Java-​​Trendbarometer: Defizite im Projektmanagement (Update)

Die Firma expeso hat die Ergeb­nisse des ers­ten Java-​​Trendbarometers ver­öf­fent­licht. Aller­dings ist die Basis die­ser Befra­gung noch ziem­lich klein: Knapp über 70 deut­sche Frei­be­ruf­ler haben sich betei­ligt.
Sie soll zu einem frü­hen Zeit­punkt aktu­elle Trends und Ent­wick­lun­gen, damit auch wirt­schaft­li­che Poten­ziale, auf­zei­gen und wird zukünf­tig halb­jähr­lich durchgeführt.

Die erstaun­lichs­ten Ergeb­nisse fin­den sich laut expeso in der Pro­jekt­durch­füh­rung (expeso nennt das fälsch­lich “Pro­jekt­ma­nage­ment”). 58 % der Befrag­ten mei­nen, der Anfor­de­rungs­ana­lyse werde zu wenig Bedeu­tung zuge­mes­sen. Lei­der ent­spricht das auch mei­ner lang­jäh­ri­gen Erfah­rung: Die meis­ten grö­ße­ren Pro­jekte, die ich kenne, sind unter­spe­zi­fi­ziert.
In jedem zwei­ten Pro­jekt seien außer­dem die vor­han­de­nen Inte­gra­ti­ons­me­cha­nis­men nicht aus­rei­chend. Für etwa zwei Drit­tel der Java-​​Experten werde der Doku­men­ta­tion zu wenig Bedeu­tung zugemessen.

Expeso fol­gert dar­aus, daß in wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zei­ten Unter­neh­men auf eine gezielte externe Unter­stüt­zung durch erfah­rene Java-​​Experten set­zen soll­ten. Hier rechne sich der Ein­satz auch betriebswirtschaftlich.

Neue Tech­ni­ken brau­chen laut der Stu­die sehr lange, bis sie sich durch­setz­ten. So seien auch heute noch viele ältere Ver­sio­nen von Java und Java EE häu­fig in Pro­jek­ten anzutreffen.

Das Thema “Open Source” spielt eine große Rolle: Für 95% der Ent­wick­ler sind sol­che Pro­jekte wich­tig, 85% bewer­ten die Qua­li­tät der ein­ge­setz­ten Open-​​Source-​​Lösungen als hoch. Fast alle Ent­wick­ler nut­zen Eclipse oder Eclipse-​​basierende IDEs als Entwicklungsumgebung.

Über ein For­mu­lar kön­nen die genauen Ergeb­nisse ange­for­dert werden.

Update: Mitt­ler­weile habe auch ich die Stu­die per Mail erhal­ten. Lei­der geht sie in kei­ner Weise auf die Methode der Erhe­bung ein. Hin­weise über die dünne Basis der Erhe­bung feh­len eben­falls und sind auch auf  der expeso-​​Website nicht zu fin­den — ich habe sie aus dem Arti­kel auf heise.de, durch den ich auf die Stu­die auf­merk­sam wurde. Mehr als ein Stim­mungs­bild kann die Stu­die daher nicht sein.

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