Montag, 9. August 2010

c’t Gehaltsumfrage 2010

Die Ergebnisse der c’t Gehaltsumfrage 2010 (d.h. die Zahlen beziehen sich auf 2009) stehen nun auch endlich online zur Verfügung.

Wie üblich war die Statistik vor einem halben Jahr Mitte März in Heft 06/2010 erschienen und hat so lange bis zur online-Veröffentlichung gebraucht. 2008 war sie noch nach zwei Monaten online gestellt worden.

Einige Ergebnisse in Stichworten:

  • +2,5% in Bayern
  • +3,2% für Berater
  • +2,4% für Informatiker
  • “Gehaltszufriedenheit” Schulnote 2,9
  • Zukunft Schulnote 2,5
  • 1/10 Stellenwechsel


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Sonntag, 28. Juni 2009

c’t Gehaltsumfrage 2009 nicht kostenlos online [Update: 6 Monate später doch]

Anders als in den Vorjahren scheint es die Gehaltsumfrage der c’t dieses Jahr nicht kostenlos online zu geben, sondern die 5 ½ Seiten müssen als PDF für 0,90 € gekauft werden.

Ich vermute, daß das mit den zunehmenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei den Holzmedien zusammenhängt; ín Medienunternehmen und Verlagen sind die Gehälter schwach gesunken (0,2%).

[Update: Am 14.01.2010 wurde die Umfrage dann doch noch als Gehaltsrückschau 2009 online gestellt.]

Generell sind die Gehälter um 4,3% im vergangenen Jahr gestiegen, der Durchschnitt liegt bei 51.100 €. Die Gehaltssteigerungen sind dabei nach Berufserfahrung unterschiedlich verteilt, mit mehr als 7% Zuwachs führt die älteste Altersgruppe ab 41 Jahren, die etwa ein Fünftel der Befragten stellt. Der Altersdurchschnitt liegt bei knapp 34 Jahren – die zugehörige Altersgruppe der 31-35jährigen hat den geringsten Gehaltszuwachs von knapp 1%.

Es gibt unter den knapp 4500 Umfrageteilnehmer etwa 2% Frauen – diese verdienen im Schnitt fast 12 Prozent weniger als Männer (in anderen Branchen noch deutlich weniger).

Wahrscheinlich angesichts der schwierigen Zeiten ist die Wochenarbeitszeit leicht gestiegen: 55,8 % arbeiten 45 Wochenstunden (Vorjahr 54,4%); in Geschäftsführung, Beratung und Marketing wird deutlich mehr gearbeitet.

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Mittwoch, 22. Oktober 2008

Systems08: Internet World — Special Personalentwicklung (Podiumsdiskussion)

Personalentwicklung: Zukunftsmarkt und Jobmotor

Diskussionsteilnehmer:

  • DC Dwight Cribb, Gründer und Geschäftsführer, Dwight Cribb Personalberatung GmbH
  • MS Martin Schmidt, Mitbegründer und Geschäftsführer, JobLeads GmbH
  • SH Svenja Hofert, Karriereberaterin und Autorin, Karriere & Entwicklung
  • HZ Prof. Hansjörg Zimmermann, Geschäftsführer “Das Goldene Vlies GmbH”

Moderation:

  • HRF Harald R. Fortmann, Vizepräsident BVDW e.V. und Managing Director Platform-A

HRF:
Einführung
20k Stellen in der Digitalen Wirtschaft unbesetzt

Themen:

  • Recruiting
  • MA halten
  • Aus- und Weiterbildung, Gehälter

Vorstellungsrunde:

MS: Innovative online-Plattform für Jobvermittlung durch persönliche Empfehlung, Erreichen von nicht aktiv suchenden Mitarbeitern, Erfolgsprämie, Jobleads macht vor-Abgleich der Führungskräfte.
knapp 12 Monate online, über 100 Unternehmen, 4 Mio Prämien ausgelobt

SH: erstes Buch zum Thema online-Beratung, 1998, hört viel von Fragen/Problemen als Beraterin

HZ: Agentur-Geschäftsführer, seit 2001 Professur MHMK Medienhochschule@muc, Bachelor + Master, Studiengang Online-Marketing 8-monatiges Wochenendprogramm

DC: Seit ’98 im Recruiting, Personalsuche. Findet Initiative zur Ausbildung gut

HRF: Google hat 148 Stellen offen – seit Jahren
BVDB-Akademie zur Koppelung  Unternehmen und Ausbildung
Zitat “Besser in Ausbildung investieren, als in Headhunting”

SH: findet Google-Beispiel sehr prägnant
Anspruch der AG zu hoch, zu wenig Bereitschaft, Anpassungsqualifizierungen zu machen, Leute einzustellen, die nicht 1:1 passen. AG bieten nicht genug Lockendes für erfahrene MA.

