Mittwoch, 25. April 2007

Jobsuche und -Angebot primär im Internet

Quelle: JobScout24Nach einer “aktuellen Umfrage” von JobScout24 (leider undatiert, die Umfrage wird in einem Newsletter vom 24.04.2007 erstmals genannt; das Bild stammt von dort) unter 1871 der eigenen Benutzer nutzen Stellensuchende mehrheitlich primär das Internet für die Stellensuche.

Auch Personaler schalten Stellenangebote bevorzugt online.

Demnach stellen 40% Prozent der Unternehmen zu besetzende Stellen auf die firmeneigene Website und 36% Prozent auf Online-Jobbörsen. Nur 8% geben an, vorrangig auf die Bundesagentur für Arbeit zu setzen und 4% wenden sich an private Personalvermittler.

Wie JobScout24 zum Ergebnis kommt “Eine Stellenausschreibung im Internet ist unkompliziert und kostengünstig” und ob dies wirklich die Motivation der Unternehmen ist, bleibt offen. Insgesamt klingt der Artikel doch stark nach Marketing.
Wichtige Fragen bleiben offen bzw. im Vagen:
Es bleibt unklar, wieviele Unternehmen auch die BAA einschalten, das wäre die viel interessantere Zahl.
Zudem vermute ich, daß die genannten 4% private Personalvermittlung diejenigen sind, die sich primär auf diesen Weg beziehen, so wie bei den anderen Angaben auch. Ansonsten wäre diese Zahl viel zu niedrig — vergleiche dazu auch den Artikel “Mangelndes Selbstbewußtsein?” (von Unternehmen bei der Stellenausschreibung) von Svenja Hofert in ihrem Karriereblog.

Grundsätzlich scheint die Tendenz aber zu stimmen, siehe dazu auch meine Artikel

  • Studie zu Jobsuche im Internet vom Juli 2006:
    Im Rahmen einer Studie der Forschungsgruppe Wahlen Online zu den Internet-Strukturdaten in Deutschland im zweiten Quartal 2006 wurde auch die Arbeitssuche über das Internet untersucht.
  • Stellensuche per Internet am beliebtesten vom November 2006:
    Nach der Studie „Bewerbungspraxis 2007“, die vom Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Frankfurt am Main und Bamberg in Zusammenarbeit mit dem Online-Stellenportal Monster Worldwide durchgeführt wird und an der haben sich über 11.000 Stellensuchende und Karriereinteressierte beteiligt haben, nimmt die Bedeutung der elektronischen Kanäle bei der Stellensuche und die Technikaffinität der Bewerber auch in diesem Jahr weiter zu.
  • Gute Job-Aussichten, aber Mangel an qualifizierten Bewerbern in 2007 vom Dezember 2006:
    Monster präsentiert Ergebnisse der Arbeitgeberbefragung „Recruiting Trends 2007“ unter den deutschen Top-1.000-Unternehmen: Erstmals mehr als die Hälfte der Bewerbungen elektronisch.
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