Eine Studie der Fachhochschule Koblenz hat auf 7 Berufsfeldern und 3 Zielgruppen je 600 Stellenanzeigen nach den geforderten Kompetenzen untersucht und verglichen.
Zielgruppen sind Führungskräfte, Professionals/Spezialisten und Sachbearbeiter.
Berufsfelder sind Einkauf/Logistik/Materialwirtschaft, IT/Telekommunikation, Vertrieb, Marketing/Produktmanagement, HR/Personal, Rechnungswesen/Controlling und Technik.
Aus dem Fazit der Studie:
- Die Ausschreibungen verteilten sich auf die unterschiedlichen Zielgruppen folgendermaßen: 46% der Stellenanzeigen wurden für die Spezialisten / Professionals ausgeschrieben, 33% für die
Sachbearbeiter und 21% für die Führungskräfte.- Durchschnittlich wurden je Stellenanzeige 8,7 Einzelkompetenzen gefordert.
- Die meisten Kompetenzforderungen wurden im Berufsfeld Marketing/Produktmanagement gestellt. Hier lag die durchschnittlich geforderte Kompetenzmenge je Stellenanzeige bei 14,5
Einzelkompetenzen.- Über alle Zielgruppen und Berufsfelder hinweg dominiert die Fachkompetenz mit 46% der Nennungen, gefolgt von den personalen Kompetenzen mit 26%, den Sozialkompetenzen mit 17% und den Methoden- und Querschnittskompetenzen mit nur 9% bzw. 2% aller Nennungen.
- Einen überdurchschnittlichen Anteil an Fachkompetenzen weist das Berufsfeld Technik mit 54% auf, während hingegen die Fachkompetenz mit 35% in den Berufsfeldern Marketing und Produktmanagement unterdurchschnittlich ausgeschrieben wurde.
- 66% (=26.492 Kompetenz-Nennungen) aller geforderten Kompetenzen in den Stellenanzeigen verteilen sich auf die TOP-20 Einzelkompetenzen.
- Im Berufsfeld „Technik“ machen die TOP-20 der Kompetenzforderungen fast 92% aller geforderten Einzelkompetenzen aus.
- Die exorbitant hohe Bedeutung der Fremdsprachenkenntnisse spiegelt sich nahezu bei jedem Berufsfeld (über alle Zielgruppen hinweg) wieder:
- Der Abschluss eines Studiums ist für Führungskräfte ist nahezu ein „Muß“.
Als Bewerber sollte man die zur Branche und Position passenden Kompetenzen, die ein pozenzieller Arbeitgeber erwartet, kennen.
Darüberhinaus finde ich auch die Unterschiede in den verschiedenen Berufsfeldern interessant.
Die Studie (Umfang 59 Seiten, 21 Abbildungen, 700 KB PDF) kann hier nach Angabe von Namen und E-Mail-Adressen heruntergeladen werden.