HZ: Kein Investieren der AG in guten wie in schlechten Zeiten
gut: keine Zeit
schlecht: kein Geld
Erfahrung im Personalmanagement und der Beschaffung fehlt, Personalmanagement müßte eigentlich outgesourced werden

SH: bestätigt, daß Personalabteilungen oft die Lebensläufe nicht verstehen, besonders auch in der klassischen IT

MS: sieht Fach- und Führungskräftemangel
sieht seine Plattform als Möglichkeit die Unternehmen in der Zielgruppe bekannt zu machen.
Greift Anpassungsqualifizierung auf: Wie MA halten? Findet zu wenig statt, daher die hohe Fluktuation.

Zuhörer: Würde HR gerne stärken, nicht outsourcen, HR ist zu sehr nur administrativ tätig, Geschäftsführung muß Experten involvieren, “insourcing”, Leute punktuell dazunehmen

HZ: Zustimmung, sieht aber in der Praxis Probleme

DC: Larmoyanz der Branche ist alter Hut, IT-Branche seit 40 Jahren, Online-Branche seit 15 Jahren
Ausbildung fehlt

HRF: Spricht Azubi-Frage an, Qualität Azubis war katastrophal, war auf Initiative-21-Kongreß der CeBIT, hat Stellenprofile Online-Marketing vorgestellt, waren kaum bekannt bei Studenten.

SH: Diese Berufe sind bekannt. Auf dem Radar der Bewerber nur ein paar Großunternehmen, Personalmarketing fehlt, auch an den Universitäten. Gibts nur punktuell, fehlt aber Flächendeckend.

DC: BWLer kennen die Strukturen der realen (Online-)Wirtschaft nicht. Bestes “Rohmaterial” nehmen und ihnen “das Richtige beibringen”. “Wir müssen mit dem arbeiten, was da ist”.

SH: Ausweiten der Interessentenpools, Professoren müssen anders kommunizieren, nicht nur Großunternehmen.

HZ: Seine Studenten sollen sich informieren, 25 Studenten sollen sich auf Panels verteilen, je einen Gastredner für späteren Termin @Uni akquirieren. Ist das zweite Mal, dieses Mal war es relativ schwierig.
Medientage ist extrem schwierig, wollen 49€ Eintritt, sperren sich sehr.

MS: Verzahnung Uni/Wirtschaft i.d.R. schwierig, Umdenken ist notwendig, kommt langsam

HRF: Digitale Branche lebt überwiegend von Mittelständlern, kaum Großunternehmen, Employer Branding ist dort kein Thema, unbekannt aufgrund mangelnder Erfahrung der Geschäftsführung
Frage: Was kann man diesen GF in Richtung Employer Branding mitgeben?
Frage: Work-Life-Balance findet in Großunternehmen statt, Mittelständler
kaum, was kann ein Mittelständler mitnehmen?

SH: 4-Tage-Woche schwierig

HZ: Agenturen sind i.d.R. zu borniert für differenzierte Arbeitszeiten. 25- oder 32-h-Wochen lohnen sich für AG, weil Mitarbeiter sehr effizient.
Bejaht höheren Organisationsaufwand (z.B. für Meetings), betont aber, daß es sich lohnt

MS: Viele Unternehmen erkennen nicht den Wert der Work-Life-Balance für Personalakquise. Schaffung entsprechender Möglichkeiten hat große Auswirkung auf Attraktivität

SH: Auch viele Männer – mit und ohne Kinder – wollen nicht 12 bis 16h arbeiten! Viele Agenturen arbeiten immer noch

MS: Entsprechende Situation wird als Unternehmenskultur getarnt.
Wichtigstes Argument für Stellensuche ist die Empfehlung, der Ruf, den ein Unternehmen hat. Mißstände sprechen sich herum.

DC: Manche Unternehmen sind bekanntermaßen “Durchlauferhitzer” für 2-3 Jahre

HRF: Hat in Ausbildung investiert, sprach sich herum, MA werden ihm für das Doppelte von Großunternehmen abgeworben. Kann damit nicht konkurrieren.

