Mittwoch, 19. März 2008

c’t-Gehaltsumfrage 2008

Die Ergebnisse der jährlichen Gehaltsumfrage der c’t aus Heft 06/2008 stehen nun auch online zur Verfügung.

Das ist DIE Quelle im deutschprachigen Raum für Gehaltsangaben.

Samstag, 8. März 2008

Welche Kompetenzen fordern die Unternehmen von Bewerbern?

Eine Studie der Fachhochschule Koblenz hat auf 7 Berufsfeldern und 3 Zielgruppen je 600 Stellenanzeigen nach den geforderten Kompetenzen untersucht und verglichen.

Zielgruppen sind Führungskräfte, Professionals/Spezialisten und Sachbearbeiter.

Berufsfelder sind Einkauf/Logistik/Materialwirtschaft, IT/Telekommunikation, Vertrieb, Marketing/Produktmanagement, HR/Personal, Rechnungswesen/Controlling und Technik.

Aus dem Fazit der Studie:

  • Die Ausschreibungen verteilten sich auf die unterschiedlichen Zielgruppen folgendermaßen: 46% der Stellenanzeigen wurden für die Spezialisten / Professionals ausgeschrieben, 33% für die
    Sachbearbeiter und 21% für die Führungskräfte.
  • Durchschnittlich wurden je Stellenanzeige 8,7 Einzelkompetenzen gefordert.
  • Die meisten Kompetenzforderungen wurden im Berufsfeld Marketing/Produktmanagement gestellt. Hier lag die durchschnittlich geforderte Kompetenzmenge je Stellenanzeige bei 14,5
    Einzelkompetenzen.
  • Über alle Zielgruppen und Berufsfelder hinweg dominiert die Fachkompetenz mit 46% der Nennungen, gefolgt von den personalen Kompetenzen mit 26%, den Sozialkompetenzen mit 17% und den Methoden- und Querschnittskompetenzen mit nur 9% bzw. 2% aller Nennungen.
  • Einen überdurchschnittlichen Anteil an Fachkompetenzen weist das Berufsfeld Technik mit 54% auf, während hingegen die Fachkompetenz mit 35% in den Berufsfeldern Marketing und Produktmanagement unterdurchschnittlich ausgeschrieben wurde.
  • 66% (=26.492 Kompetenz-Nennungen) aller geforderten Kompetenzen in den Stellenanzeigen verteilen sich auf die TOP-20 Einzelkompetenzen.
  • Im Berufsfeld „Technik“ machen die TOP-20 der Kompetenzforderungen fast 92% aller geforderten Einzelkompetenzen aus.
  • Die exorbitant hohe Bedeutung der Fremdsprachenkenntnisse spiegelt sich nahezu bei jedem Berufsfeld (über alle Zielgruppen hinweg) wieder:
  • Der Abschluss eines Studiums ist für Führungskräfte ist nahezu ein „Muß“.

Als Bewerber sollte man die zur Branche und Position passenden Kompetenzen, die ein pozenzieller Arbeitgeber erwartet, kennen.
Darüberhinaus finde ich auch die Unterschiede in den verschiedenen Berufsfeldern interessant.

Die Studie (Umfang 59 Seiten, 21 Abbildungen, 700 KB PDF) kann hier nach Angabe von Namen und E-Mail-Adressen heruntergeladen werden.

Mittwoch, 5. März 2008

Computerwoche: IT-Gehälter 2008

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©Alexander Klau / Pixelio

Die Computerwoche hat eine Gehaltsumfrage durchgeführt und daraus eine Studie erstellt, auf die ich mich bereits im Artikel “Der Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte ist leer gefegt” bezogen habe.
Generell sieht die Gehaltsentwicklung im Moment sehr gut aus. Das Fazit der Studie: “Die aktuelle Nachfrage auf dem IT-Markt gibt für gute Leute Spielraum, an der Gehaltsschraube zu drehen.” Die Firmen seien im harten Wettbewerb auf überdurchschnittlich tüchtige Mitarbeiter angewiesen und auch bereit, diese besser als andere zu entlohnen. Allerdings sei gute Vorbereitung Pflicht.

