Montag, 21. April 2008
Nach einer Umfrage des BITKOM-Verbandes (Forsa befragte dazu 1000 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren in Privathaushalten) hängt die private E-Mail-Nutzung stark vom Bildungsgrad ab.

„Die digitale Kluft ist in Deutschland weiterhin erschreckend groß“, kommentierte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer die Zahlen. Bildungsferne Schichten verfügten seltener über einen Internet-Anschluß. Laut BITKOM wollen die Gerätehersteller entsprechend reagieren und auch in Deutschland vermehrt einfach ausgestattete und sehr preiswerte Geräte anbieten.
Scheer kritisierte die IT-Ausstattung deutscher Schulen, sie sei „so schlecht wie in kaum einem anderen europäischen Land“. Er fordert, Informatik als Pflichtfach an den Schulen einzuführen, schließlich handle es sich um eine Kulturtechnik „wie Lesen und Schreiben“.
Via golem.de.
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Mittwoch, 5. März 2008
Die Computerwoche hat eine Gehaltsumfrage durchgeführt und daraus eine Studie erstellt, auf die ich mich bereits im Artikel “Der Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte ist leer gefegt” bezogen habe.
Generell sieht die Gehaltsentwicklung im Moment sehr gut aus. Das Fazit der Studie: “Die aktuelle Nachfrage auf dem IT-Markt gibt für gute Leute Spielraum, an der Gehaltsschraube zu drehen.” Die Firmen seien im harten Wettbewerb auf überdurchschnittlich tüchtige Mitarbeiter angewiesen und auch bereit, diese besser als andere zu entlohnen. Allerdings sei gute Vorbereitung Pflicht.
Eine Zusammenfassung des Artikels:
- IT-Führungskräfte erhalten dieses Jahr ~4% mehr Gehalt; generell konnten Positionen mit wesentlichem Einfluß auf die Unternehmensentwicklung 3 bis z.T. 5% Steigerung erzielen.
- Projektleiter, die in 2007 praktisch überhaupt nicht berücksichtigt wurden, können ihr Gehalt sogar um 8% steigern; mit Personalverantwortung beträgt das Durchschnittsgehalt 88.000 € (2007: 81.200 €), ohne diese bei rein fachlicher Verantwortung 65.000 € (2007: 60.000 €).
Dabei nähmen aber auch Druck und Verantwortung sowie die Anforderungen an Qualifikation und Leistungsbereitschaft zu:“Kaum eine Berufsgruppe und Management-Ebene muß so fit und vielseitig sein wie die Projektleiter. Sie sind fachlich nahe am Tagesgeschäft, um mitzureden und die richtigen Entscheidungen zu treffen, müssen aber auch das Team wie ein guter Manager führen können und vor allem – aus Sicht der Unternehmensleitung ganz wichtig – gut rechnen und viel Erfahrung mitbringen, damit die Projekte nicht in Schieflage geraten, wie das nach wie vor noch immer in fast zwei Drittel der Fälle vorkommt.”
- Die Grundgehälter der Manager – vor allem in den oberen Etagen – stagnieren oder gehen sogar zurück.
Dafür steigen die variablen Anteile. - IT-Bereichsleiter im Bankenumfeld verdienen im Durchschnitt 165.000 € Fixum mit 58.800 € variablem Anteil (2007: 175.000 € fix mit 42.700 € variabel)
- IT-Bereichsleiter in der Automobilindustrie: 132.500 € fix mit 49.000 € variabel (2007: 147.500 € fix mit 38.900 variabel)
- IT-Bereichsleiter in der Telekommunikationsindustrie: 124.000 € fix mit 31.200 € variabel (2007: auch 124.000 € fix aber nur 18.600 € variabel)
- IT-Bereichsleiter in Systemhäusern: 108.000 € fix mit 19.800 € variabel (Grundgehalt gegenüber 2007 zurückgegangen, variabler Anteil geringfügig gestiegen)
- IT-Bereichsleiter in Softwarehäusern: 105.000 € fix mit 18.500 € variabel (Grundgehalt gegenüber 2007 zurückgegangen, variabler Anteil geringfügig gestiegen)
- System- und Softwarehäuser zahlen ihren Managern am Wenigsten und zugleich ist das Gehalt am Stärksten von der Unternehmensgröße abhängig
- Im Bankumfeld erhält ein IT-Abteilungsleiter 87.000 € Festgehalt, in der Softwareindustrie 76.400 €. Der variable Anteil liegt bei 15-20% des Fixum, 2007 waren es noch 10-15%
- IT-Gruppenleiter beziehen ein Festgehalt von 71.000 € bei Banken und Konsumgüterindustrie, von 57.000 € bei Softwarehäusern und 49.000 € im Dienstleistungssektor. Der variable Anteil beträgt etwa 10%.
- Vertriebsleiter erreichen im Durchschnitt 124.000 € Gesamtgehalt (2007: 121.000 €) inklusive eines variablen Anteils von 50%. Der Verdienst richtet sich sehr stark nach Unternehmensgröße, in Unternehmen unter 50 Mitarbeitern beträgt das Gesamtgehalt von 93.700 € (2007: 86.000 €) , in Unternehmen mit 1000 bis 5000 Mitarbeitern dagegen durchschnittlich 171.000 €.
- Einfache und weniger verantwortungsvolle Positionen haben in den letzten fünf Jahren kaum Gehaltszuwächse zu vermelden.
