Sonntag, 8. Februar 2009

Bei der Ausschreibung offener Stellen gehört das Internet inzwischen zum Standard. 94 % aller Unternehmen in Deutschland suchen per Internet nach neuen Mitarbeitern. Das hat eine repräsentative Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM unter 809 Firmen aller Branchen ergeben. Besonders beliebt sind bei den Arbeitgebern Online-Jobbörsen wie Stepstone, Jobscout oder Monster, die von 59 % aller Unternehmen genutzt werden. Die Hälfte der Firmen publiziert Stellenanzeigen auf der eigenen Homepage. Ein Viertel annonciert in spezialisierten Online-Stellenbörsen für bestimmte Branchen oder Berufsgruppen. Immerhin ein Fünftel nutzt weitere Online-Dienste, darunter soziale Netzwerke wie Xing oder StudiVZ sowie regionale Internetdienste. „Das Internet ist für die Wirtschaft bei der Personalsuche unverzichtbar geworden“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Jobsuchende sollten in unterschiedlichen Medien recherchieren und auf eine Online-Bewerbung vorbereitet sein. Viele Unternehmen ziehen heute eine Bewerbung per Internet einer Bewerbung auf dem Postweg vor.“
Die Stellenmärkte in den klassischen Printmedien bleiben aber ein wichtiges Instrument zur Rekrutierung neuen Personals. So suchen 85 % der Firmen Mitarbeiter über Stellenanzeigen in Zeitungen oder Fachmagazinen. Zwei Drittel aller Firmen schalten in den Stellenmärkten von Tages- und Wochenzeitungen Anzeigen, um auf Vakanzen aufmerksam zu machen. Ein Viertel greift auf Fachmagazine zurück, 16 % auf sonstige Printmedien. „Auffällig ist, dass die Unternehmen ihre Stellenanzeigen in aller Regel in mehreren Online- oder Printmedien veröffentlichen “, sagte Scheer. 62 % nutzen drei Medien und weitere 20 % sogar vier unterschiedliche Medien, wenn sie Stellenanzeigen schalten.
Eine untergeordnete Rolle bei der Personalsuche spielen laut der BITKOM-Umfrage die Arbeitsagenturen. Nur 39 % der Unternehmen in Deutschland melden freie Stellen der Bundesagentur für Arbeit. In der IT-Branche, die überdurchschnittlich viele hoch qualifizierte Spezialisten nachfragt, melden sogar nur 28 % der Unternehmen offene Stellen an die Arbeitsagentur.
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Sonntag, 8. Februar 2009
Am allgemeinen Informatikermangel hat sich weiterhin nichts geändert, berichtet die c’t. Es gebe nicht nur zu wenige Absolventen, sondern auch zu wenige Studienanfänger. Das sei einer der Gründe, weswegen Informatiker auch in der derzeitig schwierigen konjunkturellen Lage keine großen Kündigungswellen fürchten müßten.
“Sie sind immer noch gesucht – auch wenn die Firmen etwas vorsichtiger sind in ihrer Einstellungspolitik”, so Sörge Drosten, Leiter des ITK-Bereichs bei Kienbaum. Die meisten Firmen seien etwas reservierter.
In dieselbe Kerbe schlägt der Marco Zingler, Vorsitzender der Fachgruppe Agenturen im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW): “Informatiker besitzen nach wie vor eine Schlüsselqualifikation der digitalen Wirtschaft, aber die ‘Party’ ist vorbei. Im Vergleich zu vielen anderen Berufen in der Dienstleistungsbranche haben IT-Spezialisten weiterhin gute Job-Aussichten.”
“Es wird ordentlich bezahlt – aber die verrückten Gehälter aus der New Economy gibt es nicht mehr”, sagt Maurice Shahd vom BITKOM-Verband. Im Gegensatz zu damals bemühten sich die Unternehmen auch, Spezialisten und Experten zu halten, zumal der Markt auf einigen Gebieten leergefegt sei.