Eine Zusammenfassung des Artikels:

  • IT-Führungskräfte erhalten dieses Jahr ~4% mehr Gehalt; generell konnten Positionen mit wesentlichem Einfluß auf die Unternehmensentwicklung 3 bis z.T. 5% Steigerung erzielen.
  • Projektleiter, die in 2007 praktisch überhaupt nicht berücksichtigt wurden, können ihr Gehalt sogar um 8% steigern; mit Personalverantwortung beträgt das Durchschnittsgehalt 88.000 € (2007: 81.200 €), ohne diese bei rein fachlicher Verantwortung 65.000 € (2007: 60.000 €).
    Dabei nähmen aber auch Druck und Verantwortung sowie die Anforderungen an Qualifikation und Leistungsbereitschaft zu:

    “Kaum eine Berufsgruppe und Management-Ebene muß so fit und vielseitig sein wie die Projektleiter. Sie sind fachlich nahe am Tagesgeschäft, um mitzureden und die richtigen Entscheidungen zu treffen, müssen aber auch das Team wie ein guter Manager führen können und vor allem – aus Sicht der Unternehmensleitung ganz wichtig – gut rechnen und viel Erfahrung mitbringen, damit die Projekte nicht in Schieflage geraten, wie das nach wie vor noch immer in fast zwei Drittel der Fälle vorkommt.”

  • Die Grundgehälter der Manager – vor allem in den oberen Etagen – stagnieren oder gehen sogar zurück.
    Dafür steigen die variablen Anteile.
  • IT-Bereichsleiter im Bankenumfeld verdienen im Durchschnitt 165.000 € Fixum mit 58.800 € variablem Anteil (2007: 175.000 € fix mit 42.700 € variabel)
  • IT-Bereichsleiter in der Automobilindustrie: 132.500 € fix mit 49.000 € variabel (2007: 147.500 € fix mit 38.900 variabel)
  • IT-Bereichsleiter in der Telekommunikationsindustrie: 124.000 € fix mit 31.200 € variabel (2007: auch 124.000 € fix aber nur 18.600 € variabel)
  • IT-Bereichsleiter in Systemhäusern: 108.000 € fix mit 19.800 € variabel (Grundgehalt gegenüber 2007 zurückgegangen, variabler Anteil geringfügig gestiegen)
  • IT-Bereichsleiter in Softwarehäusern: 105.000 € fix mit 18.500 € variabel (Grundgehalt gegenüber 2007 zurückgegangen, variabler Anteil geringfügig gestiegen)
  • System- und Softwarehäuser zahlen ihren Managern am Wenigsten und zugleich ist das Gehalt am Stärksten von der Unternehmensgröße abhängig
  • Im Bankumfeld erhält ein IT-Abteilungsleiter 87.000 € Festgehalt, in der Softwareindustrie 76.400 €. Der variable Anteil liegt bei 15-20% des Fixum, 2007 waren es noch 10-15%
  • IT-Gruppenleiter beziehen ein Festgehalt von 71.000 € bei Banken und Konsumgüterindustrie, von 57.000 € bei Softwarehäusern und 49.000 € im Dienstleistungssektor. Der variable Anteil beträgt etwa 10%.
  • Vertriebsleiter erreichen im Durchschnitt 124.000 € Gesamtgehalt (2007: 121.000 €) inklusive eines variablen Anteils von 50%. Der Verdienst richtet sich sehr stark nach Unternehmensgröße, in Unternehmen unter 50 Mitarbeitern beträgt das Gesamtgehalt von 93.700 € (2007: 86.000 €) , in Unternehmen mit 1000 bis 5000 Mitarbeitern dagegen durchschnittlich 171.000 €.
  • Einfache und weniger verantwortungsvolle Positionen haben in den letzten fünf Jahren kaum Gehaltszuwächse zu vermelden.
  • Die IT-Branche ist mittelstandsorientiert, 1/3 der Studien-Teilnehmer arbeitet in Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern
  • In kleinen Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern sind die Gesamtgehälter sehr viel kleiner: IT-Berater: 50.900 €, Projektleiter 52.100 € (2007: 45.000 €), Entwickler 41.680 €, Supporter 33.000 €, Systemadministratoren 32.950 €
  • Die Gehälter werden sich nach Überzeugung der Ersteller der Studie nicht mehr ständig mit zunehmendem Alter erhöhen, sondern es wird eine Abflachung und je nach Qualifikation und Marktsituation sich sogar nach unten entwickeln. Als Beispiel werden Manager genannt: “Zwischen der Übernahme der ersten Führungsposition mit 30 legen Manager auf ihrem weiteren Werdegang bis 50 langsam zu. Ältere können mit keinen nennenswerten Zuwächsen mehr rechnen.”
  • Die höchsten Gehälter werden in Frankfurt gezahlt (+19,3% über Durchschnitt), dann folgt München (+17,1%), Stuttgart (+14,7%), Düsseldorf (+12,2%), Köln und Hamburg. Dresden (-2,3%) liegt vor Berlin, in Ostdeutschland ist das Gehaltsniveau am Niedrigsten und beträgt 76,5% des Mittelwerts.

