Donnerstag, 17. April 2008
In seiner Dissertation untersucht Reto Mantz die rechtlichen Rahmenbedingungen für offene Funknetze, in denen der Einzelne nicht nur als Nutzer, sondern auch als Diensteanbieter auftritt — mit entsprechenden Verpflichtungen und Haftungsansprüchen, deren sich die Teilnehmer solcher Netze nur sehr selten bewußt sind.
In letzter Zeit sind z.B. einige Gerichtsurteile ergangen, die sich mit dem Begriff der “Störerhaftung” befassen. Auch dieses Thema taucht in Mantz’ Arbeit auf.
Die Doktorarbeit wurde bei Prof. Dr. Dreier vom Institut für Informationsrecht am Zentrum für angewandte Rechtswissenschaften der Universität Karlsruhe erstellt. Sie trägt den Titel “Rechtsfragen offener Netze: Rechtliche Gestaltung und Haftung des Access Providers in zugangsoffenen (Funk-)Netzen” und kann entweder als Buch (€ 39,90) gekauft oder kostenlos heruntergeladen (14 MB PDF, 420 Seiten) werden.
Die Arbeit steht unter einer CC-BY-NC-ND Creative-Commons-Lizenz.
Via golem.de.
Sonntag, 13. April 2008
2005 startete das Portal iRights.info zum Thema “Urheberrecht in der digitalen Welt”. 2006 wurde es mit dem Grimme Online Award im Bereich Information ausgezeichnet.
Die wichtigsten Texte dieser Website sind nun in aktualisierter überarbeiteter Form als 385 Seiten umfassendes Buch erschienen:
Urheberrecht im Alltag. Kopieren, bearbeiten, selber machen
herausgegeben von Valie Djodjevic, Robert A. Gehring, Volker Grassmuck, Till Kreutzer und Matthias Spielkamp, Bonn 2008, 385 Seiten, Bereitstellungspauschale: 2 Euro
Das Buch kann über die Website der Bundeszentrale für Politische Bildung bestellt werden.
Alle Texte seien auf den neuesten Stand gebracht worden, so dass auch die Gesetzesänderungen durch die Urheberrechtsnovelle vom 1. Januar 2008 berücksichtigt sind. Es sei gelungen, die nichtlineare Struktur der Website in eine Form zu bringen, die die Nutzung des Buchs so einfach und übersichtlich wie möglich mache. Auch die Links, die in der Website auf andere Text verweisen, seien so umgesetzt worden, dass sie jetzt entweder auf bestimmte Buchtexte hinwiesen, oder auf Quellen in Webangeboten, Zeitschriften und Büchern. Die Literaturliste und das ausführliche Register machten das Buch zu einem einfach und zugleich zuverlässig nutzbaren Nachschlagewerk.
Der Preis von 2 Euro wird von der Bundeszentrale für politische Bildung, die das Buch in Auftrag gegeben hat, subventioniert.
Die Inhalte der Website iRights.info wurden übrigens unter einer Creative-Commons-Lizenz (”by-nd” = Namensnennung, keine Bearbeitung) veröffentlicht, vermutlich gilt das auch für das daraus entstandene Buch.
Sonntag, 20. Januar 2008
Lawrence Lessig, Jura-Professor an der Stanford Law School, gilt als renommierter Verfassungsrechtler und Spezialist für Urheberrecht. Er ist einer der pronociertesten Gegner eines restriktiven Copyrights. Als Gegenkonzept hat er die Creative-Commons-Initiative entwickelt, in der es darum geht, Autoren einen ganzen feinabgestuften Satz von Lizenzen für die Veröffentlichung ihrer Werke zur Verfügung zu stellen (dieses Weblog erscheint auch unter einer solchen Lizenz, der CC-BY-NC-SA).
Sein neuestes Buch, “The Future of Ideas” (auf Deutsch erschienen als “Die Zukunft der Ideen – Das Schicksal der Allmende in einer vernetzten Welt”) hat er gerade unter einer CC-BY-NC-Lizenz zum Download (PDF, 1,25 MB) veröffentlicht. Siehe dazu auch die Ankündigung in seinem Blog.
Sein Vorgängerwerk “Code and other Laws of Cyberspace” steht im Internet als Version 2.0 in Form eines Wiki zur Verfügung, an dem alle Leser weiter daran schreiben können.
Von golem.de.
Sonntag, 16. Juli 2006
Das Buch “55 Ways to Have Fun With Google”, das unter Creative-Commons-Lizenz erschienen ist, kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
Das “Skriptum Internet-Recht” von Thomas Hoeren, Juraprofessor an der Universität Münster, liegt in der mittlerweile sechsten Auflage vor und kann hier als PDF heruntergeladen werden.
Weitere kostenlose Bücher sind in meinen Artikeln “Joomla-OpenBook erschienen“, “Neue OpenBooks von O’Reilly” und “Weitere OpenBooks” beschrieben.
Via Golem und Heise.