Donnerstag, 10. Juli 2008
Eine große Mehrheit der Bundesbürger wünscht sich flexiblere Arbeitsbedingungen. Zwei Drittel würden lieber regelmäßig zu Hause arbeiten (17% lieber grundsätzlich zu Hause, 50% mehrmals wöchentlich), statt ins Büro zu gehen. 26% arbeitet lieber jeden Tag im Büro, erst 1% hat die Möglichkeit, auch zu Hause zu arbeiten.
Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa unter 1008 Personen im Auftrag des IT-Branchenverbandes Bitkom hervor.

„Von Telearbeit und flexiblen Arbeitszeitmodellen können Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen profitieren“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren und die Arbeitgeber hoch qualifizierte Arbeitnehmer langfristig an das Unternehmen binden.“ Durch den stärkeren Einsatz von Telearbeit sparten Pendler Zeit und Geld, Arbeitgeber könnten Büroflächen reduzieren.
Besonders interessiert an der Arbeit im Home-Office sind jüngere Menschen. Fast 80% der 30 bis 39-Jährigen will an mehreren Tagen in der Woche oder ausschließlich zu Hause arbeiten. Die Gruppe der 50 bis 59-Jährigen liegt mit 61% bereits unter dem Durchschnitt, wie auch die der 60-Jährigen mit 50%. Größere Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt es nicht. „Die Telearbeit erfordert eine offene Unternehmenskultur, die auf Selbstverantwortung ihrer Mitarbeiter setzt“, sagte Scheer. „Die Arbeit zu Hause verlangt einen hohen Grad an Eigenmotivation und Selbstdisziplin.“ Zudem verschwimme die Trennlinie zwischen Beruf und Privatem. Mitarbeiter müßten die Bereitschaft mitbringen, auch jenseits fester Bürozeiten erreichbar zu sein, betonte Scheer.
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Dienstag, 27. Februar 2007
Immer mehr Menschen nutzen das Internet täglich oder fast täglich. Generell sind es mit 65% fast zwei Drittel der Deutschen, davon 56%, die es täglich oder fast täglich benutzen. Das ergab eine Befragung privater Haushalte im ersten Quartal 2006, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.
Im Unterschied zur von mir bereits vorgestellten Studie der Forschungsgruppe Wahlen, die für das vierte Quartal 2006 auf ähnliche Zahlen für Erwachsene kommt, wurden hier Personen ab zehn Jahren im ersten Quartal 2006 und die private Internetnutzung betrachtet. Erstere verfügt durchgängig über Werte aus dem Vorjahr und betrachtet insbesondere auch Bildungsgrad und Berufsgruppenzugehörigkeit.
In der Übersicht (Kursiv die entsprechenden Ergebnisse der anderen Studie):
- 63% der über 10-jährigen Deutschen nutzt das Internet, das ist ein Zuwachs von 4 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr (”Δ +4″). “Täglich oder fast täglich” wird es von 56% genutzt (Δ +6).
Bei der Forschungsgruppe Wahlen haben 68% der Erwachsenen (Δ +3) einen Internetanschluß. - 60% der Frauen und 71% der Männer greift auf das Internet zu, davon täglich oder fast täglich Frauen zu 49% und Männer zu 61%.
Bei der Forschungsgruppe Wahlen sind es 62% Frauen (Δ +5) und 74% Männer (Δ +1), d.h. die Frauen holen auf. - Die Altersgruppen unterscheiden sich stark:
Erwartungsgemäß sind die 10- bis 24-Jährigen mit 92% (davon 55% täglich oder fast täglich) besonders stark vertreten.
Aber auch die 25- bis 54-Jährigen sind zu 80% online, davon 58% täglich oder fast täglich.
Bei den über 54-Jährigen sind nur 30% Internetnutzer, allerdings ist auch hier mit 48% fast die Hälfte täglich oder fast täglich online.
Die Forschungsgruppe Wahlen benutzt ein anderes Raster:
Mehr als 4/5 der Befragten unter 50 hat Internet-Zugang. Auch bei den 50- bis 59-Jährigen waren es bereits 76%. In dieser Gruppe fallen die Zuwachsraten mit Δ +8 besonders hoch aus.
Immer noch stark unterrepräsentiert ist die sehr große Gruppe der Menschen ab 60 Jahren, von denen erst 36% über einen Zugang verfügten. Die Zuwächse sind mit Δ +4 durchschnittlich. - 85% der Internetnutzer verschickten und empfingen E-Mails und 83% suchten nach Informationen zu Waren oder Dienstleistungen. Stark verbreitet war auch die Inanspruchnahme von Reisedienstleistungen (55%) sowie das Online-Banking (42%).
golem.de berichtet, macht aber keinen Unterschied zwischen “täglich” und “täglich oder fast täglich”. Die Readers Edition nimmts auch nicht so genau.
Robert Basic machts richtig, heise.de auch.
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Samstag, 20. Januar 2007
Die Forschungsgruppe Wahlen hat in ihrer Studie Internet-Strukturdaten IV. Quartal 2006 (für 40€ bestellbar, Zusammenfassung downloadbar 51 KB) folgende Zahlen über den Zugang der Erwachsenen in Deutschland zum Internet ermittelt:
- 68% der Erwachsenen haben einen Internetanschluß, das ist ein Zuwachs von 3 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr (“Δ +3″).
- Es gibt einen Unterschied nach Geschlecht: Männer 74% (Δ +1), Frauen 62% (Δ +5), d.h. die Frauen holen auf.
- Es gibt ein West-Ost-Gefälle: Westen 69%, Osten 62%. Dort beträgt der Zuwachs jeweils Δ +3 Prozentpunkte, d.h. die Differenz manifestiert sich.
- Auch die Altersgruppen unterscheiden sich: Mehr als 4/5 der Befragten unter 50 hat Internet-Zugang. Auch bei den 50- bis 59-Jährigen waren es bereits 76%. In dieser Gruppe fallen die Zuwachsraten mit Δ +8 besonders hoch aus.
Immer noch stark unterrepräsentiert ist die sehr große Gruppe der Menschen ab 60 Jahren, von denen erst 36% über einen Zugang verfügten. Die Zuwächse sind mit Δ +4 durchschnittlich. - Auch der Bildungsgrad bleibt ein entscheidendes Merkmal für die Internet-Affinität der Deutschen:
Gerade bei Befragten mit geringerem Bildungsniveau sind die Zuwachsraten überdurchschnittlich, doch nach wie vor sind die absoluten Werte insbesondere derer mit Hauptschulabschluss ohne Lehre (26%), aber auch derer mit Lehre (48%) weit unterdurchschnittlich.
Durchschnittlich ist der Wert jener mit Mittlerer Reife (70%), aber deutlich überproportional jener mit Hochschulreife (85%). - Ein weiteres Differenzierungsmerkmal ist die Berufsgruppenzugehörigkeit, auch wenn hier die Unterschiede nicht so stark wie bei der Bildung ausfallen: Mit Δ +8 ist der Zuwachs bei den Arbeitern besonders hoch, allerdings hat dort erst jeder Zweite einen Zugang.
Bei einfachen und mittleren Angestellten und Beamten sind es durchschnittliche 69%, bei leitenden Angestellten und höheren Beamten leicht überdurchschnittliche 74% sowie bei Selbstständigen deutlich überdurchschnittliche 83%.
Insgesamt wurden 3.780 Erwachsene “repräsentativ telefonisch durch die Forschungsgruppe Wahlen befragt”.
Via heise.de und golem.de.
[Update: Dieser Artikel ist auch in der Readers Edition erschienen.]
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