Online-​​Ruf wichtig bei Bewerbungen

Der Bun­des­ver­band Deut­scher Unter­neh­mens­be­ra­ter BDU e.V. warnt in einer Pres­se­mel­dung vom 20.11.2006 vor allzu locke­rer Selbst­dar­stel­lung im Inter­net. Bewer­ber müss­ten davon aus­ge­hen, dass man sich über sie im Inter­net informiert.

© Clau­dia Hautumm /​ Pixelio

Zwar emp­fiehlt der BDU-​​Vizepräsident und Per­so­nal­be­ra­ter Dr. Joa­chim Staude davor, sich im Aus­wahl­pro­zess nicht zu stark auf die Ergeb­nisse der Inter­net­re­cher­che zu stüt­zen, den­noch fin­det diese Recher­che offen­sicht­lich statt.

Eine Umfrage von BDU und Wirt­schafts­wo­che unter über 300 Ent­schei­dungs­trä­gern aus Per­so­nal­be­ra­tungs­ge­sell­schaf­ten ergab:

[…] 28% der Per­so­n­al­ex­per­ten nut­zen bereits heute das Inter­net, um an Infor­ma­tio­nen zur fach­li­chen und per­sön­li­chen Eig­nung oder zu Refe­ren­zen und Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten von Kan­di­da­ten zu gelan­gen. Im schlimms­ten Fall mit nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen auf die Job­su­che: 26 Pro­zent der Per­so­nal­be­ra­ter äußer­ten, daß sie Kan­di­da­ten bis­lang schon – wenn auch sel­ten – nach den Internet-​​Suchergebnissen im wei­te­ren Aus­wahl­pro­zeß nicht mehr berück­sich­tigt hät­ten. Knapp jeder Zehnte gab an, daß die Häu­fig­keit zunehme.

[…] Knapp 70% der befrag­ten Per­so­nal­pro­fis hat­ten in der Befra­gung ange­ge­ben, daß sie das welt­weite Daten­netz in den ver­gan­ge­nen Jah­ren häu­fi­ger zur Über­prü­fung ein­ge­setzt haben.

Staude rät daher den Kan­di­da­ten zum gut über­leg­ten Umgang mit ihren per­sön­li­chen Daten: “Jeder sollte sich ins­be­son­dere gut über­le­gen, ob per­sön­li­che Ansich­ten oder alle Infor­ma­tio­nen zur Per­son immer ins Netz gehören.”

Über die aktu­elle iX 2/​2007, S. 23 gefunden.

Im Blog F!XMBR wird anschau­lich vor­ge­führt, was man­che Pro­file ver­ra­ten: Der Autor greift will­kür­lich acht Pro­file aus der Internet-​​Community Stu­diVZ her­aus, über die zur Zeit sehr viel berich­tet wird. Stu­diVZ gilt als Studenten-​​Party– und –Feier-​​Community, wurde gerade für sehr viel Geld ver­kauft und ist wegen des laschen Daten­schut­zes, Stalking-​​Vorwürfen und des Geba­rens eines ihrer Grün­der arg ins Gerede gekom­me­nen.

Ergeb­nis: zwei der acht her­aus­ge­grif­fe­nen Pro­file sind ein­wand­frei, sechs könn­ten bei kon­ser­va­ti­ven Per­so­na­lern Anstoß erre­gen, denn zum Teil sind sie sehr entlarvend.

Über die Blog­bar gefun­den.

[Update: Anläß­lich der Ver­öf­fent­li­chung in der Rea­ders Edi­tion am 19.01.2007 wurde die­ser Arti­kel überarbeitet.]

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Ein Trackback

  • Von Allerlei - Emmerich Consulting am 2008-10-03 um 19:41 Uhr veröffentlicht

    Social-​​Networking-​​Portale gefähr­den Privatsphäre…

    Am Fraunhofer-​​Institiut für die Sicher­heit in der Infor­ma­ti­ons­tech­nik ist eine Stu­die erschie­nen, die die wich­tigs­tem deut­schen Social-​​Networking-​​Plattformen in Bezug auf den Schutz der per­sön­li­chen Daten u…

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