Sonntag, 25. März 2007

Studie: Virtuelles Fremdgehen per SMS

Der Valentinstag liegt zwar schon länger zurück, aber ich finde die Meldung trotzdem recht interessant:

Laut einer Umfrage, die die Firma LogicaCMG in Auftrag gegeben hat, gibt es größere Unterschiede in der Nutzung von SMS zum Flirten. Dazu wurden im November 8.518 Verbraucher aus den Philippinen, Malaysia, Indonesien, Singapur, Russland, Italien, Großbritannien und Deutschland befragt.

Weil einige Nutzer das Mobiltelefon des Partners regelmäßig auf “verdächtige Nachrichten” überprüfen, empfiehlt die LogicaCMG „Safer Texten“ für den Valentinstag.

Dabei sind die Briten besonders aktiv:

Jeder siebte Handybenutzer in Großbritannien hat zugegeben, SMS für mehr oder weniger eindeutige Flirts abseits einer bestehenden Beziehung zu nutzen. Darin werden sie nur von den Malaysiern noch übertroffen. Zugleich sind die Briten sind auch die misstrauischsten unter den Befragten: Jeder sechste prüft das Mobiltelefon des Partners regelmäßig auf “verdächtige Nachrichten”.

Weitere Ergebnisse sind:

  • Die Malaysier sind die weltweit eifrigsten “Fremd-Flirter”: fast 40% versenden Flirt-Nachrichten hinter dem Rücken des Partners.
  • Die Deutschen sind Schlußlichter in puncto Eifersucht: Unter 7% forschen in den Handys ihrer Partner nach verdächtigen SMS.
  • Millionen italienischer “Latin Lover“sehen SMS als wichtigstes Instrument der Liebeswerbung. Eine von zehn Beziehungen nimmt in Italien mit einer SMS-Einladung zum ersten Date ihren Anfang und fast ein Drittel der Beziehungen hat mit SMS-Flirts begonnen.
  • Nahezu jeder zehnte Benutzer aus Singapur hat schon einmal per SMS mit jemand Schluss gemacht. In Deutschland ist die Wahrscheinlichkeit, per SMS abserviert zu werden, dabei am geringsten. 3% der Briten mußten diese Erfahrung machen.
  • Philippinische Männer haben es am Valentinstag am einfachsten, denn ein Drittel der Frauen dort zieht eine liebevolle SMS-Botschaft der Schokolade oder den Grußkarten vor. Auch die als besonders leidenschaftlich geltenden Russen scheinen ihre Vorlieben im letzten Jahrhundert geändert zu haben, denn 40% der Russen begnügen sich mit einer Textnachricht zum Valentinstag.
Sonntag, 16. Juli 2006

Studie: Breitbanddienste setzen sich in Europa durch

Heise online berichtet, daß sich Breitbanddienste in Europa durchsetzen. Der Studie liegt eine Erhebung über 2500 Personen aus Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien zu verschiedenen Breitbanddiensten zugrunde, die von dem britischen Marktforschungsunternehmen Vanson Bourne im Auftrag von Motorola durchgeführt wurde.

Zu VoIP ergibt die Studie:

  • VoIP ist in Deutschland und Frankreich am meisten verbreitet
  • Italiener und Spanier liegen bei Videotelefonie und der Konvergenz von Fest- und Mobilfunknetzen vorne.
  • 91% der befragten Deutschen wissen, daß sie über Breitband telefonieren können, in Frankreich 93%, Italien 90%, Spanien 79% und Großbritannien 77%
  • In der Nutzung führen die Franzosen mit 52%, dann kommen die Deutschen mit 29%,
    Prozent) war die Aufmerksamkeit hingegen geringer.

Zu Breitbanddiensten:

Die große Mehrheit der Befragten würde es begrüßen, Sendungen und Filme über das Internet anzuschauen und nicht an strikte Programmzeiten gebunden zu sein. In Spanien trifft dies auf 90 Prozent zu, dicht gefolgt von Italien mit 89 Prozent. Deutschland zeigt die geringste Bereitschaft, eine Gebühr On-Demand-Dienste zu entrichten, hier wären nur 31 Prozent bereit, für Musik-Downloads oder Filme zu bezahlen. Dennoch ist Musik in allen fünf befragten europäischen Ländern der beliebteste Download.

Auch im Hinblick auf die Konvergenz der Netze zeigten sich die befragten Verbraucher schon bereit für die Zukunft. Besonders die Spanier (91 Prozent) versprechen vom Zusammengehen der netzbasierten Dienste eine spürbare Kostenersparnis. Die Marktforscher sehen in den Ergebnissen auch ein Indiz dafür, dass die Geschwindigkeit den Preis als Schlüsselfaktor bei der Wahl des Breitbandzugangs ablöst. 58 Prozent der Befragten gaben die Geschwindigkeit als Kernkriterium an. Nur noch 17 Prozent legten besonderen Wert auf Qualität und neun Prozent gaben den Preis als ausschlaggebendes Kriterium an.

Sonntag, 16. Juli 2006

Studie zu Jobsuche im Internet

Im Rahmen einer Studie der Forschungsgruppe Wahlen Online zu den Internet-Strukturdaten in Deutschland im zweiten Quartal 2006 wurde auch die Arbeitssuche über das Internet untersucht.

Demnach nutzen 30% der Gesamtbevölkerung das Internet bei der Arbeitssuche – genauso viele wie im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres.

Genauer betrachtet sind es

  • 25 % derer, die sich in einem gesicherten Arbeitsverhältnis wähnen
  • 45 % derer, die unsicher über ihren aktuellen Job sind
  • und 76 % der Arbeitslosen

Mit 31% sind es mehr Frauen als Männer (28%), obwohl weniger Frauen (60%) als Männer (73%) einen Internetzugang haben.