DC: Wertschöpfung aus dem MA muß während der Ausbildung stattfinden.
Gehaltssprünge in deutschen Unternehmen sind sehr schwierig, kontinuierliche Gehaltsentwicklung ist notwendig

SH: In Agenturen keine Personal-Jahresgespräche keine definierte Entwicklung, Geld ist eine Form der Wertschätzung

HZ: Werschätzung jenseits von Gehalt wird häufig nicht vermittelt.
MA müssen sich weiterentwickeln, kommen auch häufig auch zurück.
Honorarfrage schlägt auf Gehälter durch, es werden keine vernüftigen Honorare gezahlt.

DC: Wertschätzung wichtig, Unterschied eigenes Unternehmen zu anderen muß der AG herausarbeiten, Werte sichtbar machen, MA stellen bei Bewerbung wenigsten richtige Fragen

Zuhörer (ich): Diskrepanz zwischen Profil und Bewerber, das “eigentliche” Profil wird nicht kommuniziert, oft erst im ersten Bespräch als Negativ-Schablone am konkreten Bewerber herausgearbeitet

HRF: Recruiter muß das Profil vom Kunden aktiv erfragen und auch Aufträge ablehnen, wenn er die Details nicht erfährt

HZ: Es gibt nur die Ausbildungsberufe Mediengestalter & Kommunikationskaufmann, nicht mehr. Prüfungsinhalte sind praxisfern.

HRF: Für Schüler zu wenig Bewußtsein für Berufsspektrum der Branche
Angebot an Unis, das Bewußtsein zu schaffen, Zusammenarbeit mit Professoren wurde harsch abgelehnt.
Anderes Thema: Platzende Blase führte zur Nomalisierung der Gehälter, im Moment steigen die Gehälter wieder an. Frage nach der Wahrnehmung der Gehaltssituation an die Runde.

SH: Sieht 2 Richtungen: Niedrig-Gehälter in der Grafik – in der IT große Gehälter

MS: Bestätigt beide Tendenzen, sieht Gehaltsstop bei Großunternehmen mit Auswirkungen auf Niedriggehälter

DC: Sieht über die letzten Jahre eine ansteigende Gehaltsentwicklung im internationalen Bereich.

HZ: Sieht generell Diskrepanzen bei Branche Digitale Welt im Vergleich zu “echten” Berufen (Krankenschwester). In Spanien sind die Gehäter der Branche ungefähr die Hälfte.

Zuhörer: Sieht systemisches Problem: In Großkonzernen bessere Bedingungen, nicht nur Gehalt.

HZ: Stimmt zu, Agentur kriegt keine interssanten MA, weil Bedingungen zu schlecht.

Zuhörer: Agenturen müssen ihre USP herausarbeiten

HRF: Frage nach Frauen in der digitalen Wirtschaft

SH: Frauen fordern Zielvereinbarungen, Gehaltserhöhungen eher nicht aktiv ein. Bornierte Chefs, meist Herren.

MS: Frauen als Mütter beiben oft in der Defensive

SH: Frauen weniger fordernd, mehr zurückhaltend. Es gibt AG, die einen “Risiko-Discount auf Frauen unter 40″ einplanen

HZ: “Jungs machen naturgemäß einen auf Dicke Hose”
Beispiel: Senior-Projektmanagerin bewirbt sich auf Junior-Positionen
Männer würden das nie so machen.
Schwangerschaft “einzupreisen” ist Unsinn, es gibt genügend Möglichkeiten.

ENDE

Das ist die Live-Mischrift des Podiums, daher nur in Stichworten.
Ich fand’s wirklich interessant, auch das anschließende Gespräch mit Svenja Hofert, die offenbar mein Blog öfters liest.

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Donnerstag, 29. Mai 2008

Master vs. Bachelor — Einstiegsgehälter je nach Studienabschluß

Bruttojahresgehälter für Absolventen in Euro

Uni/TH/Master

 Unteres
Quartil
MedianOberes
Quartil
Ingenieure39.00043.00046.000
Informatiker38.00041.00044.000
Wirtschafts-
wissenschaftler
37.00041.00045.000

FH/Bachelor

 Unteres
Quartil
MedianOberes
Quartil
Ingenieure36.00040.00042.000
Informatiker35.00039.00040.000
Wirtschafts-
wissenschaftler
34.00038.00041.000

Gleicher Verdienst mit Master und Diplom

Nach der Umstellung auf internationale Hochschulabschlüsse bleibe das Einstiegsgehalt deutscher Absolventen konstant.
Obwohl der Master beinahe branchenübergreifend bevorzugt werde, steige die Nachfrage nach Bachelors im produzierenden Gewerbe, im Handel und in der Baubranche.

Quelle: Kienbaum Consultants International, in “junge karriere” 07/2008.

