Sonntag, 28. Juni 2009
Anders als in den Vorjahren scheint es die Gehaltsumfrage der c’t dieses Jahr nicht kostenlos online zu geben, sondern die 5 ½ Seiten müssen als PDF für 0,90 € gekauft werden.
Ich vermute, daß das mit den zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei den Holzmedien zusammenhängt; ín Medienunternehmen und Verlagen sind die Gehälter schwach gesunken (0,2%).
[Update: Am 14.01.2010 wurde die Umfrage dann doch noch als Gehaltsrückschau 2009 online gestellt.]
Generell sind die Gehälter um 4,3% im vergangenen Jahr gestiegen, der Durchschnitt liegt bei 51.100 €. Die Gehaltssteigerungen sind dabei nach Berufserfahrung unterschiedlich verteilt, mit mehr als 7% Zuwachs führt die älteste Altersgruppe ab 41 Jahren, die etwa ein Fünftel der Befragten stellt. Der Altersdurchschnitt liegt bei knapp 34 Jahren – die zugehörige Altersgruppe der 31-35jährigen hat den geringsten Gehaltszuwachs von knapp 1%.
Es gibt unter den knapp 4500 Umfrageteilnehmer etwa 2% Frauen – diese verdienen im Schnitt fast 12 Prozent weniger als Männer (in anderen Branchen noch deutlich weniger).
Wahrscheinlich angesichts der schwierigen Zeiten ist die Wochenarbeitszeit leicht gestiegen: 55,8 % arbeiten 45 Wochenstunden (Vorjahr 54,4%); in Geschäftsführung, Beratung und Marketing wird deutlich mehr gearbeitet.
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Sonntag, 18. Januar 2009
China verschärft die Zensur nach den Olympischen Spielen weiter. Nachdem — wie bereits von mir berichtet — westliche Websites, die während der Olympiade kurzfristig zugänglich waren, wieder zensiert werden, wurde nun auch eine liberale Blog-Plattform, bullog.cn, zusammen mit weiteren 90 Websites geschlossen.
Als Grund für die Schließung von bullog.cn wird die Charta 08 vermutet. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, hatten
am 9. Dezember [...] zunächst 303 chinesische Journalisten, Schriftsteller und andere Intellektuelle diesen programmatischen Aufruf für Demokratie veröffentlicht. [...] Inzwischen haben mindestens fünf der Stars von bullog.cn die Charta unterzeichnet, darunter der Künstler Ai Weiwei. “Die meisten Chinesen haben über bullog.cn von der Charta erfahren”, sagt An Ti [Medienforscher und Blogger auf bullog].
Die Kommunistische Partei Chinas, deren Entmachtung in der Charta 08 offen gefordert wird, hat einen der Initiatoren des Pamphlets ins Gefängnis werfen lassen. Liu Xiaobo ist kurz nach der Veröffentlichung spurlos verschwunden. Rund 100 weitere Unterzeichner sind verhört worden.
Die Süddeutsche stuft diese Maßnahmen als relativ mild ein, gemessen an den “üblichen” chinesischen Standards.
Offenbar sieht sich China einerseits stark unter Druck und andererseits stark unter Beobachtung. Das Wirtschaftswachstum verlangsamt sich deutlich, die Finanzkrise hat es nicht verschont und die Arbeitslosigkeit nimmt zu. Soziale Unruhen werden daher erwartet. Außerdem stehen der zwanzigste Jahrestag des Massakers auf dem “Platz des Himmlischen Friedens” bevor, sowie das fünfzigste Jubiläum der Machtübernahme Chinas in Tibet und das sechzigste Jubiläum der Partei.
Daher ist offenbar ein diskreteres Vorgehen gefragt, schreibt die Süddeutsche weiter:
“Die kommunistische Führung Chinas hat längst nicht mehr das Ziel, alle Informationen zu 100 Prozent zu kontrollieren. Dieses Ziel hat sie schon lange aufgegeben. Sie wollen die öffentliche Meinung lediglich steuern, beeinflussen. Ihr Ziel ist der Erhalt der eigenen Macht”, sagt Rebecca MacKinnon, Professorin für Neue Medien an der Hongkong-Universität.