Zur Methodik der Studie:

“In die Datenbasis gingen in den letzten Wochen bis zum 15. Februar 2008 Informationen aus der Hightech-Branche ebenso ein wie die Auswertung der Führungskräfte-Einkommen aus Anwenderfirmen. In die Untersuchung wurden 19 486 Datensätze einbezogen, die zu 44,5 Prozent aus dem IT- und TK-Sektor und zu 55,5 Prozent aus dem Anwenderumfeld kommen. Die IT-Unternehmen unterteilt die Studie in die Branchen Telekommunikation, Halbleiterindustrie, Softwarehäuser und IT-Systemhäuser. Auf der Anwenderseite berücksichtigt die Studie vor allem Betriebe aus der Investitionsgüter- und Konsumgüterindustrie, Finanzdienstleister sowie Medien- und Dienstleistungsunternehmen. Ausgewertet wurden die Gehälter der IT-Manager vom Projektleiter bis zum Bereichsleiter sowie die der Vertriebsverantwortlichen.”

Montag, 3. März 2008

Der Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte ist leer gefegt

In der jüngsten Branchenumfrage des BITKOM-Verbandes (Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) meldeten rund 60% der deutschen IT-Unternehmen offene Stellen. Das entspreche etwa 18.000 unbesetzten Positionen bei diesen Unternehmen, berichtet das Magazin „Handelsblatt Junge Karriere“ in seiner aktuellen Ausgabe. Weitere rund 25.000 Stellen seien bei den IT-Anwendern frei, dort vor Allem in Handel, Banken und Versicherungen.

Der Arbeitsmarkt ist leer gefegt“, klagt Bikom-Präsident Scheer im Magazin.

Vor allem Akademiker würden knapp. Drei von vier ausgeschriebenen Stellen in der IT-Branche erforderten einen fachlich relevanten Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. Doch ein Studium der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik könnten hierzulande gerade einmal zwei Promille der Beschäftigten aufweisen, berichtet das Magazin unter Berufung auf den OECD-Bildungsbericht.

Immer weniger Studenten würden sich für ein Infomatikstudium entscheiden: 2000 wären es in Deutschland rund 38.000 Studienanfänger gewesen, 2006 nur noch knapp 28.500, also ein Minus von 25 Prozent. Erwartet werde, dass künftig auch die Zahl der Absolventen falle – von 15.360 im Prüfungsjahr 2006 auf unter 14.000 in 2010.

Diese Vorhersage steht im Widerspruch zur bisherigen Entwicklung. Laut Statistischem Bundesamt haben 2006 15.400 Absolventen ihr Informatikstudium abgeschlossen, das ist ein Zuwachs von 13% gegenüber 2005 und 117% gegenüber 1997. Die erste Hälfte des vergangenen Jahrzehnts schwankten die Absoventenzahlen. Seit 2003 verzeichnet das Fach zweistellige jährliche Zuwachsraten - generell die höchsten im Fachgebiet Mathematik/Naturwissenschaften.
Nachdem 1997 der Frauenanteil bei Absolventinnen und Absolventen der Informatik 13% betragen hatte, ging er in den Jahren 2000 und 2002 auf 11% zurück und stieg seitdem nur in kleinen Schritten wieder an. 2006 lag er bei 17%, das ist immer noch deutlich weniger als im Vergleich zum Fachgebiet Mathematik/Naturwissenschaften mit 39% und zu den 50% über alle Studienfächer.
Die Zahl der sogenannten Bildungsausländer, die ihr Abitur o.ä. im Ausland erworben und dann erfolgreich ein Informatikstudium absolviert haben, hat sich in den vergangenen 10 Jahren auf 1.300 mehr als vervierfacht, ebenso die der Bildungsinländer (= Ausländer mit deutschem Abitur o.ä.) unter den Absolventen auf 500.