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Mittwoch, 5. März 2008

Computerwoche: IT-Gehälter 2008

geldrolle.jpg
©Alexander Klau / Pixelio

Die Computerwoche hat eine Gehaltsumfrage durchgeführt und daraus eine Studie erstellt, auf die ich mich bereits im Artikel “Der Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte ist leer gefegt” bezogen habe.
Generell sieht die Gehaltsentwicklung im Moment sehr gut aus. Das Fazit der Studie: “Die aktuelle Nachfrage auf dem IT-Markt gibt für gute Leute Spielraum, an der Gehaltsschraube zu drehen.” Die Firmen seien im harten Wettbewerb auf überdurchschnittlich tüchtige Mitarbeiter angewiesen und auch bereit, diese besser als andere zu entlohnen. Allerdings sei gute Vorbereitung Pflicht.

Eine Zusammenfassung des Artikels:

  • IT-Führungskräfte erhalten dieses Jahr ~4% mehr Gehalt; generell konnten Positionen mit wesentlichem Einfluß auf die Unternehmensentwicklung 3 bis z.T. 5% Steigerung erzielen.
  • Projektleiter, die in 2007 praktisch überhaupt nicht berücksichtigt wurden, können ihr Gehalt sogar um 8% steigern; mit Personalverantwortung beträgt das Durchschnittsgehalt 88.000 € (2007: 81.200 €), ohne diese bei rein fachlicher Verantwortung 65.000 € (2007: 60.000 €).
    Dabei nähmen aber auch Druck und Verantwortung sowie die Anforderungen an Qualifikation und Leistungsbereitschaft zu:

    “Kaum eine Berufsgruppe und Management-Ebene muß so fit und vielseitig sein wie die Projektleiter. Sie sind fachlich nahe am Tagesgeschäft, um mitzureden und die richtigen Entscheidungen zu treffen, müssen aber auch das Team wie ein guter Manager führen können und vor allem – aus Sicht der Unternehmensleitung ganz wichtig – gut rechnen und viel Erfahrung mitbringen, damit die Projekte nicht in Schieflage geraten, wie das nach wie vor noch immer in fast zwei Drittel der Fälle vorkommt.”

  • Die Grundgehälter der Manager – vor allem in den oberen Etagen – stagnieren oder gehen sogar zurück.
    Dafür steigen die variablen Anteile.
  • IT-Bereichsleiter im Bankenumfeld verdienen im Durchschnitt 165.000 € Fixum mit 58.800 € variablem Anteil (2007: 175.000 € fix mit 42.700 € variabel)
  • IT-Bereichsleiter in der Automobilindustrie: 132.500 € fix mit 49.000 € variabel (2007: 147.500 € fix mit 38.900 variabel)
  • IT-Bereichsleiter in der Telekommunikationsindustrie: 124.000 € fix mit 31.200 € variabel (2007: auch 124.000 € fix aber nur 18.600 € variabel)
  • IT-Bereichsleiter in Systemhäusern: 108.000 € fix mit 19.800 € variabel (Grundgehalt gegenüber 2007 zurückgegangen, variabler Anteil geringfügig gestiegen)
  • IT-Bereichsleiter in Softwarehäusern: 105.000 € fix mit 18.500 € variabel (Grundgehalt gegenüber 2007 zurückgegangen, variabler Anteil geringfügig gestiegen)
  • System- und Softwarehäuser zahlen ihren Managern am Wenigsten und zugleich ist das Gehalt am Stärksten von der Unternehmensgröße abhängig
  • Im Bankumfeld erhält ein IT-Abteilungsleiter 87.000 € Festgehalt, in der Softwareindustrie 76.400 €. Der variable Anteil liegt bei 15-20% des Fixum, 2007 waren es noch 10-15%
  • IT-Gruppenleiter beziehen ein Festgehalt von 71.000 € bei Banken und Konsumgüterindustrie, von 57.000 € bei Softwarehäusern und 49.000 € im Dienstleistungssektor. Der variable Anteil beträgt etwa 10%.
  • Vertriebsleiter erreichen im Durchschnitt 124.000 € Gesamtgehalt (2007: 121.000 €) inklusive eines variablen Anteils von 50%. Der Verdienst richtet sich sehr stark nach Unternehmensgröße, in Unternehmen unter 50 Mitarbeitern beträgt das Gesamtgehalt von 93.700 € (2007: 86.000 €) , in Unternehmen mit 1000 bis 5000 Mitarbeitern dagegen durchschnittlich 171.000 €.
  • Einfache und weniger verantwortungsvolle Positionen haben in den letzten fünf Jahren kaum Gehaltszuwächse zu vermelden.
  • Die IT-Branche ist mittelstandsorientiert, 1/3 der Studien-Teilnehmer arbeitet in Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern
  • In kleinen Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern sind die Gesamtgehälter sehr viel kleiner: IT-Berater: 50.900 €, Projektleiter 52.100 € (2007: 45.000 €), Entwickler 41.680 €, Supporter 33.000 €, Systemadministratoren 32.950 €
  • Die Gehälter werden sich nach Überzeugung der Ersteller der Studie nicht mehr ständig mit zunehmendem Alter erhöhen, sondern es wird eine Abflachung und je nach Qualifikation und Marktsituation sich sogar nach unten entwickeln. Als Beispiel werden Manager genannt: “Zwischen der Übernahme der ersten Führungsposition mit 30 legen Manager auf ihrem weiteren Werdegang bis 50 langsam zu. Ältere können mit keinen nennenswerten Zuwächsen mehr rechnen.”
  • Die höchsten Gehälter werden in Frankfurt gezahlt (+19,3% über Durchschnitt), dann folgt München (+17,1%), Stuttgart (+14,7%), Düsseldorf (+12,2%), Köln und Hamburg. Dresden (-2,3%) liegt vor Berlin, in Ostdeutschland ist das Gehaltsniveau am Niedrigsten und beträgt 76,5% des Mittelwerts.

