Die PR-Firma Makovsky hat im Februar diesen Jahres unter 150 “Leading Executives” in “Fortune 1000 Companies” (in Wirklichkeit sind offensichtlich US-Firmen gemeint) zusammen mit Harris Interactive eine Telefonumfrage zu Business Weblogs durchgeführt.
Laut Makowsky stimme die Stichprobe theoretisch mit 95% Wahrscheinlichkeit auf ±8% mit der Wirklichkeit überein.
Im Folgenden sind mit “Weblogs” immer “Unternehmens/Business-Weblogs” gemeint. Die Grafiken sind der Makovsky-Website entnommen. Bis auf eine Beschreibung der Stichproben-Zusammensetzung besteht das Umfrage-PDF (s.u.) aus genau diesen Grafiken.
4% haben noch nie etwas von Blogs gehört, 15% haben davon gehört, ohne allzuviel verstanden zu haben, 51% haben eine vage Vorstellung davon, und 30% verstehen genau, was damit gemeint ist (Grafik).
Dabei lesen 40% Business-Blogs nie, 23% ein paarmal im Jahr und immerhin 21% wöchentlich (Grafik).
Interessanterweise ist die Zahl der Nie– und Gelegenheitsnutzer größer als die derer mit wenig oder vager Vorstellung von Blogs. Hmm.
Angesichts dieser Werte ist die Zustimmung zu den verschiedenen Definitionen von Weblogs interessant (s. Grafik): 83% halten es für Bürgerjournalismus, aber nur 76% meinen, daß dort “on a regular basis” publiziert wird; 53% haben die Bedeutung als “promotional online tool” erkannt. Ich erinnere nur an die o.g. 30% derjenigen mit einem genauen Verständnis von Weblogs.
77% verneinen, daß in ihrem Unternehmen ein Blog über das Unternehmen oder seine Aktivitäten geführt wird, 15% bejahen das (Grafik).
80% meinen, ihr Unternehmen sollte eine Policy zum Schreiben in Corporate Blogs haben, aber nur 47% haben auch wirklich eine (Grafik).
12% haben schon einmal rechtliche oder andere Schritte gegen Weblogs unternommen (Grafik), 20% betreiben Web Monitoring.
28% meinen, daß die Glaubwürdigkeit von Weblogs als Mittel, eine Marke aufzubauen und zu entwickeln, überhaupt nicht zugenommen hat. 45% sehen ein wenig, 19% moderat und nur 3% ein größeres Maß an Zunahme (Grafik).
18% meinen, daß die Glaubwürdigkeit von Weblogs als Mittel der Unternehmenskommunikation überhaupt nicht gewonnen hat, 44% sehen ein wenig, 27% moderat und nur 5% ein größeres Maß an Zunahme (Grafik).
40% meinen, daß die Glaubwürdigkeit von Weblogs als Mittel, um Verkäufe oder Kundenbeziehungen zu generieren, überhaupt nicht zugenommen hat. 31% sehen ein wenig, 22% moderat und keine signifikante Zahl ein größeres Maß an Zunahme (Grafik).
PDF-Download der Studie und der Presseerklärung dazu.
Aufgrund eines Berichts auf blogknowhow via ECIN recherchiert beim Blog von Makowsky.
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Nachtrag:
Es gibt einige wenige Artikel zum Thema aus deutscher Sicht. Robert Basic verweist in einem Beitrag “Firmen-Weblogs: Praktische Erfahrungen und Nutzen” auf einen Artikel in der Financial Times Deutschland über Firmenblogs, einen Beitrag im Blog Exciting Commerce über Shopblogger und zwei Interviews (Blogtalks) mit dem Betreiber des Frosta-Blogs hier und hier.
Nachtrag 26.05.:
PR-Blogger Klaus Eck hat die Studie am 23.05. ebenfalls kommentiert.
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