Diese Zahlen schlagen sich auch in der offiziellen Arbeitsmarktstatistik nieder, wie heise.de berichtet:

Arbeitslosenzahlen Informatik Januar 2006 2007 2008

Es sind so wenige Informatiker arbeitslos, wie schon lange nicht mehr. Von über 50.000 im Januar 2006 ist die Arbeitslosigkeit auf unter 30.000 im Januar 2008 zurückgegangen. Interessante Randnotiz: Wie obenstehende Grafik zeigt, kennt die Bundesagentur für Arbeit weniger als 7.000 offene Stellen, das sind weniger als 16% der vom BITKOM gemeldeten — offensichtlich findet der Arbeitsmarkt nahezu vollständig außerhalb des Wirkungsbereiches der Agentur statt. Aus meiner persönlichen Erfahrung sowohl als Arbeitssuchender als auch als Jobvermittler wundert mich das nicht. Alleine die mit mindestens 163 Millionen Euro subventionierte Software „virtueller Arbeitsmarkt“ ist eine Katastrophe, geschweige denn das A2LL-Debakel.

Die Nachfrage wirkt bereits auf die Gehälter. „Junge Karriere“ hebt da besonders SAP- und IT-Berater hervor, sie verdienten als Berufsanfänger mit bis zu zwei Jahren Erfahrung zwischen 38.000 und 48.000 Euro im Jahr. Das Durchschnittsgehalt eines entsprechenden Software-Entwicklers liege dagegen zwischen 35.000 und 42.000 Euro; Fachleute für IT-Sicherheit (vermutlich ebenso Berufsanfänger) verdienten zwischen 35.500 und 43.000 Euro.

Die von mir bereits mehrfach empfohlene Seite Gehaltsliste IT und Medizin — Gehaltscheck und umfassende Gehaltsübersicht für Professionals der Personalberatung HiTec Consult bleibt mit den dort genannten Einstiegsgehältern übrigens darunter.

Die Computerwoche, die noch im Herbst von steigenden IT-Manager-Gehältern berichtet hatte, meldet nun 4% Gehaltsteigerung bei IT-Führungskräften. Auch in den nächsten Jahren könnten sie mit steigenden Gehältern rechnen.
Ein überdurchschnittliches Plus von 8% könnten die Projektleiter verbuchen, die im Vorjahr „zu kurz gekommen“ seien. Mit Personalverantwortung stiege ihr Gehalt von 81.200 auf 88.000 Euro, ohne diese von 60.000 auf 65.000 Euro.
Insgesamt geht die Computerzeitung wegen der Personalknappheit von weiter steigenden Gehältern aus. Gleichzeitig gestalteten Unternehmen die Entgelte ihrer IT-Führungskräfte immer variabler und differenzierter. Größere Gehaltsunterschiede würden zugelassen.

Donnerstag, 24. Januar 2008

IDC: 50.000 neue Stellen und ¼ mehr Umsatz in den nächsten 3 Jahren

Das US-amerikanische Marktforschungsunternehmen IDC erwartet in der deutschen IT-Branche für die nächsten drei Jahre ein kräftiges Wachstum. Der Umsatz soll von 52 Milliarden Euro vergangenes Jahr auf voraussichtlich 65 Milliarden Euro 2011 steigen, das sind 25%. Die Zahl der Stellen soll von 554.000 auf über 600.000 wachsen, ein Zuwachs von 9%.

Die Studie wurde von der Business Software Alliance (BSA) in Auftrag gegeben, einem internationalen Interessenverband von Software-Anbietern, der Lobbyarbeit gegen Raubkopien betreibt.

IDC schätzt, dass 28% der in Deutschland verwendeten Software unlizenziert ist. Dafür wird der durchschnittliche Software-Bedarf für verkaufte Computer geschätzt und mit der Anzahl der verkauften Computer und Software abgeglichen.

