IDC: 50.000 neue Stellen und ¼ mehr Umsatz in den nächsten 3 Jahren

Das US-​​amerikanische Markt­for­schungs­un­ter­neh­men IDC erwar­tet in der deut­schen IT-​​Branche für die nächs­ten drei Jahre ein kräf­ti­ges Wachs­tum. Der Umsatz soll von 52 Mil­li­ar­den Euro ver­gan­ge­nes Jahr auf vor­aus­sicht­lich 65 Mil­li­ar­den Euro 2011 stei­gen, das sind 25%. Die Zahl der Stel­len soll von 554.000 auf über 600.000 wach­sen, ein Zuwachs von 9%.

Die Stu­die wurde von der Busi­ness Soft­ware Alli­ance (BSA) in Auf­trag gege­ben, einem inter­na­tio­na­len Inter­es­sen­ver­band von Software-​​Anbietern, der Lob­by­ar­beit gegen Raub­ko­pien betreibt.

IDC schätzt, dass 28% der in Deutsch­land ver­wen­de­ten Soft­ware unli­zen­ziert ist. Dafür wird der durch­schnitt­li­che Software-​​Bedarf für ver­kaufte Com­pu­ter geschätzt und mit der Anzahl der ver­kauf­ten Com­pu­ter und Soft­ware abgeglichen.

Die­ser hohe Pro­zent­satz schade den Dienst­leis­tern vor Ort, da für jeden inves­tier­ten Euro zusätz­li­che Aus­ga­ben von 1,25 Euro anfie­len – etwa durch Dienst­leis­tun­gen wie Instal­la­tion, Schu­lung oder War­tung. Wenn der Anteil unli­zen­zier­ten Soft­ware um 10% sin­ken würde, ent­stün­den mehr als 12.000 neue Stel­len, der Umsatz stiege um 4,4 Mil­li­ar­den Euro und die Steu­er­ein­nah­men um 1,3 Mil­li­ar­den Euro, heißt es in der Studie.

Via heise.de.

Meine Mei­nung dazu:

Zur Argu­men­ta­tion der BSA, Raub­ko­pien wür­den auch außer­halb der BSA Arbeits­plätze kosten:

  1. Die genann­ten Zusatz­auf­wände rund um die Soft­ware ent­ste­hen ja auch bei Raubkopien.
  2. Inwie­weit die Schät­zun­gen der IDC Eigen­ar­ten des deut­schen Mark­tes berück­sich­ti­gen, bleibt offen. In Deutsch­land wird über­durch­schnitt­lich viel Open Source ein­ge­setzt. Bei­spiels­weise wird bei wei­tem nicht jeder Com­pu­ter, der mit Win­dows vor­in­stal­liert aus­ge­lie­fert wird, auch wirk­lich unter Win­dows betrie­ben.
    Ob also die 28% Raub­ko­pien wirk­lich zuver­läs­sig sind, darf bezwei­felt werden.

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