China: 3½ Jahre Haft für Bürgerrechtler Hu Jia

Wap­pen der Volks­re­pu­blik China (Wikipedia)

Der Bür­ger­recht­ler Hu Jia, aus des­sen offe­nen Brief “The Real China and the Olym­pics” ich neu­lich Aus­züge ver­öf­fent­licht habe, weil er seit Ende Dezem­ber 2007 in Haft ist, wurde am Don­ners­tag zu 3½ Jah­ren Haft verurteilt.

Die­sen Brief und ähnli­che Akti­vi­tä­ten wer­tet das Erste Mitt­lere Volks­ge­richt in Peking als des “Auf­ruf zur Unter­gra­bung der Staatsgewalt”.

Jia war Ende Dezem­ber fest­ge­nom­men wor­den und hatte zuvor zwei Jahre unter Haus­ar­rest gestan­den, weil er sich für Men­schen­rechte, Umwelt­schutz und HIV-​​Infizierte enga­giert hatte. Seine Ver­haf­tung war welt­weit von Poli­ti­kern und Men­schen­rechts­grup­pen kri­ti­siert worden.

Zuvor hatte sich sich Hu Jia bei einer Anhö­rung des Euro­pa­par­la­ments über die Men­schen­rechts­lage in China, über das Inter­net auch kri­tisch über die Olym­pi­schen Spiele in Peking geäußert.

Daher for­derte dann auch bei sei­ner Ver­haf­tung der deut­sche Prä­si­dent des Euro­pa­par­la­ments, Hans-​​Gert Pöt­te­ring (CDU), seine sofor­tige Freilassung.

Der Ver­dacht liegt nahe, daß außer Hu Jia auch andere Dis­si­den­ten vor den Olym­pi­schen Spie­len ein­ge­schüch­tert wer­den sol­len. Gerade hatte Amnesty Inter­na­tio­nal die Men­schen­rechts­si­tua­tion in China als “beschä­mend” kri­ti­siert. Ihr vor den Olym­pi­schen Spie­len gege­be­nes Ver­spre­chen, die Men­schen­rechte zu ver­bes­sern, habe die Regie­rung in Peking nicht ein­ge­hal­ten.
Das Inter­na­tio­nale Olym­pi­sche Komi­tee (IOC) will sich aus der Dis­kus­sion her­aus­hal­ten, mahnt aber eine Auf­he­bung aller Blo­cka­den im Inter­net in China an. Die rund 30.000 Jour­na­lis­ten sol­len so frei wie gewohnt arbei­ten könn­ten. Schließ­lich geht es um ein Milliardengeschäft.

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2 Kommentare

  1. SEO-Spammer
    Am 2011-06-22 um 15:04 Uhr veröffentlicht | Permalink

    Zum Glück sind die 3,5 Jahre bald um — China hat schon eine sehr frag­wür­dige Poli­tik, was ‘Mei­nun­gen’ ande­rer anbe­langt. Hof­fen­l­tich ändert sich das bald.

    • Am 2011-06-22 um 19:43 Uhr veröffentlicht | Permalink

      Ich wun­dere mich ja wirk­lich über die Dumm­heit und die Scham­lo­sig­keit man­cher SEO-​​Spammer.

      Sie kön­nen davon aus­ge­hen, daß ich jeden ein­zel­nen Kom­men­tar prüfe. Und wer mir so blöd kommt, wie oben der, der wird selbst­ver­ständ­lich sei­ner Spam­links beraubt.

      Also: Geben Sie sich Mühe, seien Sie nicht zu plump, tra­gen Sie inhalt­lich etwas bei — auch wenn all das einer unge­wohn­ten Anstren­gung bedarf, weil Sie es nicht gewohnt sind — dann stei­gen Ihre Chan­cen, daß Ihr Kom­men­tar erhal­ten bleibt.

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