Dieser hohe Prozentsatz schade den Dienstleistern vor Ort, da für jeden investierten Euro zusätzliche Ausgaben von 1,25 Euro anfielen – etwa durch Dienstleistungen wie Installation, Schulung oder Wartung. Wenn der Anteil unlizenzierten Software um 10% sinken würde, entstünden mehr als 12.000 neue Stellen, der Umsatz stiege um 4,4 Milliarden Euro und die Steuereinnahmen um 1,3 Milliarden Euro, heißt es in der Studie.

Via heise.de.

Meine Meinung dazu:

Zur Argumentation der BSA, Raubkopien würden auch außerhalb der BSA Arbeitsplätze kosten:

  1. Die genannten Zusatzaufwände rund um die Software entstehen ja auch bei Raubkopien.
  2. Inwieweit die Schätzungen der IDC Eigenarten des deutschen Marktes berücksichtigen, bleibt offen. In Deutschland wird überdurchschnittlich viel Open Source eingesetzt. Beispielsweise wird bei weitem nicht jeder Computer, der mit Windows vorinstalliert ausgeliefert wird, auch wirklich unter Windows betrieben.
    Ob also die 28% Raubkopien wirklich zuverlässig sind, darf bezweifelt werden.
Freitag, 19. Oktober 2007

IT-Gehälter entwickeln sich weiter auseinander

Unter dem Titel “IT-Gehälter 2007: Manager sahnen ab” berichtet die Computerwoche, daß die Managergehälter wieder deutlich stärker gestiegen sind, als die ihrer Mitarbeiter. Außerdem zahlen Mittelständler deutlich besser als früher.

Zuwächse der IT-Vergütungen

  • Führungskräfte im Durchschnitt: +4,9%
  • Spezialisten im Durchschnitt: +0,5%
  • Führungskräfte in kleineren Unternehmen: +10%
  • Positionen am unteren Ende der Gehaltsskala mit Zuwachs:
    • IT-Trainer: +5%
    • Supporter: +5%
    • Web-Entwickler: +2%
    • Web-Designer: +4%
  • insgesamt gibt es die größten Zuwächse in Unternehmen bis 100 MA, nämlich
    • Leiter SW-Entwicklung: +15%
    • IT-Leitung: +14%
    • SAP-Beratung: +12%
    • IT-Beratung allgemein: +11%
  • geringer sind die Zuwächse in Unternehmen mit mehr als 100 MA:
    • IT-Leitung/CIO: +3%
    • SAP-Beratung: +5%
    • IT-Beratung allgemein: +4,5%

Variable Gehaltsbestandteile haben auch zugenommen, dabei sind sie in Anteil und Höhe bei Jobs mit disziplinarischer Personalverantwortung höher als bei solchen ohne Personalverantwortung.

Im Durchschnitt verfügen

  • unverändert etwa 35% der Spezialisten über einen variablem Gehaltsanteil von durchschnittlich 11,8% des Grundgehaltes (= 9,9% des Gesamtgehalts) und
  • 66% der Führungskräfte gegenüber 57% im Vorjahr über einen variablen Gehaltsanteil von duchschnittlich 17,6% des Grundgehalts (= 15% des Gesamtgehalts).

Anscheinend haben Führungskräfte in der IT-Industrie seltener bzw. geringere variable Bestandsteile als Manager in anderen Branchen.

Unverändert sind die Unterschiede der Gehälter in den verschiedenen Regionen:

  • Frankfurt am Main: 20% über dem Bundesdurchschnitt
  • München: 14% über dem Bundesdurchschnitt
  • Stuttgart: 10% über dem Bundesdurchschnitt
  • Hamburg: 8% über dem Bundesdurchschnitt
  • Düsseldorf: 8%

IT-Jahresgehälter absolut im Bundesdurchschnitt:

  • IT-Projektleiter: 64.468€
  • SAP-Berater: 62.814€
  • in großen internationalen Konzernen
    • IT-Leiter/CIO: 94.397
    • SAP-Entwicklungsleiter: 94.458€
    • SAP-Beratungsleiter: 93.299€

Die Studie hat 19.500 Datensätze über 26 Positionen ausgewertet. Details über die Methodik und Bezugsquellen für die 500€ teuere Vergütungsstudie finden sich im Originalartikel.