Zur Methodik der Studie:

“In die Datenbasis gingen in den letzten Wochen bis zum 15. Februar 2008 Informationen aus der Hightech-Branche ebenso ein wie die Auswertung der Führungskräfte-Einkommen aus Anwenderfirmen. In die Untersuchung wurden 19 486 Datensätze einbezogen, die zu 44,5 Prozent aus dem IT- und TK-Sektor und zu 55,5 Prozent aus dem Anwenderumfeld kommen. Die IT-Unternehmen unterteilt die Studie in die Branchen Telekommunikation, Halbleiterindustrie, Softwarehäuser und IT-Systemhäuser. Auf der Anwenderseite berücksichtigt die Studie vor allem Betriebe aus der Investitionsgüter- und Konsumgüterindustrie, Finanzdienstleister sowie Medien- und Dienstleistungsunternehmen. Ausgewertet wurden die Gehälter der IT-Manager vom Projektleiter bis zum Bereichsleiter sowie die der Vertriebsverantwortlichen.”

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Freitag, 19. Oktober 2007

IT-Gehälter entwickeln sich weiter auseinander

Unter dem Titel “IT-Gehälter 2007: Manager sahnen ab” berichtet die Computerwoche, daß die Managergehälter wieder deutlich stärker gestiegen sind, als die ihrer Mitarbeiter. Außerdem zahlen Mittelständler deutlich besser als früher.

Zuwächse der IT-Vergütungen

  • Führungskräfte im Durchschnitt: +4,9%
  • Spezialisten im Durchschnitt: +0,5%
  • Führungskräfte in kleineren Unternehmen: +10%
  • Positionen am unteren Ende der Gehaltsskala mit Zuwachs:
    • IT-Trainer: +5%
    • Supporter: +5%
    • Web-Entwickler: +2%
    • Web-Designer: +4%
  • insgesamt gibt es die größten Zuwächse in Unternehmen bis 100 MA, nämlich
    • Leiter SW-Entwicklung: +15%
    • IT-Leitung: +14%
    • SAP-Beratung: +12%
    • IT-Beratung allgemein: +11%
  • geringer sind die Zuwächse in Unternehmen mit mehr als 100 MA:
    • IT-Leitung/CIO: +3%
    • SAP-Beratung: +5%
    • IT-Beratung allgemein: +4,5%

Variable Gehaltsbestandteile haben auch zugenommen, dabei sind sie in Anteil und Höhe bei Jobs mit disziplinarischer Personalverantwortung höher als bei solchen ohne Personalverantwortung.

Im Durchschnitt verfügen

  • unverändert etwa 35% der Spezialisten über einen variablem Gehaltsanteil von durchschnittlich 11,8% des Grundgehaltes (= 9,9% des Gesamtgehalts) und
  • 66% der Führungskräfte gegenüber 57% im Vorjahr über einen variablen Gehaltsanteil von duchschnittlich 17,6% des Grundgehalts (= 15% des Gesamtgehalts).

Anscheinend haben Führungskräfte in der IT-Industrie seltener bzw. geringere variable Bestandsteile als Manager in anderen Branchen.