- Die IT-Branche ist mittelstandsorientiert, 1/3 der Studien-Teilnehmer arbeitet in Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern
- In kleinen Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern sind die Gesamtgehälter sehr viel kleiner: IT-Berater: 50.900 €, Projektleiter 52.100 € (2007: 45.000 €), Entwickler 41.680 €, Supporter 33.000 €, Systemadministratoren 32.950 €
- Die Gehälter werden sich nach Überzeugung der Ersteller der Studie nicht mehr ständig mit zunehmendem Alter erhöhen, sondern es wird eine Abflachung und je nach Qualifikation und Marktsituation sich sogar nach unten entwickeln. Als Beispiel werden Manager genannt: “Zwischen der Übernahme der ersten Führungsposition mit 30 legen Manager auf ihrem weiteren Werdegang bis 50 langsam zu. Ältere können mit keinen nennenswerten Zuwächsen mehr rechnen.”
- Die höchsten Gehälter werden in Frankfurt gezahlt (+19,3% über Durchschnitt), dann folgt München (+17,1%), Stuttgart (+14,7%), Düsseldorf (+12,2%), Köln und Hamburg. Dresden (-2,3%) liegt vor Berlin, in Ostdeutschland ist das Gehaltsniveau am Niedrigsten und beträgt 76,5% des Mittelwerts.
Zur Methodik der Studie:
“In die Datenbasis gingen in den letzten Wochen bis zum 15. Februar 2008 Informationen aus der Hightech-Branche ebenso ein wie die Auswertung der Führungskräfte-Einkommen aus Anwenderfirmen. In die Untersuchung wurden 19 486 Datensätze einbezogen, die zu 44,5 Prozent aus dem IT- und TK-Sektor und zu 55,5 Prozent aus dem Anwenderumfeld kommen. Die IT-Unternehmen unterteilt die Studie in die Branchen Telekommunikation, Halbleiterindustrie, Softwarehäuser und IT-Systemhäuser. Auf der Anwenderseite berücksichtigt die Studie vor allem Betriebe aus der Investitionsgüter- und Konsumgüterindustrie, Finanzdienstleister sowie Medien- und Dienstleistungsunternehmen. Ausgewertet wurden die Gehälter der IT-Manager vom Projektleiter bis zum Bereichsleiter sowie die der Vertriebsverantwortlichen.”
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Dienstag, 27. Februar 2007
Immer mehr Menschen nutzen das Internet täglich oder fast täglich. Generell sind es mit 65% fast zwei Drittel der Deutschen, davon 56%, die es täglich oder fast täglich benutzen. Das ergab eine Befragung privater Haushalte im ersten Quartal 2006, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.
Im Unterschied zur von mir bereits vorgestellten Studie der Forschungsgruppe Wahlen, die für das vierte Quartal 2006 auf ähnliche Zahlen für Erwachsene kommt, wurden hier Personen ab zehn Jahren im ersten Quartal 2006 und die private Internetnutzung betrachtet. Erstere verfügt durchgängig über Werte aus dem Vorjahr und betrachtet insbesondere auch Bildungsgrad und Berufsgruppenzugehörigkeit.
In der Übersicht (Kursiv die entsprechenden Ergebnisse der anderen Studie):
- 63% der über 10-jährigen Deutschen nutzt das Internet, das ist ein Zuwachs von 4 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr (”Δ +4″). “Täglich oder fast täglich” wird es von 56% genutzt (Δ +6).
Bei der Forschungsgruppe Wahlen haben 68% der Erwachsenen (Δ +3) einen Internetanschluß. - 60% der Frauen und 71% der Männer greift auf das Internet zu, davon täglich oder fast täglich Frauen zu 49% und Männer zu 61%.
Bei der Forschungsgruppe Wahlen sind es 62% Frauen (Δ +5) und 74% Männer (Δ +1), d.h. die Frauen holen auf. - Die Altersgruppen unterscheiden sich stark:
Erwartungsgemäß sind die 10- bis 24-Jährigen mit 92% (davon 55% täglich oder fast täglich) besonders stark vertreten.
Aber auch die 25- bis 54-Jährigen sind zu 80% online, davon 58% täglich oder fast täglich.
Bei den über 54-Jährigen sind nur 30% Internetnutzer, allerdings ist auch hier mit 48% fast die Hälfte täglich oder fast täglich online.
Die Forschungsgruppe Wahlen benutzt ein anderes Raster:
Mehr als 4/5 der Befragten unter 50 hat Internet-Zugang. Auch bei den 50- bis 59-Jährigen waren es bereits 76%. In dieser Gruppe fallen die Zuwachsraten mit Δ +8 besonders hoch aus.
Immer noch stark unterrepräsentiert ist die sehr große Gruppe der Menschen ab 60 Jahren, von denen erst 36% über einen Zugang verfügten. Die Zuwächse sind mit Δ +4 durchschnittlich. - 85% der Internetnutzer verschickten und empfingen E-Mails und 83% suchten nach Informationen zu Waren oder Dienstleistungen. Stark verbreitet war auch die Inanspruchnahme von Reisedienstleistungen (55%) sowie das Online-Banking (42%).
golem.de berichtet, macht aber keinen Unterschied zwischen “täglich” und “täglich oder fast täglich”. Die Readers Edition nimmts auch nicht so genau.
Robert Basic machts richtig, heise.de auch.
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Donnerstag, 23. November 2006
N-TV berichtet:
Arbeitnehmer sind auch nach ihrem 54. Geburtstag einer Studie zufolge immer noch leistungsfähiger als ihre jüngsten Kollegen. Eine am Donnerstag veröffentlichte Analyse des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) bescheinigt 35- bis 44-Jährigen die größte Leistungsfähigkeit. [...] Die Studie untersucht die Beiträge verschiedener Altersgruppen für die Produktivität von Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes.
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