“Es gibt noch immer einen hohen Sockel offener Stellen”, sagt Shahd. Und die Informationstechnologie ist inzwischen aus kaum einem Bereich des täglichen Lebens wegzudenken, auch wenn derzeit einige Projekt auf Eis liegen. “Es gibt weiterhin eine Vielzahl an IT-Projekten”, meint auch Marco Zingler. “Allerdings hat sich die Nachfrage aufgrund der Wirtschaftskrise auf ein gesundes Mittelmaß relativiert.”
Die Anforderungen hätten sich verschoben und die IT-Anbieter regieren darauf, erklärt BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Im Jahr 2009 stehen Technologien im Mittelpunkt, die schnell zu Kostensenkungen und Leistungssteigerungen bei den Anwendern führen.” Der BITKOM rechnet im Jahr 2009 mit einem Wachstum des IT-Marktes von 1,5 Prozent auf rund 67 Milliarden Euro.
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Dienstag, 28. Oktober 2008
Der Online-Werbemarkt wächst weiter – trotz konjunktureller Unsicherheit und allgemein sinkender Werbeausgaben. In den ersten neun Monaten dieses Jahres kletterten die Netto-Umsätze mit grafischer Online-Werbung in Deutschland auf 1,4 Milliarden € — das ist ein Zuwachs von 44,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum (976 Millionen €).
Das gab der BITKOM bekannt.
Vor allem Telekommunikationsanbieter und Internetplattformen waren in den ersten neun Monaten dieses Jahres Vorreiter. Sie investierten knapp 370 Millionen € in grafische Online-Werbung — das ist ein Plus gegenüber 2007 von 147 Millionen € bzw. 66%. Auf dem zweiten Platz folgen Handels- und Versandhäuser, die Banner, Pop-Ups und Streaming Ads im Wert von 255 Millionen € schalteten, was einem Anstieg von 37,2% entspricht. Zu den Top 5 unter den Werbetreibern zählen zudem Banken und Finanzdienstleister (153 Millionen €, +40,2%), Medien und Entertainmentanbieter (152 Millionen €, +24,9%) sowie die Autobranche (106 Millionen €, +10,4%).
Den größten Sprung mit einem Anstieg von 88 % verzeichnet der Dienstleistungsbereich. Das sind unter anderem Immobilienvermittler, Arbeitsplatzbörsen, Gewinnspiel-Anbieter und Autovermieter. Sie kauften grafische Online-Werbung in Höhe von 91,5 Millionen € — 2007 waren es im gleichen Zeitraum lediglich 48,5 Millionen €.
“Nach einem Wachstumsschub im Jahr 2007 hat die rasante Entwicklung angehalten. Der Onlinewerbemarkt wird weiter zulegen, auch weil die werbetreibende Wirtschaft ihre Marketingbudgets ins Internet umschichtet”, sagt Bitkom-Präsident Scheer.
Sämtliche Angaben basieren auf einer Erhebung von Thomson Media Control und umfassen alle Formen klassischer Online-Werbung. Dazu zählen grafische Werbemittel wie Banner, Pop-Ups und Streaming Ads. Suchwort-Marketing und Affiliate-Marketing sind nicht eingeschlossen. Ausgewiesen ist der hochgerechnete Nettoumsatz (d.h. unter Berücksichtigung geschätzter Rabatte und Agenturprovisionen).
Via golem.de.
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Freitag, 10. Oktober 2008
Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien geht davon aus, daß in diesem Jahr die Zahl der Beschäftigten auf den Gebieten Informationstechnik und Telekommunikation trotz abflauender Konjunktur um weitere 3000 auf 829.000 wachsen wird.
Die konjunkturellen Turbulenzen seien auf dem deutschen Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte bislang nicht zu spüren. Weite Teile der Branche litten sogar weiterhin unter einem Mangel an gut ausgebildeten IT-Experten.
Im kommenden Jahr dagegen gebe es nur dann neue Arbeitsplätze, wenn die Finanzmarktkrise schnell bewältigt und das Bildungssystem auf Vordermann gebracht werde.
