Web 2.0

Laut einem Arti­kel bei Tele­po­lis “wit­tern … gleich meh­rere Bran­chen … das große Geschäft”. Dabei wol­len Sie es sich beson­ders ein­fach machen: “Laß das doch die Com­mu­nity machen” — so der Titel des Arti­kel, der sich mit dem “Next 10 Years”-Kongress vor ein paar Wochen befaßt.

Das Paten­re­zept für “die ökono­misch for­cierte Web 2.0-Aufregung” (tele­po­lis) glaubt Andreas Wei­gand, frü­her Mana­ger bei Ama­zon, zu kennen:

“Ich ver­traue auf das ‘Aal-​​Prinzip’”, erklärte Wei­gand dem stau­nen­den Publi­kum: “Andere arbei­ten lassen.”

Put­zig.

Es herrscht also wie­der Goldgräberstimmung.

Die Macher […] über­le­gen fie­ber­haft, wie die mobile Gene­ra­tion zu fas­sen ist. Die Lösung: Der Nutz­wert der Inhalte im Inter­net muß den Grund­stein für redak­tio­nelle und anzei­gen­ge­trie­bene Erlös­mo­delle legen. Da paßt es, dass die Selbst­dar­stel­lungs­ge­sell­schaft auf­grund ein­fa­cher tech­ni­scher Tools neu im Netz ange­kom­men [ist]. Die Blogs sind siche­res Zei­chen einer Eman­zi­pa­tion der User, [die] nicht mehr nur pas­si­ver Rezi­pi­ent, son­dern auch Pro­du­zent sein [wol­len]. Ver­lage, Unter­neh­mer, Kon­zerne: Alle träu­men von einer Com­mu­nity, deren Mit­glie­der ihre Home­page mit spru­deln­den Ideen flu­tet. Sanfte Kri­tik würde sogar akzep­tiert wer­den, auch sie ist dann natür­lich Teil der “offe­nen Unter­neh­mens­kul­tur”. Egal, solange Blogs und Foren die emo­tio­nale Nähe verstärken.

Ste­phan Uhren­ba­cher, Grün­der von Qype, behaup­tet: “Die Ära der Mas­sen­me­dien wird von der Ära der per­sön­li­chen und par­ti­zi­pa­ti­ven Medien abgelöst.”

Bei Burda, Sprin­ger, Holtz­brinck und Ber­tels­mann hat man die sozio­lo­gi­schen Stu­dien zum ver­än­der­ten Gesell­schafts­bild gele­sen ­ und will nun rea­gie­ren. Denn Grup­pen defi­nie­ren sich heute weni­ger als frü­her über ihre soziale Her­kunft, son­dern mehr über gemein­same Inter­es­sen. Für Medien– und Wer­be­ma­cher sind daher die Daten der bis­lang pri­mär sozio­de­mo­gra­phi­schen erfaß­ten Ziel­grup­pen weni­ger rele­vant. Kun­den kön­nen heute durch ihr hin­ter­leg­tes Nut­zer­pro­fil viel direk­ter ange­spro­chen wer­den. Die auf Home­pages wer­ben­den Unter­neh­men kom­men so dicht wie nie an ihre Ziel­gruppe heran, das One-​​to-​​One-​​Marketing ist keine Fik­tion mehr. Und der Kon­su­ment macht sich frei­wil­lig gläsern.

Wie das im Falle von Burda aus­sieht, beschreibt fol­gen­der Arti­kel an der Blog­bar: “Retorten-​​Freundinnen”.

Schaun’ ‘mer ‘mal, wann der Hype so unter Druck steht, daß die Blase platzt…

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