Die Ergebnisse der jährlichen Gehaltsumfrage der c’t aus Heft 06/2008 stehen nun auch online zur Verfügung.
Das ist DIE Quelle im deutschprachigen Raum für Gehaltsangaben.
Die Ergebnisse der jährlichen Gehaltsumfrage der c’t aus Heft 06/2008 stehen nun auch online zur Verfügung.
Das ist DIE Quelle im deutschprachigen Raum für Gehaltsangaben.
Die von mir im Beitrag “Der Arbeitsmarkt für IT-Experten” genannten Dokumente der Arbeitsagentur sind nicht mehr verfügbar.
Allerdings gibt es ein Dokument unter dem Titel “Beruf, Bildung, Zukunft“, das sich mit dem Arbeitsmarkt 2007/2008 und Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für IT-Berufe befaßt (1,3 MB PDF, 84 Seiten).
“And now for something completely different” (Monty Python):
Seit Wochen schon lese ich mit zunehmender Begeisterung das Druckerey-Weblog von Martin Z. Schröder, Drucker in Berlin, das dieser unter dem schönen Leitsatz “Reden ist Silber, Schreiben ist Blei” führt.
Schröder wurde schon als Junge von der Faszination des Schriftsetzens gepackt und absolvierte sogar eine entsprechende Lehre. Nach einem längeren Exkurs in Digitalsatz und Journalismus ging er vor 19 Jahren zurück in den Buchdruck. Seit 14 Jahren betreibt er eine eigene Werkstatt. Außerdem unterrichtet er Studenten des Fachbereichs Design einer Fachhochschule im Bleisatz und schreibt in Tageszeitungen über Typographie.
Sein Weblog ist eine sehr interessante Sammlung von Texten über typographische Themen.
Meist sind diese aus dem Blickwinkel des Setzers geschrieben, der ja auch immer in einer jahrhundertealten Handwerkstradition steht.
Interessant sind sie, weil Schröder den Bogen oft weiter faßt und gut ausgewählte Quellen mit einbezieht.
Interessant für mich, weil auch ich schon als Kind von der “schwarzen Kunst” fasziniert war und sogar ein wenig mit dem Beruf des Schriftdesigners geliebäugelt habe, war doch der Vorläufer der HBK Saar direkt neben unserer Schule und konnte ich mir an den Tagen der offenen Tür einen kleinen Eindruck von deren Arbeit verschaffen.
In Schröders neuestem Beitrag geht es um Handschriften, ihre Entwicklung und ihre Überarbeitung.
Er schreibt über Florian Hardwig, der in seiner Arbeit über Dialekte der Handschriften untersucht hat, inwieweit in die der Grundschule erlernten Schreibweisen die Handschriften in den einzelnen Ländern und Regionen prägen (Weiteres Material: Artikel aus der PAGE 07/2007, 4.8 MB PDF, Bilder der Diplomarbeit, ein Vortrag Hardwigs, 3.5 MB PDF).
Besonders interessant finde ich — nicht nur weil S. dieses Jahr in die Schule kommt — die Versuche, die Schulschrift endlich mal schülergerecht zu überarbeiten. Da gibt es die Kritik von Gerrit Noordzij “Das Kind und die Schrift” (1,5 MB PDF) aber eben auch einen sehr gelungenen Gegenentwurf: Die schlüssige An- und Herleitung einer neuen Schulschrift des Schriftentwerfers Hans Eduard Meier (3,8 MB PDF), der mit seiner Schrift Syntax sehr bekannt wurde. Sein Buch ist alleine schon wegen des historischen Teils zur Entstehung unserer Schreibschrift lesenswert und führt auch Reaktionen aus der Praxis auf. Meier listet auch einige andere Schulschrift-Entwürfe auf, die parallel zu seinem entstanden sind.
Dem Artikel über Hardwig in der PAGE habe ich eine weitere Quelle (english) für eine Schulschrift entnommen: Dr. Rosemary Sassoon wollte ursprünglich eine Schrift zum Lesen lernen für Kinder entwickeln. Diese gleichte sie der Schreibschrift der Kinder so weit wie möglich an, um sie auch als Vorlage zum Schreiben lernen zu nutzen. Die Schrift Sassoon dient nun als Schreibmodell in Großbritannien und Teilen Skandinaviens.
heute-online.ch berichtet von einer Studie zweier US-Forscher:
Die Forscher wollten wissen, ob das Gedächtnis Daten eher durch mehrmaliges Einprägen oder durch wiederholten Abruf behält.
