Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien geht davon aus, daß in diesem Jahr die Zahl der Beschäftigten auf den Gebieten Informationstechnik und Telekommunikation trotz abflauender Konjunktur um weitere 3000 auf 829.000 wachsen wird.
Die konjunkturellen Turbulenzen seien auf dem deutschen Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte bislang nicht zu spüren. Weite Teile der Branche litten sogar weiterhin unter einem Mangel an gut ausgebildeten IT-Experten.
Im kommenden Jahr dagegen gebe es nur dann neue Arbeitsplätze, wenn die Finanzmarktkrise schnell bewältigt und das Bildungssystem auf Vordermann gebracht werde.
Softwarehäuser und IT-Dienstleister seien die Motoren in diesem Segment. Sie hätten seit dem Jahr 2001 allein rund 100.000 zusätzliche Stellen geschaffen. Insgesamt seien im vergangenen Jahr etwa 13.000 neue Stellen entstanden, deutlich mehr als die vom BITKOM erhofften 3.000 Stellen.
In diesem Jahr schaffe laut einer BITKOM-Umfrage gut die Hälfte der Unternehmen zusätzliche Arbeitsplätze. Ein Drittel werde die Zahl der Beschäftigten voraussichtlich stabil halten, und 16% müßten Stellen streichen.
Die Ursache dafür sieht der Verband im scharfen Preiswettbewerb einerseits und im tiefgreifenden Wandel weg von der klassischen Nachrichtentechnik hin zu weniger arbeitsintensiven Software-Lösungen andererseits.
Das führe zu der Situation, dass in dem einen Branchensegment Experten fehlen, während in einem anderen Bereich Arbeitsplätze abgebaut werden müssen.
Unter dem Strich sei die Job-Bilanz der Hightech-Branche 2008 im fünften Jahr in Folge positiv.
Dies wird von den offiziellen Arbeitslosenzahlen gestützt:

In der Septembermitteilung der Bundesagentur für Arbeit heißt es, die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen im IT-Bereich sei von 29.645 im August auf 28.087 im September leicht gefallen. Allerdings klammert diese Statistik Arbeitslose, die bei kommunalen oder sonstigen Trägern gemeldet sind, sowie u.a. auch Personen mit 1-Euro-Jobs und Teilnehmer von Qualifizierungs- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen aus.
Via golem.de.