere Nutzung einer News-Quelle verzichtet.
Nachtrag 2: Weiterführende Gedanken
Patrick Breitenbach entwickelt in “Blogdiplomatie” einige interessante Gedanken zu Blogs, u.a. daß die Spannbreite an Glaubwürdigkeit bei Weblogs sehr viel größer ist, als bei klassischen Medien.
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