Ein ausgeklügeltes System von Zensur, Gegenpropaganda und technischen Filtern auf mehreren Ebenen ist das Resultat dieser strategischen Grundsatzentscheidung. Lokalregierungen in Chinas Provinzen bezahlen sogar Tausende von Studenten dafür, dass sie im Internet regierungsfreundliche Propaganda verbreiten. Als “wumaodang”, die Fünf-Mao-Partei, werden diese Schreiberlinge von den anderen Internetbenutzern belächelt, weil sie angeblich für jeden liebedienerischen Blog-Eintrag fünf Mao bekommen, also einen halben Yuan oder umgerechnet fünf Euro-Cent.
Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, hat die Chinesische Regierung gerade fünf Milliarden Euro für Propaganda bereitgestellt. Damit reagiere die Regierung auf ein Jahr, in dem ihre nationale Imagepflege die Planvorgaben weit verfehlt habe:
Eigentlich wollte China die Olympischen Spiele zur glanzvollen Selbstinszenierung nutzen. Doch das Sportfest wurde überschattet von kritischen Meldungen über die Krawalle in Tibet und die Fackellaufproteste, über Pekings Menschenrechtspolitik und seine Rolle im Darfur-Konflikt, über Chinas Umweltprobleme und den Milchpulverskandal.
Was aus westlicher Sicht als gebotene kritische Berichterstattung galt, sah die Pekinger Führung als antichinesische Verschwörung. Feindliche Mächte hätten Presseberichte benutzt, “um unsere Nation zu verteufeln und zu dämonisieren”, schrieb im November die Volkszeitung, das Leitmedium der Kommunistischen Partei, und kündigte an, die Regierung werde sich künftig verstärkt um die “internationale Vermittlung von Informationen und Ideen” bemühen, um Chinas “ideologische Sicherheit zu schützen, die Großartigkeit des chinesischen Volkes zu verdeutlichen und China zu einer echten Weltmacht zu machen”.
Auch wie dies geschehen soll, berichtet die FR:
Die Regierung will so weit wie möglich beeinflussen, welche Bilder international gesendet, welche Fakten berichtet und welche Meinungen zitiert werden. So soll Xinhua einen 24-stündigen Nachrichtensender einrichten. Auch das Staatsfernsehen CCTV, das international bereits in chinesischer, englischer, französischer und spanischer Sprache sendet, will sein Programm ausweiten und zusätzlich einen russischen und arabischen Kanal einrichten.
Gleichzeitig wird das englischsprachige Internet- und Printangebot ausgeweitet. Gleich mehrere Portale sollen Online-Nachrichten bereitstellen. Die als nationalistisch geltende Zeitung Huanqiu Shibao, ein Ableger der Volkszeitung, plant von Mai an eine englische Ausgabe, die eine Alternative zu anderen englischsprachigen Tagesmedien wie China Daily oder Shanghai Daily darstellen soll.
Auch Magazine wie China Newsweek sollen künftig international erscheinen und vertrieben werden.
Dabei seien die Vorbereitungen offenbar schon recht weit gediehen. Offizielle Presseorgane wie die Nachrichtenagentur Xinhua, der Fernsehsender CCTV und die Volkszeitung erarbeiteten derzeit zusammen mit internationalen Beratern Expansionskonzepte und rekrutierten bereits hunderte ausländische Journalisten. Mit Monatsgehältern von teilweise mehr als 3000 Euro — dem Zehnfachen chinesischer Löhne — wollten sie erfahrene Medienleute gewinnen, die Pekings staatlich sanktionierte Weltsicht für die globale Öffentlichkeit überzeugend aufbereiteten.
Via medienlese.com.
