Donnerstag, 29. März 2007

Leitfaden für Unternehmens-Blogs veröffentlicht

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. hat nun einen Leitfaden für Blogs veröffentlicht, der dem Corporate-Blogger die Orientierung im Dickicht von Urheberrechts- und Markenrechtsverletzungen, Beleidigungsklagen und ähnlichen Unannehmlichkeiten erleichtern soll.

Welche rechtlichen Rahmenbedingungen beim Führen von Blogs zu beachten sind, soll der BVDW-Leitfaden anhand einiger Beispiele aufzeigen. Die Informationen, die als Präsentation aufbereitet sind, wurden in Zusammenarbeit mit Dr. Sabine Grapentin, Leiterin des Arbeitskreises Recht im BVDW, erstellt. Dabei wird besonders auf Meinungsäußerungen und Bewertungen eingegangen.

Der Leitfaden steht als PDF kostenlos zum Download zur Verfügung.

Via golem.de.

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Freitag, 26. Mai 2006

Financial Times Deutschland zu Weblogs

In dem im Nachtrag von mir bereits genannten Artikel in der Financial Times stehen ein paar interessante Zahlen:

UPS Europe Business Monitor vom Dezember 2005: 57 Prozent der deutschen Topmanager kennen den Begriff nicht. 29 Prozent haben zwar davon gehört, lesen oder schreiben aber selber keine. Als Informationsquelle ziehen gerade mal acht Prozent einen Blog heran.

In den Unternehmen gibt es momentan zwei Lager, wie die Studie “Euroblog 2006″ zeigt: überzeugte Nutzer und Skeptiker. 587 PR-Fachleute aus 33 Ländern gaben Auskunft, ob und wie sie Blogs nutzen. zur Nutzung von Weblogs in Public Relations und Kommunikationsmanagement. Ein Drittel betreibt ein Weblog oder verfasst regelmäßig Beiträge.

Ein Viertel ignoriert Weblogs noch komplett. 42 Prozent der Befragten, die derzeit noch keinen Blog betreiben, wollen dies in den nächsten zwölf Monate nachholen. Ein Drittel plant dies eher nicht – weil die Vorteile nicht klar auf der Hand liegen, die Inhalte nicht kontrollierbar sind oder es an Personalkapazitäten mangelt.

Immerhin beobachtet laut Euroblog-Studie knapp ein Drittel der befragten PR-Experten Weblogs. Fast 20 Prozent planen, ein solches Monitoring im Unternehmen einzuführen.

Bei BlogKnowHow wird auf einen weiteren Artikel der Financial Times Deutschland verwiesen:

Im Artikel “Boomlaune bewegt die Top Ten” schreibt Financial Times Deutschland über das Ranking der meistgenannten Businessbegriffe. Nach dem Spitzenreiter “Turnaround” folgt bereits “Blog”. Die reale Häufigkeit von Corporate Weblogs hinkt dieser Platzierung aber noch weit hinterher.

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Donnerstag, 18. Mai 2006

US-Umfrage zum Stand von Corporate Weblogs

Die PR-Firma Makovsky hat im Februar diesen Jahres unter 150 “Leading Executives” in “Fortune 1000 Companies” (in Wirklichkeit sind offensichtlich US-Firmen gemeint) zusammen mit Harris Interactive eine Telefonumfrage zu Business Weblogs durchgeführt.
Laut Makowsky stimme die Stichprobe theoretisch mit 95% Wahrscheinlichkeit auf ±8% mit der Wirklichkeit überein.

Im Folgenden sind mit “Weblogs” immer “Unternehmens/Business-Weblogs” gemeint. Die Grafiken sind der Makovsky-Website entnommen. Bis auf eine Beschreibung der Stichproben-Zusammensetzung besteht das Umfrage-PDF (s.u.) aus genau diesen Grafiken.

4% haben noch nie etwas von Blogs gehört, 15% haben davon gehört, ohne allzuviel verstanden zu haben, 51% haben eine vage Vorstellung davon, und 30% verstehen genau, was damit gemeint ist (Grafik).

Dabei lesen 40% Business-Blogs nie, 23% ein paarmal im Jahr und immerhin 21% wöchentlich (Grafik).
Interessanterweise ist die Zahl der Nie- und Gelegenheitsnutzer größer als die derer mit wenig oder vager Vorstellung von Blogs. Hmm.

Angesichts dieser Werte ist die Zustimmung zu den verschiedenen Definitionen von Weblogs interessant (s. Grafik): 83% halten es für Bürgerjournalismus, aber nur 76% meinen, daß dort “on a regular basis” publiziert wird; 53% haben die Bedeutung als “promotional online tool” erkannt. Ich erinnere nur an die o.g. 30% derjenigen mit einem genauen Verständnis von Weblogs.

77% verneinen, daß in ihrem Unternehmen ein Blog über das Unternehmen oder seine Aktivitäten geführt wird, 15% bejahen das (Grafik).

80% meinen, ihr Unternehmen sollte eine Policy zum Schreiben in Corporate Blogs haben, aber nur 47% haben auch wirklich eine (Grafik).

12% haben schon einmal rechtliche oder andere Schritte gegen Weblogs unternommen (Grafik), 20% betreiben Web Monitoring.

28% meinen, daß die Glaubwürdigkeit von Weblogs als Mittel, eine Marke aufzubauen und zu entwickeln, überhaupt nicht zugenommen hat. 45% sehen ein wenig, 19% moderat und nur 3% ein größeres Maß an Zunahme (Grafik).

18% meinen, daß die Glaubwürdigkeit von Weblogs als Mittel der Unternehmenskommunikation überhaupt nicht gewonnen hat, 44% sehen ein wenig, 27% moderat und nur 5% ein größeres Maß an Zunahme (Grafik).

40% meinen, daß die Glaubwürdigkeit von Weblogs als Mittel, um Verkäufe oder Kundenbeziehungen zu generieren, überhaupt nicht zugenommen hat. 31% sehen ein wenig, 22% moderat und keine signifikante Zahl ein größeres Maß an Zunahme (Grafik).

PDF-Download der Studie und der Presseerklärung dazu.

Aufgrund eines Berichts auf blogknowhow via ECIN recherchiert beim Blog von Makowsky.

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Nachtrag:
Es gibt einige wenige Artikel zum Thema aus deutscher Sicht. Robert Basic verweist in einem Beitrag “Firmen-Weblogs: Praktische Erfahrungen und Nutzen” auf einen Artikel in der Financial Times Deutschland über Firmenblogs, einen Beitrag im Blog Exciting Commerce über Shopblogger und zwei Interviews (Blogtalks) mit dem Betreiber des Frosta-Blogs hier und hier.

Nachtrag 26.05.:
PR-Blogger Klaus Eck hat die Studie am 23.05. ebenfalls kommentiert.

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