Freitag, 25. April 2008

Bitkom: Mangel an IT-Fachkräften dramatisch

Laut Bitkom fehlen aktuell 43.000 IT-Fachkräfte. Dieser Mangel an hochqualifizierten Experten bremse insbesondere das Wachstum der kleinen und mittelständischen Firmen - und zwar sowohl bei den Softwarehäusern als auch bei deren Kunden. Gesucht würden insbesondere Softwareentwickler, IT-Berater und IT-Projektmanager.

Und der Markt wachse noch, daher verschärfe sich die Personalkrise dramatisch. Der Softwaremarkt werde 2008 voraussichtlich um gut 5 Prozent auf rund 15 Milliarden Euro wachsen; ebenso 2009. Die die IT-Dienstleistungen wüchsen sogar schneller, sie hätten 2007 um annähernd 8 Prozent auf über 30 Milliarden Euro zugelegt.
Der Markt für Serviceorientierte Architekturen (SOA) steige von 250 Millionen Euro im Jahr 2006 auf fast 2 Milliarden Euro im Jahr 2010. Im gleichen Zeitraum lege der Weltmarkt von 9 auf 38 Milliarden Euro zu.

Via golem.de.

Montag, 21. April 2008

Die E-Mail-Nutzung hängt stark vom Bildungsniveau ab

Nach einer Umfrage des BITKOM-Verbandes (Forsa befragte dazu 1000 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren in Privathaushalten) hängt die private E-Mail-Nutzung stark vom Bildungsgrad ab.

Statistik Webmonitor 04/08

„Die digitale Kluft ist in Deutschland weiterhin erschreckend groß“, kommentierte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer die Zahlen. Bildungsferne Schichten verfügten seltener über einen Internet-Anschluß. Laut BITKOM wollen die Gerätehersteller entsprechend reagieren und auch in Deutschland vermehrt einfach ausgestattete und sehr preiswerte Geräte anbieten.

Scheer kritisierte die IT-Ausstattung deutscher Schulen, sie sei „so schlecht wie in kaum einem anderen europäischen Land“. Er fordert, Informatik als Pflichtfach an den Schulen einzuführen, schließlich handle es sich um eine Kulturtechnik „wie Lesen und Schreiben“.

Via golem.de.

Montag, 3. März 2008

Der Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte ist leer gefegt

In der jüngsten Branchenumfrage des BITKOM-Verbandes (Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) meldeten rund 60% der deutschen IT-Unternehmen offene Stellen. Das entspreche etwa 18.000 unbesetzten Positionen bei diesen Unternehmen, berichtet das Magazin „Handelsblatt Junge Karriere“ in seiner aktuellen Ausgabe. Weitere rund 25.000 Stellen seien bei den IT-Anwendern frei, dort vor Allem in Handel, Banken und Versicherungen.

Der Arbeitsmarkt ist leer gefegt“, klagt Bikom-Präsident Scheer im Magazin.

Vor allem Akademiker würden knapp. Drei von vier ausgeschriebenen Stellen in der IT-Branche erforderten einen fachlich relevanten Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. Doch ein Studium der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik könnten hierzulande gerade einmal zwei Promille der Beschäftigten aufweisen, berichtet das Magazin unter Berufung auf den OECD-Bildungsbericht.

Immer weniger Studenten würden sich für ein Infomatikstudium entscheiden: 2000 wären es in Deutschland rund 38.000 Studienanfänger gewesen, 2006 nur noch knapp 28.500, also ein Minus von 25 Prozent. Erwartet werde, dass künftig auch die Zahl der Absolventen falle – von 15.360 im Prüfungsjahr 2006 auf unter 14.000 in 2010.

Diese Vorhersage steht im Widerspruch zur bisherigen Entwicklung. Laut Statistischem Bundesamt haben 2006 15.400 Absolventen ihr Informatikstudium abgeschlossen, das ist ein Zuwachs von 13% gegenüber 2005 und 117% gegenüber 1997. Die erste Hälfte des vergangenen Jahrzehnts schwankten die Absoventenzahlen. Seit 2003 verzeichnet das Fach zweistellige jährliche Zuwachsraten - generell die höchsten im Fachgebiet Mathematik/Naturwissenschaften.
Nachdem 1997 der Frauenanteil bei Absolventinnen und Absolventen der Informatik 13% betragen hatte, ging er in den Jahren 2000 und 2002 auf 11% zurück und stieg seitdem nur in kleinen Schritten wieder an. 2006 lag er bei 17%, das ist immer noch deutlich weniger als im Vergleich zum Fachgebiet Mathematik/Naturwissenschaften mit 39% und zu den 50% über alle Studienfächer.
Die Zahl der sogenannten Bildungsausländer, die ihr Abitur o.ä. im Ausland erworben und dann erfolgreich ein Informatikstudium absolviert haben, hat sich in den vergangenen 10 Jahren auf 1.300 mehr als vervierfacht, ebenso die der Bildungsinländer (= Ausländer mit deutschem Abitur o.ä.) unter den Absolventen auf 500.