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Dienstag, 23. Dezember 2008
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| © BBC |
Nach einem Bericht der BBC wird in China wieder schärfer zensiert. Die chinesische Website der BBC, BBCChinese.com, die während der Olympiade zugänglich war, ist nun wieder gesperrt.
Außer der Seite der BBC sind auch Asiaweek, Reporter ohne Grenzen und einige Sites aus Hongkong und Taiwan gesperrt.
In einer Pressekonferenz weigerte sich der Sprecher des Außenministeriums, zu bestätigen, daß die chinesische Regierung hinter der Zensur steckt.
Quentin Sommerville von der BBC in Peking kommentiert:
China steht ein schwieriges Jahr 2009 bevor — es wird erwartet, daß die dramatische Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und zunehmende Arbeitslosigkeit sozialen Unruhen bringen werden.
Außerdem stehen der zwanzigste Jahrestag der brutalen Niederschlagung der Proteste auf dem “Platz des Himmlischen Friedens” bevor, sowie das fünfzigste Jubiläum der Machtübernahme Chinas in Tibet.
Zensur und interne Sicherheitsmaßnahmen werden im nächsten Jahr also wohl noch zunehmen.
Via golem.de.
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Mittwoch, 22. Oktober 2008
Pressekonferenz zur Systems — “Ideas for Better Business”
Veronika Laufersweiler, Geschäftsführer SecuMedia Verlags GmbH
Klaus Dittrich, Geschäftsführer Messe München

Begrüßung durch Julia Haigis, Manager Marketing & Communications New Technologies
Die Systems verläuft wie geplant.
Im nächsten Jahr: Eine Spezialmesse zum Thema “IT-Security” + eine weitere neue Spezialmesse lösen die Systems ab.
Im Sommer die IT-Security Messe. im Herbst völlig neues ITK-Event, eine neue B2B-Messe-Plattform
Entscheidung zu einem Zeitpunkt, zu dem Systems sehr gut läuft, u.a. führende B2B-Messe in der ITK-Branche, parallele Spezialkonferenzen von großen IT-Firmen.
Ausrichtung der neuen Messe an 5 Trends:
- Elemente der Freizeit
IT ohne Computer “pervasive computing”
keine Kühlschränke auf der Messe, keine Ausreichung auf endverbraucher
B2B-Messe für IT für TK für Unterhaltungselektronik und ambient solutions - Vernetzungsgrad wird immer komplexer
Neue Messe-Plattform für Entscheider
Als Wegweiser - Alle Geräte können immer mehr
Vertrauen in die Marken spielt eine Rolle, mehr Möglichkeiten für Markenkommunikation
flexibler, emotionaler - Infrastrukturentscheidungen werden immer wichtiger
z.B. im Lizensierungsbereich
Ausreichend Raum für Diskussionen auf neuer Plattform
Konferenzen und Diskussion nicht als Bei-Programm
hin zur Interaktion - Strategische Debatten erfordern internsiveren Gedankenaustausch zwischen Technikern und Entscheidern
Internet als Plattform eines öffentlichen Diskurses
Bloggerlounge als Versuch, diesen Diskurs einzubinden
Neues Event mit einheitlicher strategischer Ausrichtung
- interaktiver, emotionaler
- Integration gesellschaftlichen Debatten
- Internet als integraler Bestandteil dieses Events
Ergebnis eines internen Think-Tanks der Messe
Erste Gespräche mit einigen Unternehmen
Plan für Gesamtkonzept bis Ende November
Kein Abklatsch der Systems, neuer Anfang, neues Konzept
Will in 5 Jahren europaweit Aufmerksamkeit, 5-6 Hallen füllen, 50-60.000 Besucher.
Warum Ankündigung mittendrin? Fairneß gegenüber Kunden, Diskussion mit den Kunden auf der Systems 2008
ITSA München – regionaler Charakter, europaweite Ausrichtung
3 Tage, 23.-25. Juni 2009
Bisher ~300 Aussteller, gute Ausgangsbasis, Wunsch nach eigener Messe wurde öfters geäußert.
