Gerade gefunden: Sebastian Heiser, über dessen Recherche zu “Druckkostenzuschüsse: Die Käuflichkeit der Holzmedien” ich bereits vor zwei Wochen berichtet habe, im Interview bei Meedia zu Überraschungen bei seiner Recherche:
Mich hat überrascht, wie geschäftsmäßig die Mitarbeiter vieler Anzeigenabteilungen mir Einfluss auf Artikel angeboten haben und wie üblich das offenbar ist. Wenn ich abgeblitzt bin, war ich nicht enttäuscht, im Gegenteil. Beim Handelsblatt hat der Mitarbeiter der Anzeigenabteilung mir eine Gardinenpredigt gehalten: Wie wichtig die Unabhängigkeit für die Zeitung sei und dass man die nicht gefährden dürfe. Er hat sogar damit gedroht, meine Anfrage an die Redakteurin weiterzuleiten, die über Wirtschaftskriminalität berichtet. Da dachte ich: Ja, so sollte es überall laufen.
Und in der anderen Richtung:
Das war sicher der fertig vorbereitete Katalog für Anzeigenkunden, den ich bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung bekam. Da wird auf gut 60 Seiten detailliert gezeigt, welche Anzeigen und welche Artikel käuflich sind und was die jeweils kosten.
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