UPDATE: Das frisch erschienene Herbstgutachen der führenden Wirtschaftsforscher kündigt einen Anstieg der Effektvlöhne in diesem Jahr um 2,1% und 2008 um 3,0% an. Dies ist aber nicht unmittelbar vergleichbar, da dieses Gutachten viel Zweckoptimismus enthält, sich quer über alle Branchen erstreckt und auf die Effektivlöhne bezieht (= der tatsächlich ausgezahlte Bruttolohn inklusive übertariflicher Zuschläge und Überstundenvergütung).

Donnerstag, 26. April 2007

Umfrage zur Mediennutzung von Weblogs

Im Rahmen einer Diplomarbeit im Fachgebiet Medien- wissenschaft am Institut für Medien und Kommunikationswissenschaft (IfMK) der TU Ilmenau wird eine Umfrage zur Mediennutzung von Weblogs durchgeführt.

Ein bißchen peinlich finde ich, daß sie viele Fragen nochmals aufwirft, die bereits in der Blogstudie 2007 (s. meinen Artikel dazu) der Universität Leipzig beantwortet wurden. Für fragwürdig halte ich es außerdem, daß Zwischenergebnisse (hier, hier und hier) bei noch laufender Erhebung veröffentlicht werden. Der Ansatz, auf Mundpropaganda in der Blogosphäre zu setzen, gefällt mir ebenfalls nicht, da halte ich die Strategie der Blogstudie für besser, die mit Unterstützung eines Suchmaschinenbetreibers entstand.

Dienstag, 20. März 2007

Studien und Statistiken zu Gehältern aktualisiert

Es gibt neue Zahlen zum Thema Gehälter, u.a. eine neue Umfrage zum Thema Gehaltsunterschiede bei Frauen und Männern.

Die in meinem Artikel “Konkrete Gehaltsangaben für die Bewerbung — Woher nehmen?” genannten Quellen wurden aktualisiert.
Die dort empfohlene Seite Gehaltsliste IT und Medizin — Gehaltscheck und umfassende Gehaltsübersicht für Professionals der Personalberatung HiTec Consult gibt es noch weiter [Änderung am 13.12.2007: Links aktualisiert].

Darüberhinaus wurden die übrigen Quellen aktualisiert:

Frauen verdienen immer noch weniger als Männer

Nach einer Online-Umfrage der Internetseite www.frauenlohnspiegel.de, an der sich rund 68.000 Beschäftigte in Deutschland beteiligt haben, liegt der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Frauen rund 22 Prozent unter dem der Männer.

Die Gründe nennt die Umfrage “vielfältig”:

Zum Teil können häufigere Berufsunterbrechung, kürzere Berufserfahrung, die geringere Zahl von Führungspositionen für Frauen und die partiell noch geringere Qualifikation die Gehaltsunterschiede erklären.

Als Fazit führt der Leiter des WSI-Tarifarchivs, das von der Hans-Böckler-Stiftung betreutwird, Dr. Reinhard Bispinck an: “Zahlreiche Studien zeigen jedoch: Es gibt immer noch eine Lohndiskriminierung. Nach wie vor bekommen Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld als Männer.”

Die Internetseite www.frauenlohnspiegel.de bietet einen Lohn- und Gehalts-Check zu über 130 Berufen.

Im Falle der IT-Berufe sind nur zwei Qualifikationen angegeben, Informatiker und Programmierer.
Bei den Informatikern beträgt das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen (ohne Zulagen/Zuschläge und Sonderzahlungen) 3971 € für Männer und 3590 € für Frauen, das sind 90,4%.
Bei den Programmierern beträgt das Bruttomonatseinkommen im Schnitt 3204 € bei Männern und 2948 € bei Frauen, das sind 92,0%.

Zwar ist der Gehaltsunterschied mit 9,6% bzw 8% nicht so extrem wie der Gesamt-Durchschnitt von 22%, aber immer noch zu hoch.

c’t-Gehaltsumfrage 2006

Die c’t-Gehaltsumfrage 2006 ist erschienen und auch online verfügbar.