Diese Zahlen schlagen sich auch in der offiziellen Arbeitsmarktstatistik nieder, wie heise.de berichtet:

Arbeitslosenzahlen Informatik Januar 2006 2007 2008

Es sind so wenige Informatiker arbeitslos, wie schon lange nicht mehr. Von über 50.000 im Januar 2006 ist die Arbeitslosigkeit auf unter 30.000 im Januar 2008 zurückgegangen. Interessante Randnotiz: Wie obenstehende Grafik zeigt, kennt die Bundesagentur für Arbeit weniger als 7.000 offene Stellen, das sind weniger als 16% der vom BITKOM gemeldeten — offensichtlich findet der Arbeitsmarkt nahezu vollständig außerhalb des Wirkungsbereiches der Agentur statt. Aus meiner persönlichen Erfahrung sowohl als Arbeitssuchender als auch als Jobvermittler wundert mich das nicht. Alleine die mit mindestens 163 Millionen Euro subventionierte Software „virtueller Arbeitsmarkt“ ist eine Katastrophe, geschweige denn das A2LL-Debakel.

Die Nachfrage wirkt bereits auf die Gehälter. „Junge Karriere“ hebt da besonders SAP- und IT-Berater hervor, sie verdienten als Berufsanfänger mit bis zu zwei Jahren Erfahrung zwischen 38.000 und 48.000 Euro im Jahr. Das Durchschnittsgehalt eines entsprechenden Software-Entwicklers liege dagegen zwischen 35.000 und 42.000 Euro; Fachleute für IT-Sicherheit (vermutlich ebenso Berufsanfänger) verdienten zwischen 35.500 und 43.000 Euro.

Die von mir bereits mehrfach empfohlene Seite Gehaltsliste IT und Medizin — Gehaltscheck und umfassende Gehaltsübersicht für Professionals der Personalberatung HiTec Consult bleibt mit den dort genannten Einstiegsgehältern übrigens darunter.

Die Computerwoche, die noch im Herbst von steigenden IT-Manager-Gehältern berichtet hatte, meldet nun 4% Gehaltsteigerung bei IT-Führungskräften. Auch in den nächsten Jahren könnten sie mit steigenden Gehältern rechnen.
Ein überdurchschnittliches Plus von 8% könnten die Projektleiter verbuchen, die im Vorjahr „zu kurz gekommen“ seien. Mit Personalverantwortung stiege ihr Gehalt von 81.200 auf 88.000 Euro, ohne diese von 60.000 auf 65.000 Euro.
Insgesamt geht die Computerzeitung wegen der Personalknappheit von weiter steigenden Gehältern aus. Gleichzeitig gestalteten Unternehmen die Entgelte ihrer IT-Führungskräfte immer variabler und differenzierter. Größere Gehaltsunterschiede würden zugelassen.

Sonntag, 21. Januar 2007

Lebensmittelverkauf im Internet gleichauf mit Musik-Downloads

Daß zunehmend Musik per Download aus dem Internet gekauft wird, ist bekannt. Nahezu unbeobachtet bleibt ein ganz anderer Trend: Immer mehr Lebensmittel werden in Deutschland online bestellt.

Quelle: BITKOM/GfK 2004 waren es noch 103 Millionen Euro Umsatz, 2005 bereits 110 Millionen und 2006 etwa 122 Millionen (Extrapolation, die Zahlen von November und Dezember liegen noch nicht vor). Davon sind etwa 3/4 Nahrungsmittel und 1/4 Getränke. Besonders häufig werden offenbar Delikatessen, die im stationären Handel nur schwer zu bekommen sind, bestellt, außerdem Tiefkühlkost und Weine. Die Lieferung frischer Produkte wie Gemüse oder Eiern ist allerdings meist nur in Ballungsräumen möglich.

Grundlage für die Angaben ist eine Pressemitteilung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM), die ihrerseits auf einer Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK basiert.

Leider versäumt es der Bitkom mitzuteilen, inwieweit diese Zunahme der Bestellung via Internet auf Kosten der “klassischen” Bestellung per Post, Telefon oder Fax geht. Nachdem es sich eher um höherwertige Lebensmittel zu handeln scheint und bei der entsprechenden Klientel der Internet-Nutzungsgrad sogar deutlich höher als die durchschnittlichen 2/3 ist, halte ich es für sehr wahrscheinlich, daß ein beträchtlicher Teil der Bestellungen einfach nur ins Internet verlagert wurde. Schließlich gibt es viele Lebensmittel-Versandhändler, die schon mehrere Jahrzehnte im Geschäft sind.