Unverändert sind die Unterschiede der Gehälter in den verschiedenen Regionen:

  • Frankfurt am Main: 20% über dem Bundesdurchschnitt
  • München: 14% über dem Bundesdurchschnitt
  • Stuttgart: 10% über dem Bundesdurchschnitt
  • Hamburg: 8% über dem Bundesdurchschnitt
  • Düsseldorf: 8%

IT-Jahresgehälter absolut im Bundesdurchschnitt:

  • IT-Projektleiter: 64.468€
  • SAP-Berater: 62.814€
  • in großen internationalen Konzernen
    • IT-Leiter/CIO: 94.397
    • SAP-Entwicklungsleiter: 94.458€
    • SAP-Beratungsleiter: 93.299€

Die Studie hat 19.500 Datensätze über 26 Positionen ausgewertet. Details über die Methodik und Bezugsquellen für die 500€ teuere Vergütungsstudie finden sich im Originalartikel.

UPDATE: Das frisch erschienene Herbstgutachen der führenden Wirtschaftsforscher kündigt einen Anstieg der Effektvlöhne in diesem Jahr um 2,1% und 2008 um 3,0% an. Dies ist aber nicht unmittelbar vergleichbar, da dieses Gutachten viel Zweckoptimismus enthält, sich quer über alle Branchen erstreckt und auf die Effektivlöhne bezieht (= der tatsächlich ausgezahlte Bruttolohn inklusive übertariflicher Zuschläge und Überstundenvergütung).

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Dienstag, 20. März 2007

Studien und Statistiken zu Gehältern aktualisiert

Es gibt neue Zahlen zum Thema Gehälter, u.a. eine neue Umfrage zum Thema Gehaltsunterschiede bei Frauen und Männern.

Die in meinem Artikel “Konkrete Gehaltsangaben für die Bewerbung — Woher nehmen?” genannten Quellen wurden aktualisiert.
Die dort empfohlene Seite Gehaltsliste IT und Medizin — Gehaltscheck und umfassende Gehaltsübersicht für Professionals der Personalberatung HiTec Consult gibt es noch weiter [Änderung am 13.12.2007: Links aktualisiert].

Darüberhinaus wurden die übrigen Quellen aktualisiert:

Frauen verdienen immer noch weniger als Männer

Nach einer Online-Umfrage der Internetseite www.frauenlohnspiegel.de, an der sich rund 68.000 Beschäftigte in Deutschland beteiligt haben, liegt der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst von Frauen rund 22 Prozent unter dem der Männer.

Die Gründe nennt die Umfrage “vielfältig”:

Zum Teil können häufigere Berufsunterbrechung, kürzere Berufserfahrung, die geringere Zahl von Führungspositionen für Frauen und die partiell noch geringere Qualifikation die Gehaltsunterschiede erklären.

Als Fazit führt der Leiter des WSI-Tarifarchivs, das von der Hans-Böckler-Stiftung betreutwird, Dr. Reinhard Bispinck an: “Zahlreiche Studien zeigen jedoch: Es gibt immer noch eine Lohndiskriminierung. Nach wie vor bekommen Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld als Männer.”

Die Internetseite www.frauenlohnspiegel.de bietet einen Lohn- und Gehalts-Check zu über 130 Berufen.

Im Falle der IT-Berufe sind nur zwei Qualifikationen angegeben, Informatiker und Programmierer.
Bei den Informatikern beträgt das durchschnittliche monatliche Bruttoeinkommen (ohne Zulagen/Zuschläge und Sonderzahlungen) 3971 € für Männer und 3590 € für Frauen, das sind 90,4%.
Bei den Programmierern beträgt das Bruttomonatseinkommen im Schnitt 3204 € bei Männern und 2948 € bei Frauen, das sind 92,0%.

Zwar ist der Gehaltsunterschied mit 9,6% bzw 8% nicht so extrem wie der Gesamt-Durchschnitt von 22%, aber immer noch zu hoch.

c’t-Gehaltsumfrage 2006

Die c’t-Gehaltsumfrage 2006 ist erschienen und auch online verfügbar.

IG-Metall-Entgelt-Erhebung 2007 erschienen

Die neue Erhebung der IG-Metall ist erschienen, leider ohne die hervorragende CD-ROM. Trotzdem ist der Preis gleich geblieben, wie ich auf der CeBIT sehen konnte:

Entgelt in der ITK-Branche 2007.
Eine Erhebung in der Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche.
Herausgegeben von der IG Metall.
Kartoniert, 128 S. mit zahlreichen farbigen Abbildungen, 21 cm, 245g, in deutscher Sprache.
2007 Bund-Verlag
ISBN 3-7663-3785-8
ISBN 978-3-7663-3785-6 | KNV-Titelnr.: 15869813

Nächsten Monat kann sie auch online im Shop “Buch & Mehr direkt” bestellt werden: Einfach nach “Entgelt ITK-Branche” suchen.