Softwarehäuser und IT-Dienstleister seien die Motoren in diesem Segment. Sie hätten seit dem Jahr 2001 allein rund 100.000 zusätzliche Stellen geschaffen. Insgesamt seien im vergangenen Jahr etwa 13.000 neue Stellen entstanden, deutlich mehr als die vom BITKOM erhofften 3.000 Stellen.
In diesem Jahr schaffe laut einer BITKOM-Umfrage gut die Hälfte der Unternehmen zusätzliche Arbeitsplätze. Ein Drittel werde die Zahl der Beschäftigten voraussichtlich stabil halten, und 16% müßten Stellen streichen.
Die Ursache dafür sieht der Verband im scharfen Preiswettbewerb einerseits und im tiefgreifenden Wandel weg von der klassischen Nachrichtentechnik hin zu weniger arbeitsintensiven Software-Lösungen andererseits.
Das führe zu der Situation, dass in dem einen Branchensegment Experten fehlen, während in einem anderen Bereich Arbeitsplätze abgebaut werden müssen.
Unter dem Strich sei die Job-Bilanz der Hightech-Branche 2008 im fünften Jahr in Folge positiv.
Dies wird von den offiziellen Arbeitslosenzahlen gestützt:

In der Septembermitteilung der Bundesagentur für Arbeit heißt es, die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen im IT-Bereich sei von 29.645 im August auf 28.087 im September leicht gefallen. Allerdings klammert diese Statistik Arbeitslose, die bei kommunalen oder sonstigen Trägern gemeldet sind, sowie u.a. auch Personen mit 1-Euro-Jobs und Teilnehmer von Qualifizierungs- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen aus.
Via golem.de.
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Donnerstag, 10. Juli 2008
Eine große Mehrheit der Bundesbürger wünscht sich flexiblere Arbeitsbedingungen. Zwei Drittel würden lieber regelmäßig zu Hause arbeiten (17% lieber grundsätzlich zu Hause, 50% mehrmals wöchentlich), statt ins Büro zu gehen. 26% arbeitet lieber jeden Tag im Büro, erst 1% hat die Möglichkeit, auch zu Hause zu arbeiten.
Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa unter 1008 Personen im Auftrag des IT-Branchenverbandes Bitkom hervor.

„Von Telearbeit und flexiblen Arbeitszeitmodellen können Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen profitieren“, sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer. „Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren und die Arbeitgeber hoch qualifizierte Arbeitnehmer langfristig an das Unternehmen binden.“ Durch den stärkeren Einsatz von Telearbeit sparten Pendler Zeit und Geld, Arbeitgeber könnten Büroflächen reduzieren.
Besonders interessiert an der Arbeit im Home-Office sind jüngere Menschen. Fast 80% der 30 bis 39-Jährigen will an mehreren Tagen in der Woche oder ausschließlich zu Hause arbeiten. Die Gruppe der 50 bis 59-Jährigen liegt mit 61% bereits unter dem Durchschnitt, wie auch die der 60-Jährigen mit 50%. Größere Unterschiede zwischen Frauen und Männern gibt es nicht. „Die Telearbeit erfordert eine offene Unternehmenskultur, die auf Selbstverantwortung ihrer Mitarbeiter setzt“, sagte Scheer. „Die Arbeit zu Hause verlangt einen hohen Grad an Eigenmotivation und Selbstdisziplin.“ Zudem verschwimme die Trennlinie zwischen Beruf und Privatem. Mitarbeiter müßten die Bereitschaft mitbringen, auch jenseits fester Bürozeiten erreichbar zu sein, betonte Scheer.
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Freitag, 25. April 2008
Laut Bitkom fehlen aktuell 43.000 IT-Fachkräfte. Dieser Mangel an hochqualifizierten Experten bremse insbesondere das Wachstum der kleinen und mittelständischen Firmen – und zwar sowohl bei den Softwarehäusern als auch bei deren Kunden. Gesucht würden insbesondere Softwareentwickler, IT-Berater und IT-Projektmanager.
Und der Markt wachse noch, daher verschärfe sich die Personalkrise dramatisch. Der Softwaremarkt werde 2008 voraussichtlich um gut 5 Prozent auf rund 15 Milliarden Euro wachsen; ebenso 2009. Die die IT-Dienstleistungen wüchsen sogar schneller, sie hätten 2007 um annähernd 8 Prozent auf über 30 Milliarden Euro zugelegt.