Dienstag, 7. November 2006

Mehr als 30.000 offene Stellen im IT-Sektor

Aus einer Presseerklärung von Monster.de (Hervorhebungen von mir):

Das Online-Stellenangebot für Arbeitskräfte in der IT-Branche lag laut Monster Employment Index im 3. Quartal 2006 mit rund 97.200 offenen Stellen leicht über dem Vorjahreszeitraum (Q3/2005: rund 96.000 offene Stellen). Der Monster Employment Index verzeichnet seit Juni 2005 jeden Monat mehr als 30.000 offene Stellen in der Informationstechnologie.

Die positive Angebotslage am IT-Stellenmarkt bestätigt auch der Stimmungsindikator des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM). Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen rechnen im laufenden Jahr mit steigenden Umsätzen. Besonders optimistisch äußern sich Software-Anbieter und IT-Dienstleister. Auch bei den Gehältern entwickelt sich die IT-Branche weiter positiv. Laut der Studie „Entgelt in der ITK-Branche 2006“ der IG Metall ist in den vergangenen Jahren die Entlohnung im Bereich Beratung um 50 Prozent, in Marketing und Rechenzentren um 30 Prozent sowie in Softwareentwicklung und Service um 24 Prozent gestiegen. Ebenfalls positiv ist die hohe Übernahmequote der Auszubildenden. Eine Untersuchung der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Zusammenarbeit mit der Initiative D21 und des Kompetenzzentrum Technik belegt, dass zwei Drittel aller Azubis in IT-Berufen nach der Abschlussprüfung übernommen werden.

Die Entlohnung von IT-Fachkräften unterliegt einem neuen Trend. Bisher war die erfolgsabhängige Vergütung auf Manager und Vertriebsmitarbeiter beschränkt. Mittlerweile werden auch IT-Spezialisten nach individueller Leistung bezahlt. Die Kopplung des Gehalts mit dem Unternehmenserfolg scheint insbesondere bei großen Herstellern, aber auch IT-Dienstleistungsunternehmen immer mehr üblich zu sein.

Donnerstag, 19. Oktober 2006

1/3 aller deutschen Haushalte hat Breitband

Heise Online berichtet:

Laut Bitkom hätten 33% der Privathaushalte einen schnellen Internetanschluß (> 384 KBit/s). Innerhalb von nur zwei Jahren habe sich die Zahl der schnellen Internetanschlüsse damit verdoppelt. Im internationalen Vergleich belegt Deutschland bei der Verbreitung von Breitbandanschlüssen allerdings nur einen Platz im hinteren Mittelfeld.

Sonntag, 15. Oktober 2006

Bitkom: Deutschland vernachlässigt Ausbildung von Spitzenkräften

Heise Online berichtet:

Deutschland droht nach Ansicht des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) bei der Ausbildung von Spitzenkräften im internationalen Vergleich den Anschluss zu verlieren. Dies zeigten die Absolventenzahlen in den technisch-naturwissenschaftlichen Studienfächern der wichtigsten Industrienationen. […] Insbesondere die wirtschaftlich aufstrebenden Länder China und Indien würden massiv ihre Ausbildungskapazitäten steigern, um ihre Innovationskraft zu stärken.

Die Forderung des Bitkom-Vizepräsidenten Raizner, “das Hochschulsystem weiter zu reformieren und stärker auf die Anforderungen der Wirtschaft auszurichten” teile ich nur bedingt. Für richtig halte ich aber:

Politik, Hochschulen und Industrie müssten darüber hinaus gemeinsam daran arbeiten, ausländische Nachwuchskräfte für eine Tätigkeit in Deutschland zu gewinnen. Laut Raizner ginge dies nur durch attraktive Studienbedingungen und unbürokratische Zuwanderungsregelungen.

Montag, 11. September 2006

Die Mehrheit der Deutschen arbeitet am Computer

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) weist darauf hin, daß in Deutschland laut Europäischer Statistikbehörde Eurostat im Jahre 2005 erstmals mehr als die Hälfte der arbeitenden Personen einen Computer benutzt hat. Mit 57% liegt Deutschland sogar deutlich über dem EU-Durchschnitt von 49%. 2004 waren es noch 47% (2003: 44%).
Zugleich ist die Anzahl der Beschäftigten mit Internet-Zugang auf der Arbeit von 29% (in 2003 und 2004) auf 40% gestiegen. Im EU-Durchschnitt sind es nur 35%.

Die Studie beschränkt sich allerdings auf Unternehmen mit mindestens 10 Mitarbeitern und nimmt den Banksektor aus.

Gefunden aufgrund einer Pressemeldung im heise-Newsticker.