Regelmäßig Bestnoten bei Besuchern und Ausstellern
Fragen + Antworten:
- Neuer Name wird mit neuem Konzept vorgestellt (November)
- Communications World bleibt erhalten (integrierter Ansatz)
- Idee holterdipolter? Konzept wird seit Monaten erarbeitet, Geheimhaltung wegen Erfolgs Systems 2008
ITSA schon sehr konkret
Neuer Event noch im Grobkonzept – frühestmöglicher Zeitpunkt für Ankündigung - Finanzierung: Künftig Interaktion im Fokus – dadurch nicht mehr Vermietung von Standfläche. Mitwirkung wird kostenpflichtig werden. Preis- und Beteiligungsmodelle in der Diskussion mit Kunden
- Auch weiterhin Integration von Firmenveranstaltungen
- Was macht man anders als CeBIT, die sich ständig an Situation anpaßt, wie will sich die neue Messe dagegen positionieren?
Radikaler Schnitt wird von Messeleitung für notwendig gehalten. - Gesellschaftliche Öffnung u.a. mit der Bloggerlounge, das ist kein Hype, sondern wird eine nachhaltige Entwicklung einleiten
Update:
Auch die “offizelle” Presse hat inzwischen berichtet.
heise.de 14h01, also fast eine Stunde später,
golem.de 14h50, eindreiviertel Stunde später.
Oliver Gassner und Raphael Haase waren auch da, Christian Hubel und Thorsten Ulmer berichteten dank Twitter und Oliver Gassners Tweets aus zweiter Hand aus der Bloggerlounge.
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Freitag, 10. Oktober 2008
Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien geht davon aus, daß in diesem Jahr die Zahl der Beschäftigten auf den Gebieten Informationstechnik und Telekommunikation trotz abflauender Konjunktur um weitere 3000 auf 829.000 wachsen wird.
Die konjunkturellen Turbulenzen seien auf dem deutschen Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte bislang nicht zu spüren. Weite Teile der Branche litten sogar weiterhin unter einem Mangel an gut ausgebildeten IT-Experten.
Im kommenden Jahr dagegen gebe es nur dann neue Arbeitsplätze, wenn die Finanzmarktkrise schnell bewältigt und das Bildungssystem auf Vordermann gebracht werde.
Softwarehäuser und IT-Dienstleister seien die Motoren in diesem Segment. Sie hätten seit dem Jahr 2001 allein rund 100.000 zusätzliche Stellen geschaffen. Insgesamt seien im vergangenen Jahr etwa 13.000 neue Stellen entstanden, deutlich mehr als die vom BITKOM erhofften 3.000 Stellen.
In diesem Jahr schaffe laut einer BITKOM-Umfrage gut die Hälfte der Unternehmen zusätzliche Arbeitsplätze. Ein Drittel werde die Zahl der Beschäftigten voraussichtlich stabil halten, und 16% müßten Stellen streichen.
Die Ursache dafür sieht der Verband im scharfen Preiswettbewerb einerseits und im tiefgreifenden Wandel weg von der klassischen Nachrichtentechnik hin zu weniger arbeitsintensiven Software-Lösungen andererseits.
Das führe zu der Situation, dass in dem einen Branchensegment Experten fehlen, während in einem anderen Bereich Arbeitsplätze abgebaut werden müssen.
Unter dem Strich sei die Job-Bilanz der Hightech-Branche 2008 im fünften Jahr in Folge positiv.
Dies wird von den offiziellen Arbeitslosenzahlen gestützt:

In der Septembermitteilung der Bundesagentur für Arbeit heißt es, die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen im IT-Bereich sei von 29.645 im August auf 28.087 im September leicht gefallen. Allerdings klammert diese Statistik Arbeitslose, die bei kommunalen oder sonstigen Trägern gemeldet sind, sowie u.a. auch Personen mit 1-Euro-Jobs und Teilnehmer von Qualifizierungs- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen aus.
Via golem.de.
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