Gehaltsstudie der Computerwoche erschienen

Unter dem Titel “IT-Gehälter wachsen nicht in den Himmel” gibt die Computerwoche einen ersten Überblick über ihre Gehaltsstudie (erfahrungsgemäß werden weitere Artikel folgen). Die Gehälter steigen demnach trotz voller Auftragsbücher und fehlendem IT-Personal nur moderat. 2,5% Einkommenssteigerung wurde für IT-Führungskräfte errechnet.

IT-Einkommen 2007 von Monster

Für Deutschland wurden die Zahlen aktualisiert, Österreich und die Schweiz liegen noch nicht vor. Der Inhalt bleibt weiterhin eher spärlich.
IT-Gehälter: Von Flaute keine Spur mehr” vermeldet Monster weiter, im Vergleich die eigenen Zahlen und die der IG Metall.

“Alte Zahlen” noch bei Stepstone

Bei Stepstone liegen keine neuen Gehaltsdaten vor.

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Mittwoch, 31. Januar 2007

Konkrete Gehaltsangaben für die Bewerbung — Woher nehmen?

Als Bewerber sieht man sich oft vor dem Problem, schon im Anschreiben konkrete Gehaltsangaben machen zu müssen: “Wir freuen uns auf Ihre aussagekräftige Bewerbung, bitte unter Angabe Ihres frühestmöglichen Eintrittstermins und Ihrer Gehaltsvorstellungen.” enden viele Anzeigen.

Woher soll man also diese Information nehmen?

Ich kenne eine einzige Stelle im Internet, die ganz konkret für eine Vielzahl von IT-Positionen aktuelle Gehälter nennt:

Die Seite Gehaltsliste IT und Medizin — Gehaltscheck und umfassende Gehaltsübersicht für Professionals der Personalberatung HiTec Consult[Änderung am 13.12.2007: Links aktualisiert].

Die Liste ist ziemlich umfangreich und unterscheidet Anfänger, Professionals und Topverdiener. Man beruft sich auf “auf mehrere Tausend Kandidatengespräche und auf unsere langjährige Expertise als Personalberater”. Die Datenbank werde ständig erweitert und aktualisiert. Mehr als diese relativ diffusen Angaben zur Methodik werden leider nicht gemacht.
Seriös auch die einleitenden Warnungen zur Interpretation der Tabelle: Befinde man sich mit seinem Gehalt zwischen zweier ihrer Angaben, so sei dies eine Bestätigung, daß man “auf dem richtigen Weg” sei. Persönliche Entwicklung, Alter und “die Komplexität des gesamten Leistungsvermögens” ließen “sich durch diese Angaben natürlich nur marginal erfassen”. Die Tabelle könne “letztlich nur eine kleine Unterstützung sein im Rahmen einer neutralen Evaluierung” des Gehalts.
Dies gilt natürlich für jede derartige Tabelle, ich finde es aber sehr gut, daß sie es so hinschreiben.

Alle weiteren mir bekannten Quellen sind Umfragen, die sich auf die Vergangenheit beziehen:

  • Jährliche Arbeitsmarktübersicht (“Gehaltsumfrage”) der Zeitschrift c’t. Sie wird Anfang jeden Jahres durchgeführt und erscheint dann Ende März, Anfang April. Die aktuelle Version ist die c’t-Gehaltsumfrage 2005 mit knapp 3400 Teilnehmern aus Deutschland, Schweiz und Österreich (letztere allerdings mit nur je etwa 100 Teilnehmern).Es handelt sich um das meiner Meinung nach genaueste Instrument, auch mit der größten Erhebungsbasis und den differenziertesten Auswertungen. Zudem ist es unter o.g. URL frei zugänglich. Ich empfehle trotzdem dringend den Kauf des entsprechenden Heftes, weil sich damit besser arbeiten läßt.
  • Die Studie “Entgelt in der ITK-Branche” der IG-Metall.
    Sie erscheint jährich im März. Die Studie ist im moment vergriffen, die Neuauflage ist in Arbeit.
    Sobald die Neuauflage verfügbar ist, kann sie entweder in jeder Buchhandlung oder im Shop “Buch & Mehr direkt” bestellt werden: Einfach nach “Entgelt ITK-Branche” suchen.Die Studie ist statistisch sehr gut aufbereitet, insbesondere auch in der interaktiven CD-ROM-Version (Flash) die man sich unbedingt ansehen sollte, da sie wesentlich mehr Aufbereitungen enthält.
    Die Erhebungsbasis ist kleiner als bei der c´t, und man hat sich vor allem auf größere Unternehmen konzentriert.
    Die 13 Euro ist sie allemal wert!
  • Im Karrierebereich der Computerwoche, in dem öfters Artikel zum Thema Gehalt erscheinen, wurde auch im März 2006 die Studie “IT-Vergütung 2006: Keiner kommt zu kurz veröffentlicht.
    Sie ist offenbar ähnlich differenziert und breit angelegt, wie die der c’t, aber das publizierte Material finde ich nicht so aussagekräftig.
    Die folgenden Artikel werten diese Studie weiter aus

