Donnerstag, 26. April 2007
Im Rahmen einer Diplomarbeit im Fachgebiet Medien- wissenschaft am Institut für Medien und Kommunikationswissenschaft (IfMK) der TU Ilmenau wird eine Umfrage zur Mediennutzung von Weblogs durchgeführt.
Ein bißchen peinlich finde ich, daß sie viele Fragen nochmals aufwirft, die bereits in der Blogstudie 2007 (s. meinen Artikel dazu) der Universität Leipzig beantwortet wurden. Für fragwürdig halte ich es außerdem, daß Zwischenergebnisse (hier, hier und hier) bei noch laufender Erhebung veröffentlicht werden. Der Ansatz, auf Mundpropaganda in der Blogosphäre zu setzen, gefällt mir ebenfalls nicht, da halte ich die Strategie der Blogstudie für besser, die mit Unterstützung eines Suchmaschinenbetreibers entstand.
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Mittwoch, 25. April 2007
Nach einer “aktuellen Umfrage” von JobScout24 (leider undatiert, die Umfrage wird in einem Newsletter vom 24.04.2007 erstmals genannt; das Bild stammt von dort) unter 1871 der eigenen Benutzer nutzen Stellensuchende mehrheitlich primär das Internet für die Stellensuche.
Auch Personaler schalten Stellenangebote bevorzugt online.
Demnach stellen 40% Prozent der Unternehmen zu besetzende Stellen auf die firmeneigene Website und 36% Prozent auf Online-Jobbörsen. Nur 8% geben an, vorrangig auf die Bundesagentur für Arbeit zu setzen und 4% wenden sich an private Personalvermittler.
Wie JobScout24 zum Ergebnis kommt “Eine Stellenausschreibung im Internet ist unkompliziert und kostengünstig” und ob dies wirklich die Motivation der Unternehmen ist, bleibt offen. Insgesamt klingt der Artikel doch stark nach Marketing.
Wichtige Fragen bleiben offen bzw. im Vagen:
Es bleibt unklar, wieviele Unternehmen auch die BAA einschalten, das wäre die viel interessantere Zahl.
Zudem vermute ich, daß die genannten 4% private Personalvermittlung diejenigen sind, die sich primär auf diesen Weg beziehen, so wie bei den anderen Angaben auch. Ansonsten wäre diese Zahl viel zu niedrig — vergleiche dazu auch den Artikel “Mangelndes Selbstbewußtsein?” (von Unternehmen bei der Stellenausschreibung) von Svenja Hofert in ihrem Karriereblog.
Grundsätzlich scheint die Tendenz aber zu stimmen, siehe dazu auch meine Artikel
- Studie zu Jobsuche im Internet vom Juli 2006:
Im Rahmen einer Studie der Forschungsgruppe Wahlen Online zu den Internet-Strukturdaten in Deutschland im zweiten Quartal 2006 wurde auch die Arbeitssuche über das Internet untersucht. - Stellensuche per Internet am beliebtesten vom November 2006:
Nach der Studie „Bewerbungspraxis 2007“, die vom Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Frankfurt am Main und Bamberg in Zusammenarbeit mit dem Online-Stellenportal Monster Worldwide durchgeführt wird und an der haben sich über 11.000 Stellensuchende und Karriereinteressierte beteiligt haben, nimmt die Bedeutung der elektronischen Kanäle bei der Stellensuche und die Technikaffinität der Bewerber auch in diesem Jahr weiter zu. - Gute Job-Aussichten, aber Mangel an qualifizierten Bewerbern in 2007 vom Dezember 2006:
Monster präsentiert Ergebnisse der Arbeitgeberbefragung „Recruiting Trends 2007“ unter den deutschen Top-1.000-Unternehmen: Erstmals mehr als die Hälfte der Bewerbungen elektronisch.
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Sonntag, 1. April 2007

Unter dem Schlagwort “Want WiFi around? Just flush it down.” kündigt Google einen neuen Service an. Wie heise.de schreibt, ist es wohl “ein – wahrscheinlich nur heute buchbares – neues Angebot”.
Liebevoll gemacht, inklusive FAQ, bebilderter Installationsanleitung, Diskussionsgruppe TiSP Help Group und Presseerklärung.
Aus der Presseerklärung:
“Dark porcelain” project offers self-installed plumbing-based Internet access
MOUNTAIN VIEW, Calif., April 1, 2007 – Google Inc. (NASDAQ: GOOG) today announced the launch of Google TiSP (BETA)™, a free in-home wireless broadband service that delivers online connectivity via users’ plumbing systems. The Toilet Internet Service Provider (TiSP) project is a self-installed, ad-supported online service that will be offered entirely free to any consumer with a WiFi-capable PC and a toilet connected to a local municipal sewage system.
Laut FAQ ist für eine besonders schnelle Verbindung mit 32 MBit/s ein kostenpflichtiger Service namens “Royal Flush” für 25 US-Dollar/Monat notwendig. Die niedrigste Rate heißt “Trickle” (“Rinnsal”).
Die FAQ schließt mit den Worten “Why is TiSP in beta? — When things go wrong with TiSP, they go very, very wrong. Let’s leave it at that.”
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