Die Deutlichkeit des Ergebnisses überraschte die Psychologen um Jeffrey Karpicke und Henry Roediger: Abfragen ist viel effektiver als ständiges Auswendiglernen! Selbst mehrmaliges Lernen der Vokabelliste bringt ohne Tests deutlich schlechtere Ergebnisse, als sich Vokabeln immer wieder abfragen zu lassen.
Demnach ist die effizienteste Lernmethode, das, was gelernt werden soll, immer wieder abzufragen. Erfolgreich Abgefragtes muß nicht wieder gelernt werden, sollte aber weiter abgefragt werden.
Das klingt doch sehr nach der altbekannten Lernkartei!

Gestorben am 05.03.2008 im Alter von 85 Jahren, keine 2 Monate nach seinem Geburtstag.
Ich trauere um ihn.
Nachrufe auf
Sein entscheidender Artikel von 1972: “Unsere Zivilisation steht heute am Anfang einer schweren geistigen Krise. […]”.
Eine Studie der Fachhochschule Koblenz hat auf 7 Berufsfeldern und 3 Zielgruppen je 600 Stellenanzeigen nach den geforderten Kompetenzen untersucht und verglichen.
Zielgruppen sind Führungskräfte, Professionals/Spezialisten und Sachbearbeiter.
Berufsfelder sind Einkauf/Logistik/Materialwirtschaft, IT/Telekommunikation, Vertrieb, Marketing/Produktmanagement, HR/Personal, Rechnungswesen/Controlling und Technik.
Aus dem Fazit der Studie:
- Die Ausschreibungen verteilten sich auf die unterschiedlichen Zielgruppen folgendermaßen: 46% der Stellenanzeigen wurden für die Spezialisten / Professionals ausgeschrieben, 33% für die
Sachbearbeiter und 21% für die Führungskräfte.- Durchschnittlich wurden je Stellenanzeige 8,7 Einzelkompetenzen gefordert.
- Die meisten Kompetenzforderungen wurden im Berufsfeld Marketing/Produktmanagement gestellt. Hier lag die durchschnittlich geforderte Kompetenzmenge je Stellenanzeige bei 14,5
Einzelkompetenzen.- Über alle Zielgruppen und Berufsfelder hinweg dominiert die Fachkompetenz mit 46% der Nennungen, gefolgt von den personalen Kompetenzen mit 26%, den Sozialkompetenzen mit 17% und den Methoden- und Querschnittskompetenzen mit nur 9% bzw. 2% aller Nennungen.
- Einen überdurchschnittlichen Anteil an Fachkompetenzen weist das Berufsfeld Technik mit 54% auf, während hingegen die Fachkompetenz mit 35% in den Berufsfeldern Marketing und Produktmanagement unterdurchschnittlich ausgeschrieben wurde.
- 66% (=26.492 Kompetenz-Nennungen) aller geforderten Kompetenzen in den Stellenanzeigen verteilen sich auf die TOP-20 Einzelkompetenzen.
- Im Berufsfeld „Technik“ machen die TOP-20 der Kompetenzforderungen fast 92% aller geforderten Einzelkompetenzen aus.
- Die exorbitant hohe Bedeutung der Fremdsprachenkenntnisse spiegelt sich nahezu bei jedem Berufsfeld (über alle Zielgruppen hinweg) wieder:
- Der Abschluss eines Studiums ist für Führungskräfte ist nahezu ein „Muß“.
Als Bewerber sollte man die zur Branche und Position passenden Kompetenzen, die ein pozenzieller Arbeitgeber erwartet, kennen.
Darüberhinaus finde ich auch die Unterschiede in den verschiedenen Berufsfeldern interessant.
Die Studie (Umfang 59 Seiten, 21 Abbildungen, 700 KB PDF) kann hier nach Angabe von Namen und E-Mail-Adressen heruntergeladen werden.