Die Studie gibt es zum PDF-Dowload.

Via heise.de .

Dienstag, 11. Juli 2006

Studie: Internet zunehmend wichtig für persönliche Entscheidungen

Das Internet als Informations- und Kommunikationsmedium spielt für seine Nutzer bei einer Reihe von persönlichen Lebensereignissen und –Entscheidungen eine wesentliche Rolle. Dies ist ein zentrales Ergebnis des Digital Life Reports, einer repräsentativen Befragung von deutschen Internet-Nutzern im Alter ab 14 Jahren, die TNS Infratest durchgeführt hat.

Der Digital Life Report 2006 beschäftigt sich mit dem Einfluß der digitalen Lebensweise auf auf das tägliche Leben der Internet-Nutzer in Deutschland und welche Tätigkeiten womöglich aus der „Offline“-Welt in die digitale Welt verlagert werden.

Ergebnisse:

  • Der Anteil der Internet-Nutzer beträgt 55% in der gesamtdeutschen Bevölkerung. Bei den 14- bis 49-Jährigen sind es sogar 75%.
  • 68% der befragten Internet-Nutzer setzen gezielt Websites für ihre Hobbys und Freizeitbeschäftigungen wie Sammeln, Handarbeiten, Basteln oder Sport als Informationsquelle an.
  • 58% nennen das Internet eine bedeutende Entscheidungsgrundlage für geplante größere Investitionen und Entscheidungen finanzieller Art
  • 54% sehen das Internet beim Autokauf als wichtiges Informationsmedium an.
  • 39% messen dem Internet wesentliche Bedeutung bei einen Wohnungswechsel oder Umzug in eine andere Stadt bei.
  • 47% nutzen das Internet bei der beruflichen Karriereplanung. Jeder dritte Online-Nutzer, der in den letzten zwölf Monaten seinen Arbeitsplatz gewechselt hat, gab an, daß das Internet hierbei relevant war.
  • Bei Heirat, Scheidung und Beendigung einer Beziehung spielt das Internet keine wesentliche Rolle. Beim Kennenlernen, Anbahnen und Eingehen einer neuen Beziehung offensichtlich schon: Jeder dritte Befragte (36 %) äußerte, daß das Internet bei einer im letzten Jahr neu eingegangenen Beziehung eine Rolle spielte.

“Das Internet hat sich neben Presse, Hörfunk und Fernsehen als Massenmedium inzwischen endgültig etabliert und ist stark mit dem alltäglichen Leben der Internet-Nutzer verflochten,” bilanziert Andrew Mairon, Senior Manager bei TNS Infratest.

Pressemitteilung von TNS Infratest.

Berichte darüber auf heise und auf golem.

[Update: Dieser Artikel ist auch in der Online-Zeitung Readers Edition erschienen, wurde allerdings von den Redakteuren dort arg verstümmelt.]

Montag, 10. Juli 2006

“Der kleine Unterschied” — Frauen surfen anders

In einem zwei Monate alten Artikel faßt der Heise Newsticker verschiedene Studien zum Internet-Nutzerverhalten von Frauen zusammen.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

Wenn Frauen online gehen, dann suchen sie häufig nach Informationen über Reisen, Gesundheit, Kultur und Weiterbildung. Kommunikation beispielsweise per E-Mail hat Priorität, der technische Aspekt des Mediums steht bei vielen Nutzerinnen eher im Hintergrund. […]
Während Online-Shopping beliebt ist, halten sich Frauen beim Online-Banking im Vergleich zu den Männern eher zurück.

In Deutschland surfen knapp 48 Prozent aller Frauen regelmäßig im Internet, bei den Männern sind es gut 63 Prozent. Die Zahlen stammen aus einer Studie des Kompetenzzentrums, die auf dem (N)Onliner-Atlas basiert, […] eine[r] Studie über das Internetverhalten der Deutschen, […] [von] TNS Infratest und der Berliner Initiative D21 herausgegeben. Betrachtet man nur die Teenager, sieht die Statistik ganz anders aus. Im Alter von 14 bis 19 Jahren nutzen laut Kompetenzzentrum 84 Prozent der Mädchen das Internet, bei den Jungs sind es mit 85 Prozent nur unwesentlich mehr.

Laut einer “Umfrage des Verbands der PSD-Banken in Bonn […] wickeln 17,4 Prozent der Männer ihre Bankgeschäfte online ab, bei den Frauen […] nur 9,2 Prozent”.

Golem berichtet auch über die EIAA-Studie.

Quellen:

Donnerstag, 11. Mai 2006

Google Trends — Google Zeitgeist interaktiv

Ich sehe mir ja schon seit Jahren immer wieder ‘mal den Google Zeitgeist an. Dabei fand ich den Jahresrückblick immer besonders interessant.

Jetzt gibt es etwas Ähnliches bei Google zum Selbermachen:
Screenshot Google Trends Fußball

Beispiel: Fußball WM 2006.

Somit wird z.B. auch ein Vergleich Merkel gegen “Papa Ratzi” möglich:Screenshot Google Trends Merkel Ratzinger
Das Ergebnis ist bei der Suche insbesondere international klar: Wer ist Frau Merkel?
Interessant ist hier auch, daß die Nachrichtenproduktion zu Frau Merkel größer ist, als die Suche. Beim Papst verhält es sich umgekehrt.

Eine sehr interessante Sache! Ich werde sie garantiert öfter nutzen!

Via Golem.