Laut einer Pressemeldung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 20.9.2006 hat sich die Zahl der Leiharbeiter in den letzten 25 Jahren verzehnfacht. Für 2005 heißt das, es “wurden 738.000 neue Leiharbeitsverhältnisse geschlossen und 724.000 beendet”.
Die Befürchtung, dass Unternehmen systematisch reguläre Arbeitskräfte durch Leiharbeiter ersetzen, wird durch die IAB-Studie nicht bestätigt. Lange Arbeitsverhältnisse sind selten – und nur sie wären geeignet, reguläres Personal zu ersetzen.
Immer häufiger erhalten Arbeitslose – wenn auch meist nur für kurze Zeit – die Gelegenheit zu einer Erwerbstätigkeit in der Zeitarbeitsbranche. Nur ein Teil fällt im Anschluss in die Arbeitslosigkeit zurück.
Dennoch zieht die IAB-Studie eine zwiespältige Bilanz der wiederholten Flexibilisierung des Arbeitnehmerüberlassungsrechts in den vergangenen Jahren: Das dadurch erzielte Beschäftigungswachstum in der Zeitarbeitsbranche sei mit einer Verkürzung der Beschäftigungsdauer einhergegangen. „Der Beschäftigungsgewinn ist anscheinend nur um den Preis einer geringeren Beschäftigungsstabilität zu haben“, lautet das Fazit der Nürnberger Arbeitsmarktforscher.
Die IAB-Studie kann unter http://doku.iab.de/kurzber/2006/kb1406.pdf abgerufen werden.