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| ©Alexander Klau / Pixelio |
Die Computerwoche hat eine Gehaltsumfrage durchgeführt und daraus eine Studie erstellt, auf die ich mich bereits im Artikel “Der Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte ist leer gefegt” bezogen habe.
Generell sieht die Gehaltsentwicklung im Moment sehr gut aus. Das Fazit der Studie: “Die aktuelle Nachfrage auf dem IT-Markt gibt für gute Leute Spielraum, an der Gehaltsschraube zu drehen.” Die Firmen seien im harten Wettbewerb auf überdurchschnittlich tüchtige Mitarbeiter angewiesen und auch bereit, diese besser als andere zu entlohnen. Allerdings sei gute Vorbereitung Pflicht.
Eine Zusammenfassung des Artikels:
“Kaum eine Berufsgruppe und Management-Ebene muß so fit und vielseitig sein wie die Projektleiter. Sie sind fachlich nahe am Tagesgeschäft, um mitzureden und die richtigen Entscheidungen zu treffen, müssen aber auch das Team wie ein guter Manager führen können und vor allem – aus Sicht der Unternehmensleitung ganz wichtig – gut rechnen und viel Erfahrung mitbringen, damit die Projekte nicht in Schieflage geraten, wie das nach wie vor noch immer in fast zwei Drittel der Fälle vorkommt.”
Zur Methodik der Studie:
“In die Datenbasis gingen in den letzten Wochen bis zum 15. Februar 2008 Informationen aus der Hightech-Branche ebenso ein wie die Auswertung der Führungskräfte-Einkommen aus Anwenderfirmen. In die Untersuchung wurden 19 486 Datensätze einbezogen, die zu 44,5 Prozent aus dem IT- und TK-Sektor und zu 55,5 Prozent aus dem Anwenderumfeld kommen. Die IT-Unternehmen unterteilt die Studie in die Branchen Telekommunikation, Halbleiterindustrie, Softwarehäuser und IT-Systemhäuser. Auf der Anwenderseite berücksichtigt die Studie vor allem Betriebe aus der Investitionsgüter- und Konsumgüterindustrie, Finanzdienstleister sowie Medien- und Dienstleistungsunternehmen. Ausgewertet wurden die Gehälter der IT-Manager vom Projektleiter bis zum Bereichsleiter sowie die der Vertriebsverantwortlichen.”
Der chinesische Menschenrechtler Hu Jia sitzt seit dem Jahreswechsel wegen “Anstiftung zur Subversion” im Gefängnis. Sein offener Brief “The Real China and the Olympics” wurde bereits September 2007 veröffentlicht, aber bisher nicht übersetzt. Bis dahin deckte er mit Videos vom Hausarrest, Blogeinträgen und Podcasts Menschenrechtsverletzungen und Mißstände auf. Es gilt unverändert, dass China noch immer eine Diktatur ist.
Die Situation wird aktuell vom britischen Guardian dargestellt und die Übersetzung veröffentlicht:
When you come to the Olympic Games in Beijing, you will see skyscrapers, spacious streets, modern stadiums and enthusiastic people. You will see the truth, but not the whole truth, just as you see only the tip of an iceberg. You may not know that the flowers, smiles, harmony and prosperity are built on a base of grievances, tears, imprisonment, torture and blood.
We are going to tell you the truth about China. We believe that for anyone who wishes to avoid a disgraceful Olympics, knowing the truth is the first step.
Die Übersetzung ist bei Human Rights Watch nachzulesen, und für die blauäugigen Olympia-bringt-Glückseligkeit-Fraktion zu empfehlen.
“The longer Hu Jia is in detention, the worse China’s image will be,” said Sophie Richardson, Asia advocacy director at Human Rights Watch. “With fewer than six months to go before the Olympics, the Chinese government has everything to gain and nothing to lose by releasing him.”
Auch Anmesty International ist in diesem Fall mit einer Urgent Action bis zum 15. März aktiv und fordert “Gold für Menschenrechte”.
1:1 übernommen von netzpolitik.org, dort wird auf die China Digital Times verwiesen.