IG-Metall-Entgelt-Erhebung 2007 erschienen

Die neue Erhebung der IG-Metall ist erschienen, leider ohne die hervorragende CD-ROM. Trotzdem ist der Preis gleich geblieben, wie ich auf der CeBIT sehen konnte:

Entgelt in der ITK-Branche 2007.
Eine Erhebung in der Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche.
Herausgegeben von der IG Metall.
Kartoniert, 128 S. mit zahlreichen farbigen Abbildungen, 21 cm, 245g, in deutscher Sprache.
2007 Bund-Verlag
ISBN 3-7663-3785-8
ISBN 978-3-7663-3785-6 | KNV-Titelnr.: 15869813

Nächsten Monat kann sie auch online im Shop “Buch & Mehr direkt” bestellt werden: Einfach nach “Entgelt ITK-Branche” suchen.

Gehaltsstudie der Computerwoche erschienen

Unter dem Titel “IT-Gehälter wachsen nicht in den Himmel” gibt die Computerwoche einen ersten Überblick über ihre Gehaltsstudie (erfahrungsgemäß werden weitere Artikel folgen). Die Gehälter steigen demnach trotz voller Auftragsbücher und fehlendem IT-Personal nur moderat. 2,5% Einkommenssteigerung wurde für IT-Führungskräfte errechnet.

IT-Einkommen 2007 von Monster

Für Deutschland wurden die Zahlen aktualisiert, Österreich und die Schweiz liegen noch nicht vor. Der Inhalt bleibt weiterhin eher spärlich.
IT-Gehälter: Von Flaute keine Spur mehr” vermeldet Monster weiter, im Vergleich die eigenen Zahlen und die der IG Metall.

“Alte Zahlen” noch bei Stepstone

Bei Stepstone liegen keine neuen Gehaltsdaten vor.

Samstag, 17. März 2007

CeBIT 2007

Bild Cebit

Ich bin zur Akquise auf der CeBIT.

Sonntag, 10. Dezember 2006

Gute Job-Aussichten, aber Mangel an qualifizierten Bewerbern in 2007

  • Monster präsentiert Ergebnisse der Arbeitgeberbefragung „Recruiting Trends 2007“
  • Deutsche Top-1.000-Unternehmen bei Geschäftsentwicklung für 2007 optimistisch
  • Erstmals mehr als die Hälfte der Bewerbungen elektronisch
Samstag, 2. Dezember 2006

Studenten sehen berufliche Zukunft positiver als Manager

Aus einer Presseerklärung von monster.de

Deutsche Studenten blicken überwiegend optimistisch in die Zukunft, 60 Prozent schätzen ihre Chancen am Arbeitsmarkt als gut ein. Damit bewerten Studenten ihre Zukunftsaussichten deutlich besser als alle Befragten auf höheren Karrierestufen – einschließlich Selbständigen und Angehörigen des Top-Managements. Dieses positive Bild bei Nachwuchskräften ist ein Resultat der Studie „Bewerbungspraxis 2007“, die vom Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Frankfurt am Main und Bamberg in Zusammenarbeit mit dem Online-Karriereportal Monster auf der Basis einer Befragung von über 11.000 Stellensuchenden und Karriereinteressierten durchgeführt wurde.

Von wegen Karl Valentin: “Früher war die Zukunft auch mal besser!”

Mittwoch, 15. November 2006

Stellensuche per Internet am beliebtesten

Nach der Studie „Bewerbungspraxis 2007“, die vom Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Frankfurt am Main und Bamberg in Zusammenarbeit mit dem Online-Stellenportal Monster Worldwide durchgeführt wird und an der haben sich über 11.000 Stellensuchende und Karriereinteressierte beteiligt haben, nimmt die Bedeutung der elektronischen Kanäle bei der Stellensuche und die Technikaffinität der Bewerber auch in diesem Jahr weiter zu. Mehr als die Hälfte der deutschen Stellensuchenden glaube, über Internet-Karriereportale einen neuen Job zu finden, und bewerbe sich lieber mit einer Online-Bewerbung als einer klassischen Bewerbungsmappe, so Monster Deutschland in einer Presseerklärung.

Ein weiterer Trend sei die passive Stellensuche über das Einstellen des eigenen Lebenslaufes in die Datenbanken von Online-Stellenportalen. Rund 70 Prozent der Befragten hätten bereits ihren Lebenslauf in einer solchen Datenbank hinterlegt oder wollten dies tun. Ein Drittel aller Befragten gebe an, lieber online von Unternehmen kontaktiert zu werden als direkt an diese mit einer Bewerbung heranzutreten.