Mittwoch, 28. Februar 2007
Eine leicht überarbeitete Fassung des Arbeitspapiers 06-02 der Forschungsstelle “Neue Kommunikationsmedien” (FoNK) ist inzwischen in einer Aufsatzsammlung erschienen. Es geht darin vor allem um sogenannte “W-Blogger”, also Wissens-Blogger, die ihr Weblog zur Wissensvermittlung nutzen:
Schmidt, Jan / Florian L. Mayer (2007): “Wer nutzt Weblogs für kollaborative Lern- und Wissensprozesse? Ergebnisse der Befragung ‘Wie ich blogge?!’ 2005” In: Dittler, Ulrich / Michael Kindt / Christine Schwarz (Hrsg.): Online-Communities als soziale Systeme. Münster: Waxmann. S.61-80.
Das Buch ist Teil der Reihe “Medien in der Wissenschaft” und enthält eine ganze Reihe von sehr interessanten Texten zum Einsatz von Wikis, Weblogs und anderen Formen von Social Software im E-Learning.
Via FoNKblog.
Dienstag, 27. Februar 2007
Florian Renz, ehemaliger studentischer Mitarbeiter an der Forschungsstelle “Neue Kommunikationsmedien” (FoNK), hat seine Diplomarbeit zu XING (openBC) als Buch veröffentlicht:
Renz, Florian (2007): Praktiken des Social Networking. Eine kommunikationssziologische Studie zum online-basierten Netzwerken am Beispiel von openBC (XING). Boizenburg.
Das Buch ist eines der ersten in der Reihe “Web 2.0″ des Verlags Werner Hülsbusch, wo auch weitere Texte aus den Bereichen E-Learning, E-Collaboration und Medienwirtschaft erscheinen. Auf der Verlags-Homepage (die als Blog organisiert ist) sind zusätzliche Informationen zum Buch abzurufen; es besteht auch die Möglichkeit, das Buch direkt dort zu bestellen.
Via FoNKblog.
Dienstag, 6. Juni 2006
In der Reihe “Berichte der Forschungsstelle Neue Kommunikationsmedien” ist ein neues Working Paper erschienen:
Schmidt, Jan / Mayer, Florian (2006): Wer nutzt Weblogs für kollaborative Lern- und Wissensprozesse? Ergebnisse der Befragung ‘Wie ich blogge?!’ 2005. Berichte der Forschungsstelle „Neue Kommunikationsmedien“, Nr. 06-02. Bamberg. Online verfügbar.
In diesem Bericht wird ein Drittel der Weblog-Autoren näher untersucht: Die “W-Blogger” (abgeleitet von “Wissen“, im Englischen wird der Begriff “K-Blogger”, entsprechend “knowledge”, verwendet), “also diejenigen Personen, die ihr Weblog führen, um Wissen mit anderen zu teilen.”
Aus den Ergebnissen:
Die Gruppe der W-Blogger ähnelt in ihrer soziodemographischen Zusammensetzung dem Profil früher Übernehmer einer Technologie (männlich, hohe formale Bildung, 20 bis 40 Jahre). Sie erscheinen etwas technikaffiner, was sich nicht nur in der allgemeinen Internetnutzung, sondern auch in der Vertrautheit mit weblogspezifischen Technologien (Umgang mit RSS, Trackbacks, etc.) zeigt.
[…] Es zeigt sich, daß W-Blogger in stärkerem Maße als übrige Gruppen Hinweise auf ihre Identität geben und so eine Kontextualisierung der veröffentlichen Texte erleichtern.
[…] In Bezug auf das Informationsmanagement [lassen sich] deutlich stärkere Unterschiede zu den übrigen Bloggern finden […]: W-Blogger lesen tendenziell mehr Weblogs und nutzen in stärkerem Maße die Möglichkeit, über RSS eine größere Anzahl von Quellen effizient auf Aktualisierungen zu überprüfen.
Dienstag, 6. Juni 2006
Die Forschungsstelle Neue Kommunikationsmedien hat in einem Ihrer Berichte am 05. Januar 2006 ein Working Paper zum Einfluß von Weblogs auf Ankündigung und Rücklauf von onlinebasierten Befragungen veröffentlicht (PDF zum Download, 1,5 MB).
Der Bericht diskutiert auf der Grundlage von Daten zweier Projekte (”Weblogs im Bundestagswahlkampf 2005″ von Roland Abold/Sandra Huber sowie der “Wie ich blogge?!”-Umfrage von Jan Schmidt) einige methodische Aspekte der Ankündigung von Befragungen mit Hilfe von Weblogs.
Aufgrund der wenigen Umfragen, die als Grundlage des Berichtes dienen, sind die Autoren sehr vorsichtig, sehen aber doch “erste Indizien” für folgende Schlußfolgerungen (sie fordern weitere Untersuchungen, wahrscheinlich ist auch das ein wichtiger Zweck des Berichts):
- Weblogs haben aufgrund ihrer hochgradigen Vernetzung das Potenzial, online-basierte Umfragen bei großen Teilnehmergruppen bekannt zu machen. […]
- Bei Online-Umfragen, die über Weblogs bekannt gegeben werden, dauert es gegenüber E-Mail-Ankündigungen länger, potenzielle Teilnehmer zu erreichen. […]
- Für die Initiatoren einer Studie ist es besonders wichtig, Weblogs zu erreichen, die über eine hohe Zentralität verfügen, das heißt von möglichst vielen Personen gelesen und gegebenenfalls verlinkt werden. […]
Das sind zunächst einmal tendenziell eher Binsenweisheiten. Der Wert des Berichts liegt aber darin, diese systematisch erfaßt und analysiert zu haben.
Ich bin gespannt auf die im Bericht genannte Dissertation von Cameron Marlow am MIT, die zum Zeitpunkt des Berichts noch nicht veröffentlicht war. Am 19. Januar schien sie auch noch nicht fertig zu sein. Er muß ja “nur” etwa 35.000 Fragebögen auswerten.
Sonntag, 4. Juni 2006
openBC ist laut eigener Darstellung “eine der weltweit führenden Business-Networking-Communities im Internet. Mehr als eine Million Netzwerker rund um den Globus setzen auf openBC wenn es darum geht, Geschäftsbeziehungen branchenübergreifend zu vertiefen und das Netzwerk zu erweitern.” openBC ist in 16 Sprachen verfügbar.
Sie kennen openBC noch nicht? Lassen Sie sich doch von mir zu einem kostenlosen Probemonat einladen!
Zu openBC hat Florian Renz eine Diplomarbeit “Praktiken des online-gestützten Netzwerkens am Beispiel von openBC” verfaßt, die unter der “Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 Germany License” kostenlos downloadbar ist. Das PDF (Link auf Titel der Studie) umfaßt 106 Seiten und ist etwa 1 MB groß. Die Arbeit ist im Rahmen des Projekts “Praktiken des onlinegestützten Netzwerkens” entstanden. Ein Kurzfassung soll auch in Ausgabe 9 des Schweizer Magazins “soz:mag” erscheinen (noch nicht verfügbar).
Gefunden bei FoNK-Blog, Homepage und Weblog der Forschungsstelle “Neue Kommunikationsmedien”.