Jeder Euro, der zusätzlich in Weiterbildung investiert wird, erwirtschaftet 13 Euro für das Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Universität Linz im Auftrag der Arbeiterkammer durchgeführte Studie, die erstmals für Österreich untersucht, inwieweit sich Weiterbildung rentiert.
Ein Beispiel: Ein Unternehmen, das die jährlichen Ausgaben für Weiterbildung pro Mitarbeiter von 145 auf 290 Euro verdoppelte, erhöhte seine Produktivität um durchschnittlich 1.900 Euro pro Mitarbeiter. Im Folgejahr konnte noch eine Produktivitätssteigerung von 2% festgestellt werden.
Die Arbeiterkammer zieht folgende Schlüsse aus der Studie:
Betriebe, die mehr in Weiterbildung investieren, zahlen auch höhere Löhne und Gehälter. Allerdings geben sie die höheren Erträge nur in einem geringen Ausmaß an die Beschäftigten weiter. Von jedem Euro, der erwirtschaftet wird, weil sich die Beschäftigten weiterbilden, sehen diese nur 15 Cent.
Vor allem Beschäftigte in Klein- und Mittelbetrieben haben kaum Chancen auf Weiterbildung. Jeder fünfte Klein- und Mittelbetrieb bildet sogar keinen einzigen seiner Arbeitnehmer weiter. Nur knapp ein Drittel der Beschäftigten werden überhaupt in die Weiterbildung einbezogen.
Die Autoren werten sie so:
Auffällig ist, dass die Weiterbildung persönlicher Fähigkeiten (Soft Skills) stärker positiv mit der Firmenproduktivität korreliert als etwa Sprach-, Marketing- oder IT-Kurse. Ebenso zeigen Weiterbildungsmaßnahmen, die innerhalb des Unternehmens organisiert werden, einen größeren positiven Zusammenhang mit der Produktivität als Kurse von externen Anbietern.
Die Weiterbildungsmaßnahmen bringen nicht nur Vorteile für die Unternehmen, sondern auch für die ArbeitnehmerInnen: Firmen, die doppelt so viel in Weiterbildung investieren, zahlen um rund 14% höhere Löhne als vergleichbare Firmen, die das nicht tun.
Die Untersuchung basiert auf europäischen Statistiken von 1999 und 2005 und bezieht sich auf einen Querschnitt der österreichischen Wirtschaft mit Stundenlöhnen von Ø 21 ± 21,5€ und Weiterbildungskosten im Jahr Ø 193 ± 821,5€, die Dauer der Weiterbildung betrug Ø 5,5 ± 21 Tage im Jahr.
Offen bleibt, so die Autoren der Studie „ob die Produktivität durch die Weiterbildungen ansteigt oder ob produktivere Firmen mehr in ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen investieren“, also was wirklich Ursache und was Wirkung ist.
Quelle: Universität Linz / Arbeiterkammer Wien. Studie “Renditen betrieblicher Weiterbildung in Österreich”.
Die Studie ist hier downloadbar (0,3 MB PDF)
In der jüngsten Branchenumfrage des BITKOM-Verbandes (Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) meldeten rund 60% der deutschen IT-Unternehmen offene Stellen. Das entspreche etwa 18.000 unbesetzten Positionen bei diesen Unternehmen, berichtet das Magazin „Handelsblatt Junge Karriere“ in seiner aktuellen Ausgabe. Weitere rund 25.000 Stellen seien bei den IT-Anwendern frei, dort vor Allem in Handel, Banken und Versicherungen.
„Der Arbeitsmarkt ist leer gefegt“, klagt Bikom-Präsident Scheer im Magazin.
Vor allem Akademiker würden knapp. Drei von vier ausgeschriebenen Stellen in der IT-Branche erforderten einen fachlich relevanten Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. Doch ein Studium der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik könnten hierzulande gerade einmal zwei Promille der Beschäftigten aufweisen, berichtet das Magazin unter Berufung auf den OECD-Bildungsbericht.
Immer weniger Studenten würden sich für ein Infomatikstudium entscheiden: 2000 wären es in Deutschland rund 38.000 Studienanfänger gewesen, 2006 nur noch knapp 28.500, also ein Minus von 25 Prozent. Erwartet werde, dass künftig auch die Zahl der Absolventen falle – von 15.360 im Prüfungsjahr 2006 auf unter 14.000 in 2010.
