Dienstag, 27. Juni 2006

Zitat zu Web 2.0

Frank Westphal, “technisch Verantwortlicher” bei Qype erklärt das Geschäftsmodell Web 2.0:

Jeder versucht in den Besitz von Stammdaten zu kommen, die er dann irgendwie kostbar verwerten kann.

Quelle iX 7/2006, S. 56

In Verbindung mit dem Aal-Prinzip (”Andere arbeiten lassen”) schon ganz schön bizarr.

Weitere Artikel zum Web 2.0:

Mittwoch, 14. Juni 2006

Web 2.0

Laut einem Artikel bei Telepolis “wittern … gleich mehrere Branchen … das große Geschäft”. Dabei wollen Sie es sich besonders einfach machen: “Laß das doch die Community machen” — so der Titel des Artikel, der sich mit dem “Next 10 Years”-Kongress vor ein paar Wochen befaßt.

Das Patenrezept für “die ökonomisch forcierte Web 2.0-Aufregung” (telepolis) glaubt Andreas Weigand, früher Manager bei Amazon, zu kennen:

“Ich vertraue auf das ‘Aal-Prinzip’”, erklärte Weigand dem staunenden Publikum: “Andere arbeiten lassen.”

Putzig.

Es herrscht also wieder Goldgräberstimmung.

Die Macher […] überlegen fieberhaft, wie die mobile Generation zu fassen ist. Die Lösung: Der Nutzwert der Inhalte im Internet muß den Grundstein für redaktionelle und anzeigengetriebene Erlösmodelle legen. Da paßt es, dass die Selbstdarstellungsgesellschaft aufgrund einfacher technischer Tools neu im Netz angekommen [ist]. Die Blogs sind sicheres Zeichen einer Emanzipation der User, [die] nicht mehr nur passiver Rezipient, sondern auch Produzent sein [wollen]. Verlage, Unternehmer, Konzerne: Alle träumen von einer Community, deren Mitglieder ihre Homepage mit sprudelnden Ideen flutet. Sanfte Kritik würde sogar akzeptiert werden, auch sie ist dann natürlich Teil der “offenen Unternehmenskultur”. Egal, solange Blogs und Foren die emotionale Nähe verstärken.

Stephan Uhrenbacher, Gründer von Qype, behauptet: “Die Ära der Massenmedien wird von der Ära der persönlichen und partizipativen Medien abgelöst.”

Bei Burda, Springer, Holtzbrinck und Bertelsmann hat man die soziologischen Studien zum veränderten Gesellschaftsbild gelesen ­ und will nun reagieren. Denn Gruppen definieren sich heute weniger als früher über ihre soziale Herkunft, sondern mehr über gemeinsame Interessen. Für Medien- und Werbemacher sind daher die Daten der bislang primär soziodemographischen erfaßten Zielgruppen weniger relevant. Kunden können heute durch ihr hinterlegtes Nutzerprofil viel direkter angesprochen werden. Die auf Homepages werbenden Unternehmen kommen so dicht wie nie an ihre Zielgruppe heran, das One-to-One-Marketing ist keine Fiktion mehr. Und der Konsument macht sich freiwillig gläsern.

Wie das im Falle von Burda aussieht, beschreibt folgender Artikel an der Blogbar: “Retorten-Freundinnen“.

Schaun’ ‘mer ‘mal, wann der Hype so unter Druck steht, daß die Blase platzt…

Freitag, 12. Mai 2006

Web 2.0 anschaulich erklärt

Harald Taglinger erklärt an einem anschaulichen, herrlich polemischen Beispiel auf Telepolis (”Die Web 2.0-Maschine“) was Web 2.0 ist und wie es funktioniert.

Wer seit zehn Jahren im Internet unterwegs ist und dort versucht, sein Geld zu verdienen, wird ein merkwürdiges Déja-vu-Erlebnis haben. Zuerst sprachen nur die Freaks von Mash-up, AJAX und der wisdom of masses, dann drehten genau die sich von einem neuen Phänomen ab, das das Buzzword “Web 2.0″ besitzt, und nun beißen sich die Business-Haie an dem Thema fest und fischen im trüben Wasser des nächsten Hypes.

Aber sie tun das mit einer Menge an Fragezeichen, was denn Web 2.0 sein und wie man daraus Geld machen könnte. Wir wollen diesen armen Seelen helfen, es ist eigentlich ganz einfach. Wir stellen uns Web 2.0 als eine Maschine vor.

Weitere (leider ernsthafte) Texte zum Thema:

Nachtrag:
In bewährt polemischer Manier hat Don Alphonso an der Blogbar im November einen Artikel dazu verfaßt.
Auch Robert Basic hat Einiges dazu geschrieben.