Der Markt für Serviceorientierte Architekturen (SOA) steige von 250 Millionen Euro im Jahr 2006 auf fast 2 Milliarden Euro im Jahr 2010. Im gleichen Zeitraum lege der Weltmarkt von 9 auf 38 Milliarden Euro zu.
Via golem.de.
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Montag, 21. April 2008
Nach einer Umfrage des BITKOM-Verbandes (Forsa befragte dazu 1000 repräsentativ ausgewählte Personen ab 14 Jahren in Privathaushalten) hängt die private E-Mail-Nutzung stark vom Bildungsgrad ab.

„Die digitale Kluft ist in Deutschland weiterhin erschreckend groß“, kommentierte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer die Zahlen. Bildungsferne Schichten verfügten seltener über einen Internet-Anschluß. Laut BITKOM wollen die Gerätehersteller entsprechend reagieren und auch in Deutschland vermehrt einfach ausgestattete und sehr preiswerte Geräte anbieten.
Scheer kritisierte die IT-Ausstattung deutscher Schulen, sie sei „so schlecht wie in kaum einem anderen europäischen Land“. Er fordert, Informatik als Pflichtfach an den Schulen einzuführen, schließlich handle es sich um eine Kulturtechnik „wie Lesen und Schreiben“.
Via golem.de.
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Montag, 3. März 2008
In der jüngsten Branchenumfrage des BITKOM-Verbandes (Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) meldeten rund 60% der deutschen IT-Unternehmen offene Stellen. Das entspreche etwa 18.000 unbesetzten Positionen bei diesen Unternehmen, berichtet das Magazin „Handelsblatt Junge Karriere“ in seiner aktuellen Ausgabe. Weitere rund 25.000 Stellen seien bei den IT-Anwendern frei, dort vor Allem in Handel, Banken und Versicherungen.
„Der Arbeitsmarkt ist leer gefegt“, klagt Bikom-Präsident Scheer im Magazin.
Vor allem Akademiker würden knapp. Drei von vier ausgeschriebenen Stellen in der IT-Branche erforderten einen fachlich relevanten Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. Doch ein Studium der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik könnten hierzulande gerade einmal zwei Promille der Beschäftigten aufweisen, berichtet das Magazin unter Berufung auf den OECD-Bildungsbericht.
Immer weniger Studenten würden sich für ein Infomatikstudium entscheiden: 2000 wären es in Deutschland rund 38.000 Studienanfänger gewesen, 2006 nur noch knapp 28.500, also ein Minus von 25 Prozent. Erwartet werde, dass künftig auch die Zahl der Absolventen falle – von 15.360 im Prüfungsjahr 2006 auf unter 14.000 in 2010.
Diese Vorhersage steht im Widerspruch zur bisherigen Entwicklung. Laut Statistischem Bundesamt haben 2006 15.400 Absolventen ihr Informatikstudium abgeschlossen, das ist ein Zuwachs von 13% gegenüber 2005 und 117% gegenüber 1997. Die erste Hälfte des vergangenen Jahrzehnts schwankten die Absoventenzahlen. Seit 2003 verzeichnet das Fach zweistellige jährliche Zuwachsraten – generell die höchsten im Fachgebiet Mathematik/Naturwissenschaften.
Nachdem 1997 der Frauenanteil bei Absolventinnen und Absolventen der Informatik 13% betragen hatte, ging er in den Jahren 2000 und 2002 auf 11% zurück und stieg seitdem nur in kleinen Schritten wieder an. 2006 lag er bei 17%, das ist immer noch deutlich weniger als im Vergleich zum Fachgebiet Mathematik/Naturwissenschaften mit 39% und zu den 50% über alle Studienfächer.
Die Zahl der sogenannten Bildungsausländer, die ihr Abitur o.ä. im Ausland erworben und dann erfolgreich ein Informatikstudium absolviert haben, hat sich in den vergangenen 10 Jahren auf 1.300 mehr als vervierfacht, ebenso die der Bildungsinländer (= Ausländer mit deutschem Abitur o.ä.) unter den Absolventen auf 500.
