Freitag, 22. September 2006

Zeitarbeit boomt — zwiespältige Bilanz

Laut einer Pressemeldung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 20.9.2006 hat sich die Zahl der Leiharbeiter in den letzten 25 Jahren verzehnfacht. Für 2005 heißt das, es “wurden 738.000 neue Leiharbeitsverhältnisse geschlossen und 724.000 beendet”.

Die Befürchtung, dass Unternehmen systematisch reguläre Arbeitskräfte durch Leiharbeiter ersetzen, wird durch die IAB-Studie nicht bestätigt. Lange Arbeitsverhältnisse sind selten – und nur sie wären geeignet, reguläres Personal zu ersetzen.

Immer häufiger erhalten Arbeitslose – wenn auch meist nur für kurze Zeit – die Gelegenheit zu einer Erwerbstätigkeit in der Zeitarbeitsbranche. Nur ein Teil fällt im Anschluss in die Arbeitslosigkeit zurück.

Dennoch zieht die IAB-Studie eine zwiespältige Bilanz der wiederholten Flexibilisierung des Arbeitnehmerüberlassungsrechts in den vergangenen Jahren: Das dadurch erzielte Beschäftigungswachstum in der Zeitarbeitsbranche sei mit einer Verkürzung der Beschäftigungsdauer einhergegangen. „Der Beschäftigungsgewinn ist anscheinend nur um den Preis einer geringeren Beschäftigungsstabilität zu haben“, lautet das Fazit der Nürnberger Arbeitsmarktforscher.

Die IAB-Studie kann unter http://doku.iab.de/kurzber/2006/kb1406.pdf abgerufen werden.

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Dienstag, 12. September 2006

Google nutzt das AAL-Prinzip

AAL-Prinzip? AAL-Prinzip! Es steht für “Andere arbeiten lassen“.

In einem “Spiel” sollen Google-Nutzer Bilder aus der Google-Bildersuche mit Schlüsselbegriffen versehen (im Web-2.0-Jargon “taggen”). Als großzügige “Entlohnung” gibt es Punkte.

Der Zweck des Ganzen: die Benutzer einspannen, um die Qualität des Bildindex’ zu verbessern.

Via heise.de und golem.

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Montag, 11. September 2006

Die Mehrheit der Deutschen arbeitet am Computer

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) weist darauf hin, daß in Deutschland laut Europäischer Statistikbehörde Eurostat im Jahre 2005 erstmals mehr als die Hälfte der arbeitenden Personen einen Computer benutzt hat. Mit 57% liegt Deutschland sogar deutlich über dem EU-Durchschnitt von 49%. 2004 waren es noch 47% (2003: 44%).
Zugleich ist die Anzahl der Beschäftigten mit Internet-Zugang auf der Arbeit von 29% (in 2003 und 2004) auf 40% gestiegen. Im EU-Durchschnitt sind es nur 35%.

Die Studie beschränkt sich allerdings auf Unternehmen mit mindestens 10 Mitarbeitern und nimmt den Banksektor aus.

Gefunden aufgrund einer Pressemeldung im heise-Newsticker.

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