E-Mail-Disclaimer wertlos

Die Projektbörse GULP hat den Artikel eines Rechtsanwaltes veröffentlicht, dem zufolge die bei vielen Firmen verbreiteten E-Mail-Disclaimer völlig wertlos sind.
Bereits vor ein paar Jahren hatte die Zeitschrift c’t einen entsprechenden Artikel veröffentlicht.

Leider zwingt auch mein derzeitiger Arbeitgeber jeder dienstlichen E-Mail einen derartigen Disclaimer auf.

Zitat aus dem Artikel (Hervorhebungen von mir):

Im Ergebnis zeigt sich, dass die Verwendung derartiger Klauseln aus juristischer Sicht wenig wirklichen Nutzen besitzt. In den meisten Fällen wird sie wohl nur aus psychologischen Gründen oder zur eigenen Beruhigung taugen. Ihrer weiteren Verbreitung wird dies wohl keinen Abbruch tun, ist diese Praxis doch schon älter als das Internet. Ein besonders alter nachgewiesener Disclaimer wird in der Tat dem flämischen Mönch Goscelin of St. Bertin (1035-1107) zugeschrieben, der sich allerdings weniger um die Haftung als um die seinerzeit mit größeren Schwierigkeiten verbundene Zustellung des (noch nicht elektronischen) Buches sorgte. Er bat auf Latein für den Fall einer Fehlleitung darum, das durch unvorhersehbare Umstände in falsche Hände geratene Werk unversehrt an den richtigen Adressaten zu schicken:
Si forte in alienas manus oberraverit hec peregrina epistola incertis ventis dimissa, sed Deo commendata, precamur ut ei reddatur cui soli destinata, nec preripiat quisquam non sibi parata“ (Liber Confortatorius, Prolog).

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