Diese Vorhersage steht im Widerspruch zur bisherigen Entwicklung. Laut Statistischem Bundesamt haben 2006 15.400 Absolventen ihr Informatikstudium abgeschlossen, das ist ein Zuwachs von 13% gegenüber 2005 und 117% gegenüber 1997. Die erste Hälfte des vergangenen Jahrzehnts schwankten die Absoventenzahlen. Seit 2003 verzeichnet das Fach zweistellige jährliche Zuwachsraten - generell die höchsten im Fachgebiet Mathematik/Naturwissenschaften.
Nachdem 1997 der Frauenanteil bei Absolventinnen und Absolventen der Informatik 13% betragen hatte, ging er in den Jahren 2000 und 2002 auf 11% zurück und stieg seitdem nur in kleinen Schritten wieder an. 2006 lag er bei 17%, das ist immer noch deutlich weniger als im Vergleich zum Fachgebiet Mathematik/Naturwissenschaften mit 39% und zu den 50% über alle Studienfächer.
Die Zahl der sogenannten Bildungsausländer, die ihr Abitur o.ä. im Ausland erworben und dann erfolgreich ein Informatikstudium absolviert haben, hat sich in den vergangenen 10 Jahren auf 1.300 mehr als vervierfacht, ebenso die der Bildungsinländer (= Ausländer mit deutschem Abitur o.ä.) unter den Absolventen auf 500.
Diese Zahlen schlagen sich auch in der offiziellen Arbeitsmarktstatistik nieder, wie heise.de berichtet:

Es sind so wenige Informatiker arbeitslos, wie schon lange nicht mehr. Von über 50.000 im Januar 2006 ist die Arbeitslosigkeit auf unter 30.000 im Januar 2008 zurückgegangen. Interessante Randnotiz: Wie obenstehende Grafik zeigt, kennt die Bundesagentur für Arbeit weniger als 7.000 offene Stellen, das sind weniger als 16% der vom BITKOM gemeldeten — offensichtlich findet der Arbeitsmarkt nahezu vollständig außerhalb des Wirkungsbereiches der Agentur statt. Aus meiner persönlichen Erfahrung sowohl als Arbeitssuchender als auch als Jobvermittler wundert mich das nicht. Alleine die mit mindestens 163 Millionen Euro subventionierte Software „virtueller Arbeitsmarkt“ ist eine Katastrophe, geschweige denn das A2LL-Debakel.
Die Nachfrage wirkt bereits auf die Gehälter. „Junge Karriere“ hebt da besonders SAP- und IT-Berater hervor, sie verdienten als Berufsanfänger mit bis zu zwei Jahren Erfahrung zwischen 38.000 und 48.000 Euro im Jahr. Das Durchschnittsgehalt eines entsprechenden Software-Entwicklers liege dagegen zwischen 35.000 und 42.000 Euro; Fachleute für IT-Sicherheit (vermutlich ebenso Berufsanfänger) verdienten zwischen 35.500 und 43.000 Euro.
Die von mir bereits mehrfach empfohlene Seite Gehaltsliste IT und Medizin — Gehaltscheck und umfassende Gehaltsübersicht für Professionals der Personalberatung HiTec Consult bleibt mit den dort genannten Einstiegsgehältern übrigens darunter.
Die Computerwoche, die noch im Herbst von steigenden IT-Manager-Gehältern berichtet hatte, meldet nun 4% Gehaltsteigerung bei IT-Führungskräften. Auch in den nächsten Jahren könnten sie mit steigenden Gehältern rechnen.
Ein überdurchschnittliches Plus von 8% könnten die Projektleiter verbuchen, die im Vorjahr „zu kurz gekommen“ seien. Mit Personalverantwortung stiege ihr Gehalt von 81.200 auf 88.000 Euro, ohne diese von 60.000 auf 65.000 Euro.
Insgesamt geht die Computerzeitung wegen der Personalknappheit von weiter steigenden Gehältern aus. Gleichzeitig gestalteten Unternehmen die Entgelte ihrer IT-Führungskräfte immer variabler und differenzierter. Größere Gehaltsunterschiede würden zugelassen.