Diese Zahlen schlagen sich auch in der offiziellen Arbeitsmarktstatistik nieder, wie heise.de berichtet:

Es sind so wenige Informatiker arbeitslos, wie schon lange nicht mehr. Von über 50.000 im Januar 2006 ist die Arbeitslosigkeit auf unter 30.000 im Januar 2008 zurückgegangen. Interessante Randnotiz: Wie obenstehende Grafik zeigt, kennt die Bundesagentur für Arbeit weniger als 7.000 offene Stellen, das sind weniger als 16% der vom BITKOM gemeldeten — offensichtlich findet der Arbeitsmarkt nahezu vollständig außerhalb des Wirkungsbereiches der Agentur statt. Aus meiner persönlichen Erfahrung sowohl als Arbeitssuchender als auch als Jobvermittler wundert mich das nicht. Alleine die mit mindestens 163 Millionen Euro subventionierte Software „virtueller Arbeitsmarkt“ ist eine Katastrophe, geschweige denn das A2LL-Debakel.
Die Nachfrage wirkt bereits auf die Gehälter. „Junge Karriere“ hebt da besonders SAP- und IT-Berater hervor, sie verdienten als Berufsanfänger mit bis zu zwei Jahren Erfahrung zwischen 38.000 und 48.000 Euro im Jahr. Das Durchschnittsgehalt eines entsprechenden Software-Entwicklers liege dagegen zwischen 35.000 und 42.000 Euro; Fachleute für IT-Sicherheit (vermutlich ebenso Berufsanfänger) verdienten zwischen 35.500 und 43.000 Euro.
Die von mir bereits mehrfach empfohlene Seite Gehaltsliste IT und Medizin — Gehaltscheck und umfassende Gehaltsübersicht für Professionals der Personalberatung HiTec Consult bleibt mit den dort genannten Einstiegsgehältern übrigens darunter.
Die Computerwoche, die noch im Herbst von steigenden IT-Manager-Gehältern berichtet hatte, meldet nun 4% Gehaltsteigerung bei IT-Führungskräften. Auch in den nächsten Jahren könnten sie mit steigenden Gehältern rechnen.
Ein überdurchschnittliches Plus von 8% könnten die Projektleiter verbuchen, die im Vorjahr „zu kurz gekommen“ seien. Mit Personalverantwortung stiege ihr Gehalt von 81.200 auf 88.000 Euro, ohne diese von 60.000 auf 65.000 Euro.
Insgesamt geht die Computerzeitung wegen der Personalknappheit von weiter steigenden Gehältern aus. Gleichzeitig gestalteten Unternehmen die Entgelte ihrer IT-Führungskräfte immer variabler und differenzierter. Größere Gehaltsunterschiede würden zugelassen.
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Sonntag, 21. Januar 2007
Daß zunehmend Musik per Download aus dem Internet gekauft wird, ist bekannt. Nahezu unbeobachtet bleibt ein ganz anderer Trend: Immer mehr Lebensmittel werden in Deutschland online bestellt.
2004 waren es noch 103 Millionen Euro Umsatz, 2005 bereits 110 Millionen und 2006 etwa 122 Millionen (Extrapolation, die Zahlen von November und Dezember liegen noch nicht vor). Davon sind etwa 3/4 Nahrungsmittel und 1/4 Getränke. Besonders häufig werden offenbar Delikatessen, die im stationären Handel nur schwer zu bekommen sind, bestellt, außerdem Tiefkühlkost und Weine. Die Lieferung frischer Produkte wie Gemüse oder Eiern ist allerdings meist nur in Ballungsräumen möglich.
Grundlage für die Angaben ist eine Pressemitteilung des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM), die ihrerseits auf einer Erhebung des Marktforschungsinstituts GfK basiert.