    Weitere Computerwoche-Artikel zum Thema Gehalt:

  • IT-Einkommen 2006 von Monster, separat für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
    Insgesamt sind die Auswertungen knapp und es gibt keine Angaben zur Methodik und Probengröße. Die weiterführenden Artikel zum Thema

    sind auch eher spärlich.

    Offensichtlich sollen Bewerber für die kostenpflichtige Gehaltsanalyse geworben werden, die von Tochter jobpilot.de durchgeführt wird.

  • Beim Konkurrenten Stepstone sieht es ähnlich aus. Der Überblick “Gehalt im Bereich IT ist sehr knapp gehalten, verfügt aber über einen Link zur kostenpflichtigen Gehaltsanalyse. Immerhin ist ein grober Gehaltscheck auch kostenlos möglich — irgendwoher müssen die Zahlen für eine breite Vergleichsbasis ja kommen.

Der Karriere-Bereich der Systems-Website sammelt noch ein paar Artikel und Presseerklärungen zum Thema. Unter Anderem eine Presserklärung zur Kienbaum-Vergütungsstudie “Führungs- und Fachkräfte in der DV-Branche” aus dem November 2006.

Die neuen Trends in Sachen Gehalt faßt Svenja Hofert in Ihrem Karriereblog im Artikel “Wie Aktien an der Börse” zusammen.

Andere Quellen sind mir nicht bekannt. Gerne können Sie in den Kommentaren Ihre Quellen dazu nennen. Ich nehme sie dann in den Artikel als Update auf.

Spätestens im März, wenn die diversen Studien/Umfragen/Statistiken neu aufgelegt wurden, werde ich den Artikel auf den neuesten Stand bringen.

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Dienstag, 7. November 2006

Mehr als 30.000 offene Stellen im IT-Sektor

Aus einer Presseerklärung von Monster.de (Hervorhebungen von mir):

Das Online-Stellenangebot für Arbeitskräfte in der IT-Branche lag laut Monster Employment Index im 3. Quartal 2006 mit rund 97.200 offenen Stellen leicht über dem Vorjahreszeitraum (Q3/2005: rund 96.000 offene Stellen). Der Monster Employment Index verzeichnet seit Juni 2005 jeden Monat mehr als 30.000 offene Stellen in der Informationstechnologie.

Die positive Angebotslage am IT-Stellenmarkt bestätigt auch der Stimmungsindikator des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM). Fast zwei Drittel der befragten Unternehmen rechnen im laufenden Jahr mit steigenden Umsätzen. Besonders optimistisch äußern sich Software-Anbieter und IT-Dienstleister. Auch bei den Gehältern entwickelt sich die IT-Branche weiter positiv. Laut der Studie „Entgelt in der ITK-Branche 2006“ der IG Metall ist in den vergangenen Jahren die Entlohnung im Bereich Beratung um 50 Prozent, in Marketing und Rechenzentren um 30 Prozent sowie in Softwareentwicklung und Service um 24 Prozent gestiegen. Ebenfalls positiv ist die hohe Übernahmequote der Auszubildenden. Eine Untersuchung der Deutschen Industrie- und Handelskammer in Zusammenarbeit mit der Initiative D21 und des Kompetenzzentrum Technik belegt, dass zwei Drittel aller Azubis in IT-Berufen nach der Abschlussprüfung übernommen werden.

Die Entlohnung von IT-Fachkräften unterliegt einem neuen Trend. Bisher war die erfolgsabhängige Vergütung auf Manager und Vertriebsmitarbeiter beschränkt. Mittlerweile werden auch IT-Spezialisten nach individueller Leistung bezahlt. Die Kopplung des Gehalts mit dem Unternehmenserfolg scheint insbesondere bei großen Herstellern, aber auch IT-Dienstleistungsunternehmen immer mehr üblich zu sein.

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