Leider versäumt es der Bitkom mitzuteilen, inwieweit diese Zunahme der Bestellung via Internet auf Kosten der “klassischen” Bestellung per Post, Telefon oder Fax geht. Nachdem es sich eher um höherwertige Lebensmittel zu handeln scheint und bei der entsprechenden Klientel der Internet-Nutzungsgrad sogar deutlich höher als die durchschnittlichen 2/3 ist, halte ich es für sehr wahrscheinlich, daß ein beträchtlicher Teil der Bestellungen einfach nur ins Internet verlagert wurde. Schließlich gibt es viele Lebensmittel-Versandhändler, die schon mehrere Jahrzehnte im Geschäft sind.
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Dienstag, 7. November 2006
Aus einer Presseerklärung von Monster.de (Hervorhebungen von mir):
Das Online-Stellenangebot für Arbeitskräfte in der IT-Branche lag laut Monster Employment Index im 3. Quartal 2006 mit rund 97.200 offenen Stellen leicht über dem Vorjahreszeitraum (Q3/2005: rund 96.000 offene Stellen). Der Monster Employment Index verzeichnet seit Juni 2005 jeden Monat mehr als 30.000 offene Stellen in der Informationstechnologie.
Die positive Angebotslage am IT-Stellenmarkt bestätigt auch der Stimmungsindikator des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM). Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen rechnen im laufenden Jahr mit steigenden Umsätzen. Besonders optimistisch äußern sich Software-Anbieter und IT-Dienstleister. Auch bei den Gehältern entwickelt sich die IT-Branche weiter positiv. Laut der Studie „Entgelt in der ITK-Branche 2006“ der IG Metall ist in den vergangenen Jahren die Entlohnung im Bereich Beratung um 50 Prozent, in Marketing und Rechenzentren um 30 Prozent sowie in Softwareentwicklung und Service um 24 Prozent gestiegen. Ebenfalls positiv ist die hohe Übernahmequote der Auszubildenden. Eine Untersuchung der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Zusammenarbeit mit der Initiative D21 und des Kompetenzzentrum Technik belegt, dass zwei Drittel aller Azubis in IT-Berufen nach der Abschlussprüfung übernommen werden.
Die Entlohnung von IT-Fachkräften unterliegt einem neuen Trend. Bisher war die erfolgsabhängige Vergütung auf Manager und Vertriebsmitarbeiter beschränkt. Mittlerweile werden auch IT-Spezialisten nach individueller Leistung bezahlt. Die Kopplung des Gehalts mit dem Unternehmenserfolg scheint insbesondere bei großen Herstellern, aber auch IT-Dienstleistungsunternehmen immer mehr üblich zu sein.
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Donnerstag, 19. Oktober 2006
Heise Online berichtet:
Laut Bitkom hätten 33% der Privathaushalte einen schnellen Internetanschluß (> 384 KBit/s). Innerhalb von nur zwei Jahren habe sich die Zahl der schnellen Internetanschlüsse damit verdoppelt. Im internationalen Vergleich belegt Deutschland bei der Verbreitung von Breitbandanschlüssen allerdings nur einen Platz im hinteren Mittelfeld.
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Sonntag, 15. Oktober 2006
Heise Online berichtet:
Deutschland droht nach Ansicht des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) bei der Ausbildung von Spitzenkräften im internationalen Vergleich den Anschluss zu verlieren. Dies zeigten die Absolventenzahlen in den technisch-naturwissenschaftlichen Studienfächern der wichtigsten Industrienationen. [...] Insbesondere die wirtschaftlich aufstrebenden Länder China und Indien würden massiv ihre Ausbildungskapazitäten steigern, um ihre Innovationskraft zu stärken.
Die Forderung des Bitkom-Vizepräsidenten Raizner, “das Hochschulsystem weiter zu reformieren und stärker auf die Anforderungen der Wirtschaft auszurichten” teile ich nur bedingt. Für richtig halte ich aber:
Politik, Hochschulen und Industrie müssten darüber hinaus gemeinsam daran arbeiten, ausländische Nachwuchskräfte für eine Tätigkeit in Deutschland zu gewinnen. Laut Raizner ginge dies nur durch attraktive Studienbedingungen und unbürokratische Zuwanderungsregelungen.
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